An Breitengüßbach führt einfach kein Weg vorbei

Veröffentlicht am 26. Januar 2018 von Johannes Michel

Es war ein wohl einmaliges Ereignis, an dem zahlreiche Breitengüßbacher am Freitagnachmittag, 26. Januar 2018, teilnahmen: Ein Zug des Franken-Thüringen-Express wurde auf den Namen Breitengüßbach getauft. Zu verdanken ist die Idee einem jugendlichen Eisenbahnfan aus der Gemeinde. Nun trägt der Zug den Namen der Gemeinde in die Region – bis nach Nürnberg und Würzburg.

Fünf Minuten zu früh erreichte der Sonderzug den Haltepunkt Breitengüßbach – und wurde dort von Musikern des Musikvereins Breitengüßbach standesgemäß begrüßt. Gleich fiel den zahlreichen Gästen am Bahnsteig der Name „Gemeinde Breitengüßbach“ inklusive Gemeindewappen an der Seite auf. Der Zug des Franken-Thüringen-Express, Modell „Talent 2“, wird künftig in ganz Nordbayern unterwegs sein und dort den Namen der Gemeinde noch bekannter machen als er es ohnehin schon ist. „Viele kennen Breitengüßbach als Bahnknotenpunkt, und nun wird sich die Bekanntheit noch einmal erhöhen“, so DB-Verkehrsvertragsmanagers Gerd Schörner.


Der Zug mit dem Namen „Breitengüßbach“ an der Seite.

Angeregt hat die Aktion der 16-jährige Moritz Überall. „Schon seit meinem sechsten Lebensjahr bin ich großer Eisenbahnfan. Und nach der Bahnbaustelle dachte ich mir, es wäre doch eine kleine Entschädigung, wenn ein Zug den Namen unserer Gemeinde tragen würde. Im Rathaus bin ich auf offene Ohren gestoßen“, erklärte er. Und Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder war von der Idee ebenso begeistert – und fand Unterstützer bei der Deutschen Bahn. „Die Eisenbahn hat bei uns in Breitengüßbach eine lange Geschichte. Und mehr als 170 Jahre, nachdem die erste Eisenbahn hier gefahren ist, gibt es nun erstmals einen Zug, der auch Breitengüßbach heißt“, so Reinfelder. „Das zeigt: An Breitengüßbach führt einfach kein Weg vorbei.“

Beste Verbindungen ab Breitengüßbach

Auch Reinfelder betonte, dass die Bürgerinnen und Bürger durch die mehrjährige Baustelle viel mitgemacht hätten, nun aber auch profitieren könnten – vom Lärmschutz, den neuen Wegeverbindungen und einer noch besseren Zuganbindung. Denn nach dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 bestehe eine halbstündliche Verbindung nach Bamberg.


Eine Urkunde gab es auch. Im Bild: Sigrid Reinfelder, Bahn-Fan Moritz Überall und Gerd Schörner.

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Standesgemäß wurde der Zug, nach Segensworten von Pastoralreferent Manfred Herl, mit einer Sektdusche getauft. Danach bestand die Möglichkeit, ihn zu besichtigen. Der offizielle Teil vor der Zugtaufe sowie das gemütliche Beisammensein danach fanden im Vereinsheim der Eisenbahnerkameradschaft am Bahnhof statt. Gerd Schörner freute sich über diese positive Zusammenarbeit zwischen Verein, Bahn und Gemeinde – und empfahl, diese positive Beziehung unbedingt zu erhalten.

 

Viele Fotos von der Zugtaufe in Breitengüßbach finden Sie in unserer großen Bildergalerie (zum Öffnen einfach ein beliebiges Foto anklicken, zum Beenden der Anzeige das X in der Ecke oben wählen).

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