Sechste Niederlage in Folge für Breitengüßbach

Einen Rückschlag im Kampf um die Play-offs mussten die Baunach Young Pikes am Freitagabend hinnehmen. Das Team von Trainer Fabian Villmeter verlor nach schwacher Leistung gegen die RheinStars Köln mit 54:66 (29:38). Auch zwei Tage später stand eine Niederlage zu Buche. Und für den TSV Tröster Breitengüßbach folgte die sechste Niederlage in Folge.

Rückschlag für Baunach im Kampf um die Playoffs

Gegen die von Arne Woltmann – der ehemalige Assistenztrainer der Brose Baskets wurde von den 880 Zuschauern in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle mit Applaus begrüßt – betreuten Rheinländer standen den Gastgebern wieder die zuletzt mehrere Wochen verletzungsbedingt fehlenden Andi Obst und Moritz Sanders zur Verfügung. Aufbauspieler Aleksej Nikolic, der am Donnerstag für die Bamberger beim Euroleague-Sieg über Olympiakos Piräus auf dem Parkett stand, verfolgte die Partie nur als Zuschauer. Der Slowene zählt nun fest zum Kader der Brose Baskets und steht den Baunachern zumindest bis zum Ende der Hauptrunde wohl nicht mehr zur Verfügung.

Wie schon in der vergangenen Woche gegen Bayer Leverkusen starteten die Gastgeber fast schon lethargisch in die Partie. Offensiv lief abermals wenig zusammen. Nur vier Treffer bei 13 Versuchen waren im ersten Viertel die Ausbeute, von der Dreierlinie trafen die Young Pikes gar nur einmal bei sechs Würfen. Doch auch die Kölner konnten im Angriff beim Gegner keinen Schrecken verbreiten, sodass das Niveau der Partie mäßig war.

Zwar trafen die Baunacher im zweiten Abschnitt wenigstens von der Dreierlinie etwas besser, dafür sank die Quote aus dem Zweier-Bereich dramatisch. Tibor Taras, der bis zur Halbzeit zehn Punkte erzielt hatte, war der einzige Lichtblick im Baunacher Spiel. Da die Hausherren nun auch in der Defensive trotz zweier Auszeiten, in denen Villmeter seine Schützlinge wachrütteln wollte, deutlich nachließen, war es nicht verwunderlich, dass die Kölner mit einer 38:29-Führung in die Kabine gingen.

Das erwartete Baunacher Aufbäumen nach der Pause blieb zunächst aus, Köln baute seinen Vorsprung sogar auf 15 Punkte aus. Doch dann schien der Knoten bei den Gastgebern zu platzen. Mit einem 11:2-Lauf, zu dem Malik Müller fünf Punkte beisteuerte, schoben sie sich bis zum Ende des dritten Viertels wieder auf 46:52 heran.

Doch die Aufholjagd der Young Pikes stoppte David Downs mit fünf Punkten in Folge für die Kölner. Zudem standen sich die Hausherren bei ihrem verzweifelten Versuch, das Blatt noch einmal zu wenden, oft selbst im Weg und leisteten sich viele Ballverluste. Und da selbst offene Würfe nicht in den Korb wollten, machte sich beim Villmeter-Team, das am Ende auf eine Trefferquote von nur 29 Prozent kam, mehr und mehr Frust breit. Während die Kölner ihre kleine Play-off-Chance wahrten, müssen sich die Baunacher im Endspurt gewaltig steigern, wenn sie beim Saison-Höhepunkt dabei sein wollen.

Baunach Young Pikes: Thiemann (12 Punkte), Taras (10/2 Dreier), Schmidt (9/1), Kratzer (6), Müller (5), Kulboka (5/1), Obst (4/1), Dizdarevic (3/1), Dumars

RheinStars Köln: Downs (20/2), Jackson (13), Jones (7/1), Malu (7), Foster (6/2), Petric (6/2), Steffen (5/1), Kruel (2), Baeck, Van der Velde, Pilipovic / SR: Erlwein, Steckas, Aydogdun

Zuschauer: 880

 

