Sigrid Reinfelder: Verlässlich sein, gemeinsam Lösungen finden

Zum dritten Mal stellt sich Sigrid Reinfelder einer Bürgermeisterwahl, erstmals ohne Gegenkandidaten. Im Interview sprachen wir mit der Breitengüßbacher Bürgermeisterin über schon Erreichtes und die Ziele für Breitengüßbach in den kommenden Jahren.

Sie sind seit 2014 Bürgermeisterin von Breitengüßbach und wurden 2020 im Amt bestätigt. Wenn Sie in ein paar Sätzen Ihre bisherigen beiden Amtszeiten zusammenfassen: Was steht dabei im Vordergrund?

Sigrid Reinfelder: Ganz klar der Zusammenhalt. Seit inzwischen 13 Jahren durfte ich gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern unglaublich viel bewegen. Diese Zeit war geprägt von kreativen Projekten, vielen wertvollen Begegnungen und dem starken „Zusammen halt“, der unsere Gemeinde Breitengüßbach ausmacht. Ob Neue Ortsmitte, wertvolle Bildungs- und Betreuungsangebote, mehr Lebensqualität, Klimaschutz oder eine gute Infrastruktur – all das ist gemeinsam entstanden. Dafür bin ich sehr dankbar, und genau mit dieser Freude am Gestalten und dem Vertrauen aus der Bürgerschaft möchte ich auch weiterhin Verantwortung für unsere Gemeinde übernehmen.

2020 hatten Sie zum Beispiel die Themen Verkehr und Ortsentwicklung als Schwerpunkte genannt. Was konnte erreicht werden, was steht noch aus?

Wenn ich so in meinen Flyer aus 2020 schaue, ist in den letzten Jahren schon sehr viel passiert – und alles davon basiert auf den Ideen, die wir damals gemeinsam mit der Bürgerschaft gesammelt haben. 2020 gesagt – bis 2026 getan.

  • Neugestaltung der Ortsmitte Breitengüßbach (Austraße, Kirchplatz, Übergänge zur Bachgasse und Bamberger Straße) zu einer attraktiven und barrierefreien „Grünen Mitte“ mit hoher Aufenthaltsqualität und Spielmöglichkeiten am Güßbach
  • Aufwertung der Wegeverbindung zwischen Zentrum 3 und Friedhof durch barrierefreie Bodenbeläge, Flächenentsiegelung und Bepflanzung
  • Neugestaltung von Erlein und Klingenstraße mit mehreren begrünten Aufenthaltsbereichen und durchgehend barrierefreien Gehwegen auf der Westseite bis zum Bahnsteig
  • Neugestaltung der Unteroberndorfer Straße aus Mitteln der Dorferneuerung mit Querungshilfen an den Orteingängen, barrierefreien Gehwegen und Bushaltestellen
  • Ausbau des Radwegenetzes, zum Beispiel nach Hohengüßbach

Bis auf die Entlastung der Ortsmitte von Schwerlast- und Durchgangsverkehr ist praktisch alles realisiert – daran arbeite ich weiterhin aktiv. Schon 2018 hatten wir viele Ideen gesammelt, konkreter wurde es dann mit dem Ideen- und Realisierungswettbewerb „Ortsmitte Breitengüßbach“ 2019 und im Herbst 2025 haben wir bei einem Ortsspaziergang mit der Bürgerschaft unsere Erkenntnisse aktualisiert. Die groben Rahmenbedingungen sind hier auch schon mit den Straßenbaulastträgern (Staatl. Bauamt und Landkreis Bamberg) geklärt.

Die Neugestaltung der Ortsmitte hat Anfang der 2020er Jahre begonnen – mit offiziellem Baustart 2022 und Eröffnung der neuen Ortsmitte im Frühjahr 2025. Wie bewerten Sie dieses Projekt im Rückblick? Und wie geht es in den Randbereichen weiter?

Rückblickend ist die Neugestaltung unserer Ortsmitte eines der wichtigsten und gelungensten Projekte der letzten Jahre. Was lange geplant und vorbereitet wurde, hat sich mehr als ausgezahlt. Seit den ersten Überlegungen ab 2016, dem offiziellen Baustart 2022 und der Eröffnung im Frühjahr 2025 ist etwas entstanden, das unsere Gemeinde wirklich stärkt: ein lebendiger, offener und multifunktionaler Ort für alle Generationen.

