Warum teilen unbedingt notwendig ist …

Veröffentlicht am 17. Oktober 2019 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Bei herrlichem Sonnenschein fand die Herbsttagung der Diözesanarbeitsgemeinschaft (DiAG) im herbstlich geschmückten Pfarrheim in Kemmern statt. Männerseelsorger Diakon Michael Schofer begrüßte die Anwesenden und stellte das Programm der Sitzung vor. Professor Dr. Ottmar Fuchs wird mit seinem Vortrag das Thema „Wer nicht teilen will, muss töten?“ näherbringen. Ebenso soll das Projekt „NEST OOTY“ vorgestellt werden.

Erster Vorsitzender des ortsansässigen Katholischen Männervereins St. Wendelin, Ekkehard Engelmann überbrachte die Grüße des erkrankten Pfarrers Markus Schürrer und blickte auf die Entstehung seines Vereines zurück. Er schilderte die Entwicklung während der Kriegsjahre bis hin zur 125-Jahrfeier, die in diesem Jahr gefeiert werden konnte. Auf die Geschichte Kemmerns ging Bürgermeister Rüdiger Gerst in seiner Begrüßung ein. Neben dem Männerseelsorger, Diakon Michael Schofer, konnte er den Monsignore Wolfgang Witzgal und den Referenten Professor Dr. Ottmar Fuchs willkommen heißen. Er hob besonders den guten Kontakt zwischen der Kirche und der Gemeinde hervor. 2017 konnte die Gemeinde ihre 1000-Jahrfeier begehen, 800 Jahre davon war der Fürstbischof vom Bamberger Domkapitel oberster „Dorfherr“ des Obleidorfes. Nicht nur der Katholische Kindergarten mit Hort und Krippe, auch die Jugend- und Seniorenarbeit, sowie die gemeinsame Bücherei sind Kernthemen der Zusammenarbeit. Kemmern hat ein sehr reges kulturelles Leben, wozu der Katholische Männerverein mit seinem Präses Markus Schürrer und dem Ehrenpräses Valentin Tempel gehört.


Erster Vorstand Ekkehard Engelmann, Monika Goller, Professor Dr. Ottmar Fuchs, Brigitte Wendlinger, Diakon Michael Schofer, Erster Bürgermeister Rüdiger Gerst, 2. Vorstand Richard Fuchs, Monsignore Wolfgang Witzgal

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Professor Dr. Ottmar Fuchs beleuchtete das Thema „Wer nicht teilen will, muss töten?“ „Vergesst nicht die Gastfreundschaft; durch sie haben manche Engel beherbergt und wussten es nicht. “ So steht es im Neuen Testament im Brief an die Hebräer. Seit Beginn der Menschheit war ein Miteinander und ein Teilen, schon immer wichtig! Diese Offenheit geht Hand in Hand mit der Erwartung, dass gerade vom Anderen und Fremden etwas Wichtiges erwartet wird: eine Botschaft, eine Infragestellung, eine Bereicherung, vielleicht auch eine Verwunderung. Diese Botschaft gewinnt heute, angesichts von Millionen von Menschen auf der Flucht, eine unaufschiebbare Brisanz, zwischen Glaube und Politik, zwischen Vertrauen und Solidarität! Mit den reichen und armen Ländern treffen Unterschiede aufeinander, die zu Spannungen und Kriegen führen. Dass die reichen Länder teilen müssen, hätte man schon vor vielen Jahren erkennen müssen und mit der Verteilung der Ressourcen rechtzeitig die Armut in vielen Ländern lindern können. Solche Umverteilungen darf es nicht durch Forderungen geben, sie müssen von der Liebe heraus entstehen und dafür müssen wir unser Bewusstsein ändern. Vor Gott kommt niemand zu kurz und alles was wir leisten ist ein Geschenk.  Es ist eine Gnade, in der Demokratie aufzuwachsen, mit 75 Jahren ohne Krieg. Das wichtigste ist die Liebe Gottes, die über den Tod hinaus bleibt. In einer Diskussionsrunde wurde das Thema vertieft und über die aufgetretene Frage „Ist Gott in der Kirche befreiend?“ geredet.


Referent Professor Dr. Ottmar Fuchs

Brigitte Wendlinger vom Katholischem Kasino Scheinfeld berichtete über das Projekt „NEST OOTY“, das ca. 40 Ehrenamtliche in Scheinfeld ins Leben gerufen haben. Mit Bildern über die ärmsten Regionen Südindiens stellte sie die Aufgaben des Vereins vor, der mit Kinderpatenschaften die Schulausbildung fördert, den Bau von Schulen und Waisenhäusern unterstützt und so für viele Familien in OOTY-Nilgiris und Tamil Nadu eine bessere Zukunft bringt. Sie berichtete über die Sitten und Bräuche im Traumland Indien.

Mit einem Abschlussgottesdienst in der Pfarrkirche „St. Peter und Paul“, den Monsignore Wolfgang Witzgal zusammen mit Diakon Michael Schofer zelebrierte, endete der sehr interessante und aufschlussreiche Nachmittag.

Hans-Dieter Ruß

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