Ersatzgeschwächte Baunacher schlagen sich beim Spitzenreiter tapfer

Eine tolle Leistung lieferten die Baunach Young Pikes bei der unglücklichen 74:70 Niederlage in Vechta ab und rehabilitierten sich damit für die schwache Vorstellung beim Heimspiel gegen Köln. Obwohl die Young Pikes neben Ali Nikolic auch noch auf Leon Kratzer (beide im Brose Kader) verzichten mussten, hielten sie vor ausverkaufter Halle über weite Strecken sehr gut mit und verlangten dem Spitzenreiter der ProA alles ab. Nach den Siegen von Hanau und Chemnitz und der überraschenden Heimniederlage von Nürnberg rutschen die Baunacher zwar auf den neunten Platz ab, sind aber weiterhin punktgleich mit dem Tabellensiebten und haben nach wie vor alle Chancen, die Playoffs zu erreichen.

Das Spiel begann recht zerfahren auf beiden Seiten, sodass nach fünf Minuten (5:3) nur wenige Punkte auf der Anzeigetafel zu lesen waren. Dann wurde das Spiel besser und die Baunacher versuchten immer wieder über Johannes Thiemann den Korb zu attakieren. Allein im ersten Viertel wurde der Baunacher Kapitän sechs Mal gefoult und hielt mit Freiwürfen sein Team im Spiel (16:14), zumal die Gastgeber schlecht von der Dreierlinie trafen.

Nach überhasteten Aktionen und einem daraus resultierenden unsportlichen Foul der Gäste konnte Rasta im 2. Abschnitt erstmals etwas davon ziehen (22:16), was Coach Fabian Villmeter zu einer Auszeit veranlasste. Doch auch die half nichts und Vechta erhöhte mit einem 13:0-Lauf den Vorsprung auf 29:16 (16.). Andi Obst, der nach seiner Verletzungspause wieder langsam in Form kommt, unterbrach den Lauf der Norddeutschen, doch da der Tabellenführer gegen die Baunacher Zone immer wieder beim Offensivrebound erfolgreich war (20:12), konnte er vor allem durch den bärenstarken Christian Standhartinger mit 40:27 in die Pause gehen.

Nach dem Wechsel änderte sich zunächst nicht viel am Spielverlauf und Standhartinger baute die Führung scheinbar vorentscheidend auf 53:25 (25.) aus. Da die Gastgeber jetzt aber schon vier Teamfouls erreicht hatten, gelang es den Baunachern von der Freiwurflinie aus zu verkürzen. Der souveräne Regieseur Daniel Schmidt und Johannes Thiemann, die beide fast durchspielten, waren es dann, die die Aufholjagd einleiteten, sodass nach dem dritten Abschnitt beim Stand von 54:47 wieder alles offen war.

Im Schlussviertel konnte zunächst Andi Obst mit einem Dreier auf 59:55 verkürzen und nach dem nächsten Korb von Arnoldas Kulboka war Rasta-Coach Wagner gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Doch jetzt hatten die Youngs Pikes Lunte gerochen und ließen sich nicht mehr abschütteln. Youngster Felix Edwardsson, der keinen Fehlschuss zu verzeichnen hatte, brachte sein Team per Dreier auf 64:63 heran (37.), nach ein paar unglücklichen Aktionen konnte Vechta, das die Rebounds (40:23) gegen die körperlich unterlegenen Oberfranken dominierte, beim Stand von 70:64 jedoch wieder etwas Luft schöpfen. Kulboka verkürzte mit vier Freiwurftreffern zwanzig Sekunden vor Schluss noch einmal auf 70:68, aber jetzt gab sich der routinierte Aufstiegsfavorit keine Blöße mehr und Jeremy Dunbar machte nervenstark an der Freiwurflinie alles klar. Teammanger Jörg Mausolf war nach der Begegnung dementsprechend stolz auf seine Mannschaft: „Es ist toll zu sehen, wie tapfer sich die junge Truppe gegen scheinbar übermächtige Gegner schlägt. Vor allem Felix Edwardsson verdient ein Lob, wie er so einen alten Hasen wie Derrick Allen verteidigt hat. Vielleicht gelingt uns ja am nächsten Samstag in Gotha der Auswärtssieg, der uns heute nicht gegönnt wurde.“