Besonders wichtig war mir dabei, den Ortskern wieder „für die Menschen“ zurückzugewinnen – durch die Entsiegelung, die Öffnung und Sichtbarmachung des Güßbachs, durch Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Angebote für Jung und Alt. Dass trotz der langen Bauzeit, vieler Einschränkungen und hoher Anforderungen Qualität, Zeitplan und Kostenrahmen eingehalten wurden, ist eine große Gemeinschaftsleistung von Verwaltung, Gemeinderat, Planern, Baufirmen und der Nachbarschaft. Die positive Resonanz der Bürgerinnen und Bürger bestätigt uns darin.

Mit der neuen Ortsmitte ist die Entwicklung aber nicht abgeschlossen. Sie ist vielmehr der Mittelpunkt und Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung der angrenzenden Randbereiche. Dort geht es nun darum, die neu geschaffenen Qualitäten sinnvoll fortzuführen: durch eine gute verkehrliche Anbindung, durch Aufwertungen im Umfeld, durch Unterstützung der ansässigen Gewerbetreibenden und durch weitere Maßnahmen zur Begrünung und Aufwertung der Aufenthaltsqualität. Auch hier werden Bürgerbeteiligung und eine solide, fördergestützte Planung und Finanzierung eine zentrale Rolle spielen.

Kurz gesagt: Die neue Ortsmitte ist ein starkes Fundament – und darauf wollen wir verantwortungsvoll und Schritt für Schritt weiter aufbauen. Weiter geht’s mit der Bachgasse, da liegen bereits die Pläne im Entwurf vor. Für die Bamberger Straße, Lichtenfelser Straße und Baunacher Straße sind wir gerade dabei, die Leistungsbeschreibung für eine Planungsbüro auszuarbeiten.

Die Planungen für den Bereich „Zentrum“ rund um die Gemeindeturnhalle brachte kürzlich zwei Modellvarianten zur Sprache. Welche Aspekte sind Ihnen bei der finalen Gestaltung besonders wichtig – auch im Hinblick auf die Städtebauförderung?

An erster Stelle geht es darum, ein echtes multifunktionales Bürgerzentrum zu schaffen, das von möglichst vielen Menschen und Gruppen genutzt werden kann – von Vereinen über Familien und in allen Lebensphasen. Die frühzeitige Einbindung aller Nutzergruppen war deshalb ganz wichtig und soll auch im weiteren Planungsprozess fortgeführt werden. Beide vorgestellten Varianten zeigen, dass dieses Ziel grundsätzlich erreichbar ist. Entscheidend ist für mich jedoch, dass wir sparsam mit Fläche und Ressourcen umgehen, die vorhandene Gemeindeturnhalle erhalten und nachhaltig – insbesondere energetisch – sanieren und die Vorteile beider Konzepte in einer durchdachten Gesamtlösung zusammenführen. Multifunktional nutzbare Räume, Barrierefreiheit und eine gute Einbindung ins Ortsgefüge sind dabei zentrale Kriterien.

Ein ganz wesentlicher Aspekt ist zudem die Finanzierbarkeit, Stichwort Städtebauförderung. Wir müssen im Programm „Innen statt Außen“ bleiben, um weiterhin die Chance auf eine Förderung von bis zu 80 Prozent zu haben. Das bedeutet: Innenentwicklung vor Außenentwicklung, flächensparendes Bauen und eine klare öffentliche Nutzung. Diese Rahmenbedingungen sind kein Hindernis, sondern eine große Chance, ein gelungenes Bürgerzentrum zu realisieren.

Gleichzeitig müssen und wollen wir dem dringenden Raumbedarf unserer Vereine, insbesondere für Proben, Lagerflächen und Veranstaltungen gerecht werden. Hier wollen wir praktikabel Lösungen finden, ohne die finanzielle Belastung der Gemeinde unnötig zu erhöhen. Und natürlich gehört auch unsere Gemeindebücherei, als zentraler Bildungs- und Begegnungsort, unbedingt in die Ortsmitte. Sie soll gut erreichbar, barrierefrei und eng mit den anderen Nutzungen des Bürgerzentrums vernetzt sein, damit sie weiterhin ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen bleibt.

