Geburtstage, Priester- und Professjubiläum in Zapfendorf

Veröffentlicht am 19. August 2013 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz


MIT GROSSER BILDERGALERIE!

„Nostalgische Schwärmerei ist unangebracht. Wir sollten die Chancen des Priestermangels begreifen, denn auch unsere Zeit ist Zeit Gottes.“ Pfarrer Josef Eckert fand ungewöhnlich eingängige Worte in seiner Predigt, die zugleich eine Festpredigt zum 60-jährigen Priesterjubiläum des ehemaligen Zapfendorfer Pfarrers Johann Baptist Schmitt und zur 60-jährigen Profess (Ordensgelübde) von Pater Placidus Berger, dem Hausgeistlichen der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten, war.

Am 26. Juli 1953 wurde Johann Baptist Schmitt im Bamberger Dom zum Priester geweiht. Seine Zeit als Kaplan führte ihn in den Frankenwald und nach Nürnberg, bevor er 1962 die Gemeinde Neufang im Frankenwald als erste Pfarrerstelle übernahm. Von 1972 bis 2000, also 28 Jahre, war er Pfarrer von Zapfendorf, ab 1992 war er auch für Kirchschletten zuständig. Vor wenigen Tagen konnte er mit vielen Gästen in seinem Heimatort Modschiedel seinen 85. Geburtstag feiern.

Pater Placidus Berger hingegen hat es kaum in unserer Region gehalten, erst seit 2004 ist er in Kirchschletten angekommen und betreut das dortige Kloster aus Hausgeistlicher. 1933 in Würzburg geboren trat er 1952 dem Benediktinerorden in Münsterschwarzach bei und wurde 1958 Priester. Nach seinem Theologiestudium an der ordenseigenen Universität in Rom (die Voraussetzung war die Beherrschung von acht Sprachen) war er als Missionar in Korea tätig, gab als Professor Vorlesungen in koreanischer Sprache und zog 15 Jahre lang mit Abtprimas Notker Wolf weltweit durch Benediktinerklöster, um sie fit für die Zukunft zu machen.

Pfarrer Schmitt, Pater Placidus, August 2013
Festgottesdienst: Klemens Fink (hinten links), Pater Placidus, Pfarrer Schmitt, Pfarrer Eckert und Pater Charles.

Pfarrer Schmitt, Pater Placidus, August 2013
Die Musik spielte für die Jubilare auf.

Euer Wirken war Gnade.

Somit wurden am vergangenen Sonntag (18. August) eigentlich gleich vier Jubiläen in Zapfendorf gefeiert: 60 Jahre Priesterweihe und 85. Geburtstag von Pfarrer Schmitt und 60 Jahre Profess und 80. Geburtstag von Pater Placidus. Dementsprechend gut besucht war auch die Pfarrkirche St. Peter und Paul, nur durch zusätzliche Stühle konnten alle Besucher untergebracht werden. Neben Pfarrer Schmitt und Pater Placidus zelebrierten auch Prälat Klemens Fink (er war Studienkollege von Pfarrer Schmitt), Pater Charles und Pfarrer Josef Eckert. „Vielleicht ist euer beider Wirken Vorbild für junge Menschen und Anlass zum Nachdenken“, sagte Eckert in seiner Predigt. „Warum Gott mich haben wollte, weiß ich nicht, aber ich habe den Ruf nie bereut. Gott braucht Menschen, ihr schaut auf ein gesegnetes Wirken für Gott und Menschen zurück. Vieles war Beglückung, manches auch Versagen. Aber alles war Gnade.“ Eckert schlug auch nachdenkliche Töne an: „Nach 60 Jahren haben wir heute eine andere Zeit. Aber nostalgische Schwärmerei ist unangebracht. Wir sollten die Chancen des Priestermangels begreifen, denn auch unsere Zeit ist Zeit Gottes.“

Pfarrer Schmitt, Pater Placidus, August 2013
„Fotoshooting“ im Pfarrgarten: Pfarrer Schmitt und Pater Placidus am 18. August 2013.

Zum Abschluss überbrachten Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat Gratulationen an die Jubilare. Die Gemeinde war anschließend zu Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen ins Pfarrheim eingeladen. Viele nutzten die Chance, persönlich zu gratulieren und alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen.

Johannes Michel

 

Viele Eindrücke vom Festtag können Sie sich in unserem Video anschauen (Tipp: Wollen Sie das Video in HD-Qualität sehen? Dann klicken Sie im unteren Bereich des Videos einfach auf das Einstellungsrädchen und wählen dann 720p HD aus…).

 

Außerdem finden Sie in unserer Bildergalerie zahlreiche Fotos (zum Öffnen einfach ein beliebiges Foto anklicken, zum Beenden der Anzeige das X in der linken Ecke oben wählen).

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