FWO künftig zweites Standbein in Rattelsdorf

Der Markt Rattelsdorf wird künftig einen Teil seiner Bedarfsmenge an Trinkwasser von der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) beziehen. Ab 2022 soll rund 15 Prozent der Menge von der FWO kommen. Dies wurde mit dem unterzeichneten Wasserlieferungsvertrag dokumentiert.

Nach Überzeugung von Bürgermeister Bruno Kellner ist die Entscheidung, die letztlich der Marktgemeinderat beschlossen hatte, langfristig zu sehen und zu bewerten. Maßnahmen in der Wasserversorgung wirken langfristig. Ziel sei es für ihn gewesen, so der Bürgermeister, sich mit dem Bezug von der FWO einen strategischen Partner in der Daseinsaufgabe Wasserversorgung an die Seite zu holen. Von den ersten Gesprächen an habe sich eine vertrauensvolle und positive Zusammenarbeit ergeben.

FWO-Vorsitzender Dr. Heinz Köhler bedankte sich für das in die FWO gesetzte Vertrauen und nannte den Wasserlieferungsvertrag die Grundlage für eine interkommunale Kooperation, denn schließlich ist die FWO als Zweckverband zu hundert Prozent kommunal. Köhler ging auf die qualitative und quantitative Sicherheit der Versorgung durch die FWO ein. Als Vorteil wurde das mit einem Härtegrad von nur 6 für Hausgeräte und Armaturen schonende Wasser genannt. Hinsichtlich der Nitratbelastung ergibt sich aufgrund des großen Schutzgebietes an der Talsperre ein Wert von 4,7 mg/l (derzeitiger Grenzwert 50 mg/l). Köhler: „Bei Entscheidungen der Trinkwasserinfrastruktur müssen verschiedene Bedingungen abgewogen werden, da sie langfristig wirken. Die Kosten der Maßnahme etwa, d. h. Investition und Betrieb, die Auswirkungen auf die Umwelt, oder die Belastungen bei den Beteiligten, insbesondere der Bevölkerung. Deshalb wird die Effizienz in der Wasserversorgung immer bedeutender.“

Verbandsdirektor Markus Rauh ging auf die künftigen Herausforderungen in der Wasserversorgung ein: Diese werden der Erhalt der Qualität des Wassers und die Kosteneffizienz vor dem Hintergrund steigender Vorkosten und anstehender Sanierungsmaßnahmen sowie der Klimawandel sein.“ Dies alles führe dazu, dass die Wasserversorgung nicht einfacher werden wird. Gleichzeitig möchten die Bürgerinnen und Bürger, dass ihr Trinkwasser immer zuverlässig und in guter Qualität zur Verfügung steht. Mit der FWO habe man einen effizienten und zuverlässigen Partner, so Rauh abschließend.

Von links: FWO-Vorsitzender Dr. Heinz Köhler, Verbandsdirektor Markus Rauh, Bürgermeister Bruno Kellner bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus von Rattelsdorf

Gemeinde Rattelsdorf

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