Unser Ziel ist kein Prestigeprojekt, sondern ein funktionales, nachhaltiges und förderfähiges Bürgerzentrum, das den Zusammenhalt stärkt und langfristig einen Mehrwert für die gesamte Gemeinde bietet.

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Der Wohnungsmangel ist ein Thema, das zurzeit häufig zu hören ist. Was kann eine Gemeinde hier tun – und wie sehen Sie Breitengüßbach beim Thema „Wohnen“ aufgestellt?

Auch wenn wir nicht selbst bauen wie Investoren oder Baugenossenschaften, können wir aber die richtigen Rahmenbedingungen setzen, Flächen gezielt entwickeln und Projekte unterstützen, die den tatsächlichen Bedarf vor Ort treffen. Genau diesen Weg gehen wir. Ein wichtiger Baustein ist das Service-Wohnen im Ortskern, mit über 70 barrierefreien und seniorengerechten Wohnungen in fußläufiger Lage zu Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten und öffentlichen Einrichtungen. Damit stärken wir die Innenentwicklung, beleben eine frühere Brachfläche und ermöglichen älteren Menschen, möglichst lange selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Dass die Gemeinde selbst Wohnungen erwirbt, um einkommensschwächere Menschen zu unterstützen, zeigt, dass wir auch soziale Verantwortung übernehmen.

Gleichzeitig verlieren wir andere Zielgruppen nicht aus dem Blick. Mit neuen Baugebieten wie in Zückshut oder „Am Schützenhaus II“ schaffen wir Wohnraum für Familien. Durch klare Vergaberichtlinien sorgen wir dafür, dass vor allem junge, ortsansässige Familien eine faire Chance auf bezahlbares Bauland erhalten. Insgesamt ist sind wir beim Thema Wohnen gut aufgestellt, weil wir auf einen ausgewogenen Mix setzen: Innenentwicklung vor Außenentwicklung, barrierefreies und altersgerechtes Wohnen ebenso wie Angebote für Familien.

In Breitengüßbach tut sich viel. Das kostet natürlich Geld. Wie schafft es die Gemeinde, trotz nicht immer üppig gefüllter Kassen Projekte umzusetzen? Und wie stehen Sie zum Thema Kreditaufnahmen?

Dass sich in der Gemeinde Breitengüßbach so viel tut, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren Strategie. Grundlage dafür ist unser Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das wir gemeinsam mit dem Gemeinderat und mit sehr intensiver Bürgerbeteiligung erarbeitet haben. Diese konsequente Linie wird auch von der Regierung von Oberfranken anerkannt – und ist die Voraussetzung dafür, dass wir in erheblichem Umfang Mittel aus der Städtebauförderung von Bund und Land erhalten.

Ein ganz entscheidender Faktor ist zudem unsere leistungsstarke Verwaltung, die gezielt nach Fördermöglichkeiten sucht und diese auch erfolgreich beantragt und auch konsequent darauf achtet, dass veranschlagte Baukosten eingehalten, bestenfalls unterschritten, werden. Neben der Städtebauförderung und Dorferneuerungsprogrammen nutzen wir beispielsweise Programme der KfW, etwa für energetische Sanierungen, sowie weitere kommunale Förderprogramme von Bund und Land. Dadurch gelingt es uns, viele Projekte mit sehr hohen Förderquoten umzusetzen – teils mit bis zu 80 Prozent Zuschuss.

Kredite sind dann gerechtfertigt, wenn sie unsere Gemeinde zukunftsfähig halten, notwendige Investitionen ermöglichen und einen Sanierungsstau verhindern. Gleichzeitig achten wir sehr darauf, die Bürgerinnen und Bürger nicht übermäßig  zu belasten. Unsere Gebühren und Abgaben bewegen sich bewusst in einem soliden Mittelmaß im Vergleich zu anderen Gemeinden. Das zeigt, dass wir investieren können, ohne die finanzielle Belastung unsere Bürgerschaft aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Wie war die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat in dieser Wahlperiode — wo gab es breite Zustimmung, und wo kontroverse Diskussionen?