RASTA Vechta: Standhartinger 19, Allen 10, Dunbar 10, Griffin 9, Medlock 8, Gibson 8, Warech 2, Franke 2, Reid 2, Lawson 2, Mackeldanz 2

Baunach Young Pikes: Thiemann 19, Schmidt 12, Kulboka 10, Müller 10, Obst 9, Edwardsson 8, Dumars 2, Taraš, Dizdarevic.
Schiedsrichter: Oehlmann, Kaveh, Schneider

Zuschauer: 3140

 

Niederlagenserie geht weiter

Beim Oberfrankenderby verlieren die Breitengüßbacher Regionalliga-Basketballer bei der Bundesligareserve von medi Bayreuth mit 77:69.

Die sechste Niederlage in Folge musste der TSV Tröster Breitengüßbach am vergangenen Sonntag einstecken und geht damit mit einem sehr schlechten Gefühl in die Dreiwöchige Spielpause. Die Gäste starteten mit Gligorovic, Timo und Chris Dippold, Heberlein und Wagner in die Partie. Diese gestaltete sich von Beginn an sehr ausgeglichen und die Güßbacher fanden oftmals ihre Spieler am Brett, woraus leichte Punkte resultierten. Auch Bayreuth traf seine ersten Würfe sehr sicher, sodass es nach sechs Minuten 10:10 stand. Anschließend traf Dirk Dippold den ersten TSV-Dreier des Spiels, den der ehemalige Breitengüßbacher Peter Zeis umgehend konterte. Bis zum Ende des ersten Viertels konnte sich keine Mannschaft absetzen, was eine 20:19-Führung für die Hausherren bedeutete.

Im zweiten Spielabschnitt trafen die Bayreuther zwei schnelle Dreier, wodurch sie ein kleines Polster zwischen sich und den Gästen legten. Ein 8:0-Lauf des TSV, abgeschlossen durch Dirk Dippold wendete das Blatt wieder und nun waren es die gelbschwarzen, die mit einem Punkte in Führung lagen 28:29. In der Folgezeit wechselte die Führung fast mit jedem Angriff. Keiner Mannschaft gelang ein Stop, sodass für die Wagnerstädter Zeis, Seither, sowie Mann und für den TSV Roch, sowie Jörg und Dirk Dippold Punkte erzielen konnten. Beim Stand von 35:35 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dieser konnte sich die Tröster-Truppe bis auf 37:41 absetzen, ehe die Gastgeber das Zepter übernahmen. Vor Seither traf nun wie er wollte, da die TSV’ler ihn nicht mehr in den Griff bekamen. Insgesamt gelang dem BBC ein 12:0-Lauf innerhalb von nur 100 Sekunden, was eine 49:41-Führung mit sich brachte (26. Min). Dirk Dippold und Heberlein stemmten sich gegen die Niederlage und brachten ihre Mannschaft in der Folgezeit wieder heran. Allerdings fanden die Hausherren immer eine passende Antwort auf die Versuche der Güßbacher, was sich auf der Anzeigetafel, beim Stand von 52:45 nach 30 Minuten, wiederspiegelte.

Die Wagnerstädter machten zu Beginn des Schlussviertels den Sack endgültig zu, als Seither in der 34. Spielminute den Vorsprung in den zweistelligen Bereich schraubte (63:51). Zwar konnten die TSV’ler diesen Rückstand nochmals bis auf sieben Punkte verkürzen, näher kamen sie allerdings vorerst nicht heran. Erst in den letzten beiden Spielminuten traf Dinkel zwei Dreier innerhalb weniger Sekunden und konnte nochmals bis auf 68:66 verkürzen. Mann traf daraufhin einen wichtigen Dreier für den BBC woraufhin die Tröster-Truppe taktisch foulen musste. Diese Maßnahme zeigte keinen Erfolg und die Bayreuther gewannen schlussendlich mit 77:69.

Breitengüßbach: J. Dippold (16), Heberlein (15/1Dreier), D. Dippold (10/2), Gligorovic (10), Dinkel (6/2), C. Dippold (6), Lachmann (2), Roch (2), Wagner (2), T. Dippold, Klaus

Jochen Hirmke, Florian Dörr
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