Kommunale Familie diskutiert Zukunftsthemen

Im Titelbild: Landrat, Bürgermeister und Führungskräfte des Landratsamtes Bamberg tauschen sich bei einer zweitägigen Klausurtagung in Volkach zu Bildung, Gesundheit, Sicherheit – eingefasst von der großen Klammer Finanzen – und vielem mehr aus. (Quelle: Landratsamt Bamberg/Förtsch)

Landrat, Bürgermeister und Führungskräfte des Landratsamtes tauschten sich bei einer Klausur zu Bildung, Gesundheit, Sicherheit und vielem mehr aus.

Mobilität, zivile Verteidigung und Katastrophenschutz, Klimaanpassung, Ganztags- und Ferienbetreuung, Trinkwasserversorgung, Ökomodellregion und viele weitere Themen standen auf der Tagesordnung der zweitägigen Klausurtagung, zu der Landrat Johannes Maciejonczyk und Wolfgang Desel für den Bayerischen Gemeindetag nach Volkach eingeladen hatten.

Landrat Maciejonczyk: „Wir sind in dieser Konstellation mit 15 neugewählten Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern zum ersten Mal zusammen – und das nahezu vollständig. Dieses Format eignet sich hervorragend für den Austausch über unsere Zukunftsthemen.“ Der Bamberger Landrat sieht dabei den Schwerpunkt des Landkreises auf dem „Dreiklang aus Bildung, Gesundheit und Sicherheit – eingefasst von der großen Klammer Finanzen.“

Landrat Maciejonczyk: „Wir sind uns im Kreistag einig, dass unsere Krankenhäuser unsere volle Unterstützung erfahren. Die optimale Versorgung unserer Bevölkerung darf uns etwas wert sein. Das führt dazu, dass wir jährlich zehn Millionen Euro für unsere Krankenhäuser aufwenden. Das wird noch mindestens drei Jahre so sein, bis die Krankenhausreform greift. Und wir schaffen schon jetzt Strukturen und investieren in Personal, um uns für 21 Leistungsgruppen zu bewerben.“

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Zukunftsorientiert aufgestellt sieht der Landrat „den Bereich der Bildung in unseren Gemeinden und unsere Landkreisschulen. Herausfordernder ist die Situation in unserem Zweckverband Gymnasium.“ Nachdenklich stimmt ihn der Rückgang der Geburten in den 36 Gemeinden im Kreis auf 1.200 in den zurückliegenden 12 Monaten. Im Vergleichszeitraum zuvor sind 1.800 Kinder geboren worden.

Für die Sicherheit der Landkreisbevölkerung bedarf es nach Auffassung von Landrat Maciejonczyk aufgrund von weltpolitischen und klimageprägten Entwicklungen eines verstärkten Einsatzes im Bevölkerungs- und Zivilschutz. Dieser reicht von der jüngst in Betrieb genommenen Integrierten Rettungsleitstelle über ein Atem- und Katastrophenschutzzentrum bis hin zu einer Stärkung der Krisenfestigkeit und Handlungsfähigkeit in dem Projekt „Resiliente Region Bamberg“.

„Wir schaffen ab August 2028 einen am Bedarf orientierten, verlässlichen, finanzierbaren Taktverkehr – und das auch am Wochenende“, steckte der Landkreischef die Eckpunkte der neuen Mobilität ab. Um den Schülerverkehr und einen gut ausgebauten Taktverkehr auf den beiden Kernachsen Nord-Süd (Bahn) und Ost-West (Bus) wird sich ein Rufbusverkehr gruppieren, der kleinere Orte an die Hauptachsen anbindet.

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der kommunale Finanzausgleich, die GesundheitsregionPLUS Bamberg, das Themenfeld „Radverkehr“, Bäume im Siedlungsraum, Alarmkalender und viele weitere Themen standen für die facettenreiche Diskussion innerhalb der kommunalen Familie. Im Austausch mit der Kitzinger Landrätin Tamara Bischof und Volkachs Bürgermeister Heiko Bäuerlein ergaben sich eine ganze Reihe gleicher Herausforderungen: ständig steigende Sozialausgaben, enorme Defizite im ÖPNV und bei den Kliniken oder Investitionen in Feuerwehrzentren.

Landratsamt Bamberg

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