Gemeinderat und Verwaltung – das ist bei uns richtig gute Teamarbeit. Wir diskutieren offen, treffen gemeinsam Entscheidungen und sind uns bei den wichtigen Zukunftsthemen grundsätzlich einig, vor allem wenn es um eine starke Bürgerbeteiligung geht. Was unser Gremium besonders auszeichnet, ist der respektvolle, unkomplizierte Umgang miteinander. Natürlich wird diskutiert – manchmal auch kontrovers –, aber Entscheidungen werden demokratisch getroffen und dann auch als solche akzeptiert. Genau das macht es so angenehm und effektiv, mit unserem Gemeinderat Gutes zu realisieren und sich am Ende auch gemeinsam über Erfolge zu freuen.

Einmal jedes Jahr nehmen wir uns bei der Gemeinderatsklausur bewusst Zeit, gemeinsam Prioritäten zu setzen und unsere Gemeinde weiter voranzubringen. Auch das Zusammenwirken mit unserem 2. Bürgermeister Alexander Porst und unserer 3. Bürgermeisterin Karin Schneiderbanger-Vogt tragen einen großen Teil dazu bei. Insgesamt bin ich sehr dankbar für dieses engagierte Gremium

Kontroverser war das Thema „Service Wohnen am Brückenweg“. Hier gab es unterschiedliche Meinungen, und die Entscheidung war nicht einstimmig. Dass die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Bürgerentscheids selbst abstimmen konnten, zeigt, wie ernst wir Beteiligung und Demokratie nehmen.

Sie haben 2020 besonders das „bürgeraktive Miteinander“ betont. In welchen Bereichen hat sich die Bürgerbeteiligung weiterentwickelt?

Ja, auch da haben wir uns spürbar weiterentwickelt. Gutes Beispiel, die Gründung von GÜßBACH BeREIT im Juli 2021. Die erste Vorstandschaft hat dabei echte Pionierarbeit geleistet und den Verein aufgebaut. Die neu gewählte Vorstandschaft kann nun auf ein breites Netzwerk zurückgreifen und diese Arbeit erfolgreich weiterentwickeln – dafür gilt beiden ein großes Dankeschön. Der Verein bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine konkrete Plattform, um eigene Ideen einzubringen und Projekte auch unkompliziert umzusetzen. Über den Projektfonds wird jeder privat eingebrachte Euro durch die Städtebauförderung Oberfranken fast verdoppelt.

Besonders gelungen ist dabei die Verbindung von ehrenamtlichem Engagement und professioneller Unterstützung durch unser Projektmanagement. Unsere Bürgerschaft ist eingebunden in Arbeitsgruppen, bei Veranstaltungen, bei städtebaulichen Themen und ganz praktisch bei Projekten, die den Ort kulturell, sozial und gestalterisch bereichern.

Überhaupt finde ich es sehr beeindruckend, dass sich immer wieder Menschen finden, die Verantwortung in unseren Vereinen übernehmen. Das alles zeigt, wie lebendig unsere Gemeinde ist – und dass Bürgerbeteiligung dann besonders gut funktioniert, wenn Mitmachen einfach ist und Ideen auch umgesetzt werden.

Sie treten 2026 ohne Gegenkandidaten an. Was motiviert Sie persönlich für eine weitere Amtszeit?

Ich darf jetzt schon seit 13 Jahren Bürgermeisterin von Breitengüßbach sein – und ich tue das wirklich mit Leidenschaft. Es war eine unglaublich spannende Zeit, in der ich viele Projekte begleiten durfte, bei denen wir unsere Gemeinde Stück für Stück weiterentwickelt haben. Und vor allem habe ich immer wieder erlebt, wie viel Zusammenhalt, Engagement und Teamgeist hier bei uns vor Ort gelebt wird – das ist etwas, das mich persönlich sehr motiviert und inspiriert – jeden Tag neu. Es macht einfach Freude, Verantwortung zu übernehmen, Ideen zu entwickeln und sie gemeinsam umzusetzen – zusammen mit dem Gemeinderat, Verwaltung, Bauhof, Kita, Schule und mit unserer sehr aufgeschlossenen, kreativen und initiativen Bürgerschaft.

Welche zentralen Projekte stehen für Sie ganz oben auf der Agenda der nächsten sechs Jahre? Und welche Rolle spielt Nachhaltigkeit, z.B. Grüne Infrastruktur oder Klimaschutz?

