„Yellow Submarine“ im Zapfendorfer Aquarena gesichtet

Veröffentlicht am 13. Juni 2013 von Johannes Michel

MIT BILDERGALERIE!

50 auf 25 Meter misst ein Olympia-Schwimmbecken. Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, wie das gereinigt wird? Vor allem: Es wäre überaus unwirtschaftlich und zeitintensiv, das Wasser ablassen zu müssen. Und der Schwimmmeister mit Taucherausrüstung kann auch keine Lösung sein. Also erledigen diese Aufgabe roboterartige Geräte. Ein neues wurde gerade in Zapfendorf an die Schwimmmeister übergeben.

Frank Gohlisch ist sichtlich stolz. Nein, vor der jüngsten Anschaffung eines Becken-Reinigungsgerätes gab es schon dessen Vorgänger, der ebenso wiederum nicht der erste seiner Art in Zapfendorf war. Nachdem Nummer 1 ihren Dienst viele Jahre lang versehen hatte, wurde sie gegen einen Reinigungsroboter einer anderen Firma ausgetauscht – ein Fehler. „Ob Qualitätsmängel, schlechte Navigationsfähigkeit oder schlicht der deutlich höhere Zeitaufwand, wir waren in keinster Weise zufrieden“, sagt Gohlisch, während er am alten Gerät hier und da die Mängelstellen zeigt. Der schnelle Verschleiß einiger Teile habe zudem zu hohen Ersatzteilkosten geführt. Das soll sich nun ändern.

Arbeitserleichterung und Zeitersparnis

Zur Inbetriebnahme des neuen Roboters, Marke Mariner, ist Jürgen Hintermeier gekommen, der 25 Jahre Erfahrung mitbringt und den Zapfendorfer Schwimmmeistern gekonnt zeigt, wie der Roboter arbeitet – und vor allem, wie er für eine lange Lebensdauer gewartet und gereinigt werden muss. „Viele Bäder sind auf andere Produkte umgestiegen, kommen nun aber wieder zu unserem Unternehmen zurück.“

Reinigungsroboter Aquarena Zapfendorf, Juni 2013
Frank Gohlisch (rechts) lauscht den Ausführungen des Technikers. Der Navigator II taucht schon mal ab.

Ein Argument gegen die Produkte des Schweizer Unternehmens ist oft der Preis. Denn immerhin kostet der Mariner Topliner Navigator II so viel wie ein ordentlich ausgestatteter VW Golf. Dafür wird er in Zapfendorf nahezu in jeder Nacht im Einsatz sein und dafür sorgen, dass die Schwimmbecken jeden Morgen nicht nur sauber aussehen, sondern auch sauber sind. 1.200 Liter Wasser werden pro Minute durch den Roboter gepumpt und dabei gereinigt, während er in Bodennähe durch das Becken schwimmt, am Ende umdreht, sich leicht versetzt und in die andere Richtung weiter fährt. Auf- und Abtauchen kann er natürlich selbst.

Abends wird er ins Wasser eingesetzt, mit einer Zeitverzögerung geht es los und nach maximal dreieinhalb Stunden hat er das große Schwimmbecken gereinigt. Dann wird er am Morgen wieder in seiner Garage geparkt – und die Badegäste können kommen.

Johannes Michel

 

Roboter im Einsatz. Fotos vom Mariner im Zapfendorfer Aquarena finden Sie in der Bildergalerie (zum Öffnen der Galerie einfach auf ein beliebiges Foto klicken, zum Beenden der Anzeige genügt ein Klick auf das geöffnete Bild) …

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