Sozialplan für Michelin steht

„Das ist das beste Ergebnis, das unter diesen äußerst schwierigen Umständen erreicht werden konnte.“ Landrat Johann Kalb, Oberbürgermeister Andreas Starke und der Hallstadter Bürgermeister Thomas Söder waren bei der jüngsten Sitzung der Taskforce „Michelin“ sehr froh über die Nachricht, dass sich die Tarifparteien von Michelin Ende März auf einen Sozialplan geeinigt haben.

Förderbescheid bringt Signalwirkung für Michelin-Gelände

Mit einem Energienutzungsplan (ENP) bereitet die Stadt Hallstadt die Weiternutzung des Kraftwerkes mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf dem Gelände der Michelin-Gruppe vor. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie fördert den ENP mit 77.800 Euro. „Das KWK-Kraftwerk kann in Zukunft Betriebe, die sich dort ansiedeln, günstig mit Wärme und Prozessdampf versorgen und wird so zu einem Standortvorteil“, erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Gesprächsrunde mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier

Die Automobilkrise hat auch Auswirkungen auf den Landkreis Bamberg. Hallstadt ist besonders von der angekündigten Michelin-Werkschließung betroffen. Daher reiste Bürgermeister Thomas Söder – zusammen mit Staatssekretär Thomas Silberhorn, Landrat Johann Kalb, Oberbürgermeister Andreas Starke, Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann, den Wirtschaftsförderern Inge Werb und Dr. Stefan Goller sowie den Betriebsratsvorsitzenden Mario Gutmann (Bosch), Josef Morgenroth (Michelin) und Andreas Sänger (Schaeffler) – zu einem Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nach Berlin.

Qualifizierung soll umgehend beginnen

„Die vielen Initiativen für die Michelin-Beschäftigten tragen erste Früchte“, freute sich Landrat Johann Kalb bei der ersten Sitzung der Task Force zum einen darüber, dass eine Lösung für alle Auszubildenden gefunden ist. Zum anderen haben sich nach dem Arbeitgebergipfel in der vergangenen Woche bereits Unternehmen mit konkreten Arbeitsplätzen-Angeboten an Michelin gewendet. Wichtigstes Ergebnis der Sitzung am Montag: Mit dem Profiling der Mitarbeiter soll sofort begonnen werden, um darauf Qualifizierungsmaßnahmen für künftige Beschäftigungen aufbauen zu können.

Ziel: Vision für den Michelin-Standort

Michelin will zusammen mit dem Landkreis Bamberg und der Stadt Hallstadt eine Vision für die künftige Nutzung des Michelin-Geländes an der A 70 erarbeiten. Ziel dieses Prozesses ist es, den Standort nach der für Januar 2021 geplanten Schließung des Werkes zu revitalisieren. „Es eine anspruchsvolle Aufgabe und eine große Chance zugleich, ein Areal mit einer Fläche von 26 Hektar entwickeln zu können“, leitete Landrat Johann Kalb den Prozess am Montag mit Werkleiter Jens Schlemmer und dem Hallstadter Bürgermeister Thomas Söder ein.

Damit das Trinkwasser nicht mehr gechlort werden muss …

Natürlich war die Werksschließung von Michelin großes Thema im Stadtrat in Hallstadt am 2. Oktober 2019. Allerdings ging es auch um eine Sache, welche die Stadt schon seit Jahren beschäftigt: die Trinkwasserversorgung. Gerade wird der Hochbehälter saniert, aber auch an anderer Stelle wird am Netz gearbeitet. Ziel: Die Chlorung des Trinkwassers soll mittelfristig beendet werden.