Stromausfall sorgte für eine Viertelstunde Stillstand

Spannend ist es schon, wenn plötzlich nichts mehr geht. Computer fallen aus, Bezahlen im Supermarkt ist nicht mehr möglich, Tankstellen stehen still. So geschehen am 30. Januar in Rattelsdorf und Ebing, Zapfendorf und Unterleiterbach und auch in Ebensfeld und Umgebung.

30. Januar, 17.26 Uhr: Von jetzt auf gleich verstummte der Lüfter meines Büro-PCs. Stromunterbrechung. Zunächst dachte ich an ein Problem im eigenen Haus, ein Blick aus dem Fenster Richtung Apotheke und Tankstelle in Zapfendorf verriet aber schnell: Das Problem war nicht hausgemacht. „Wenn eine Störung gemeldet wird, tasten sich unsere Techniker mit Schaltmaßnahmen heran, um die Quelle des Problems zu finden“, erklärt Dr. Esther Knemeyer Pereira, Pressesprecherin von E.ON Bayern im Gespräch mit Nachrichten am Ort. „In diesem Fall gestaltete sich das aber schwierig. Zwar war ein Kabelmesswagen vor Ort und nahm Schaltstationen in Zapfendorf genauer unter die Lupe. Wo genau das Problem lag, ist aber nach wie vor unbekannt. Wir vermuten einen Kabelfehler.“

Normalerweise sind es Unwetter, Schaltfehler oder Baumaßnahmen, die der Stromversorgung einen Kollaps verpassen. In diesem Fall können die Techniker aber nur vermuten, woran es gelegen hat. „Die ist eine absolute Ausnahme“, so Knemeyer.

17.39 Uhr: Die Lichter gehen wieder an, die meisten Haushalte haben wieder Strom. Nur einige Zapfendorfer müssen sich bis fast halb zehn Uhr abends gedulden, bis alles wieder seinen gewohnten Gang geht. Auch Autofahrer, die kurz vor dem Stromausfall in Zapfendorf mit Tanken begonnen hatten, mussten warten. Auch nach einer Viertelstunde stand die Autoschlange an der Tankstelle bis auf die Straße.

Mein Fazit:
Einige Minuten meiner nicht gespeicherten Arbeit habe ich verloren, mittlerweile ist dieser Rückstand natürlich wieder aufgeholt. Und den wichtigen Daten hat es keinen Schock versetzt: Der Dateiserver hängt an einer so genannten „unterbrechungsfreien Stromversorgung“. Dennoch ist es spannend zu beobachten, wie schnell der moderne Mensch doch hilflos ist und wie lange eine Viertelstunde sein kann.

Johannes Michel

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