Viele der großen Entwicklungsprojekte – insbesondere rund um Ortsmitte und Zentrum – habe ich ja bereits erwähnt. In den kommenden sechs Jahren geht es darum, begonnene Maßnahmen konsequent umzusetzen.

Selbstverständlich stehen daneben auch unsere Pflichtaufgaben im Fokus, die wir nicht als Pflicht, sondern als Selbstverständlichkeit sehen. Dazu gehört auch der Neubau des Feuerwehrhauses Breitengüßbach, da das bestehende Gebäude den heutigen technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen nicht mehr entspricht. Die Sicherheit unserer Feuerwehrkräfte ist zugleich ein zentraler Beitrag zur Sicherheit der gesamten Gemeinde.

Nachhaltigkeit bleibt dabei ein übergreifendes Leitmotiv. Dazu zählen Innenentwicklung vor Außenentwicklung, Masterplan Grün, Entsiegelung und Begrünung, der Ausbau des Radwegenetzes sowie energetische Sanierungen kommunaler Gebäude und noch Einiges mehr. Ergänzend treiben wir die kommunale Wärmeplanung voran.

Wenn Sie drei Wünsche an die „große Politik“, also Richtung München, Berlin oder Brüssel, frei hätten: Was wären diese?

Mein erster Wunsch wäre ein spürbarer Bürokratieabbau im kommunalen Alltag. Viele Vorgaben binden enorm viel Zeit und Personal, was und dann wiederum für unsere Dienstleistungen und Projekte vor Ort fehlt.  

Zweitens wünsche ich mir, dass keine weiteren staatlichen Aufgaben ohne ausreichende Finanzierung auf die Kommunen übertragen werden. Siehe Breitbandausbau, Ganztagsbetreuung an Schulen, Digitalisierung der Gemeinden. Gemeinden übernehmen immer mehr Verantwortung, brauchen dafür aber auch die entsprechenden finanziellen und personellen Spielräume.

Und drittens wünsche ich mir insgesamt mehr Vertrauen in die kommunale Ebene. Wir kennen die Bedürfnisse vor Ort sehr genau und können Lösungen oft schneller, pragmatischer und passgenauer umsetzen, wenn man uns die nötigen Freiheiten lässt.

Welche Botschaft möchten Sie den Wählerinnen und Wählern mit auf den Weg geben, bevor sie am 8. März 2026 ihre Stimme abgeben?

Seit nunmehr 13 Jahren darf ich Bürgermeisterin der Gemeinde Breitengüßbach sein.– Für das mir geschenkte Vertrauen, den Rückhalt und die vielen gemeinsamen Schritte, die wir gegangen sind, dafür bin ich sehr dankbar.

Ich trete wieder an, weil ich diese Aufgabe mit Überzeugung und Freude mache – und weil ich fest daran glaube, dass gute Kommunalpolitik dort entsteht, wo man zuhört, Verantwortung übernimmt und Entscheidungen erklärt. Mir ist wichtig, verlässlich zu sein, auch dann, wenn Themen schwierig sind, und dass wir gemeinsam Lösungen finden, die für unsere Gemeinde Breitengüßbach passen.

Lassen Sie uns den Weg gemeinsam weitergehen – mit Ihrer Stimme für mich am 8. März 2026. Zusammen halt! Herzlichen Dank!

Zur Person:

Sigrid Reinfelder, 1973 geboren und aufgewachsen in Baunach, ist seit ca. 30 Jahren mit ihrem Lebensgefährten aus Breitengüßbach zusammen und seit ca. 25 Jahren leben die beiden gemeinsam in Breitengüßbach. Nach der Ausbildung zur Krankenschwester und Schreinerin folgte das Studium zur Diplom-Pflegewirtin (FH). Seit 2013 ist sie Bürgermeisterin der Gemeinde Breitengüßbach.

Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten aktiv: in Bewegung und im Freien oder beim Lesen sowie im Kreis von Freunden und Familie. Natürlich gehört auch ein bisschen Vereinstätigkeit dazu.

Seit 2014 ist sie Kreisrätin im Kreistag für den Bürgerblock Landkreis Bamberg (BBL) und seit 2020 BBL-Fraktionsvorsitzende. „Beim BBL sind wir parteipolitisch unabhängig und frei in unseren Entscheidungen. Wir können uns somit ganz gezielt und offen für die Bedarfe unserer Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bamberg einsetzen.“

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