Viel Humor steckt in „alten Schinken“

Er gilt als Kunst-Connoiseur unter den Comedians und dieses Wissen gibt er humorvoll, süffisant und unterhaltsam weiter: Jakob Schwerdtfeger (35) gilt als Erfinder der Kunst-Comedy. Am Mittwoch, 6. März. kommt er im Rahmen der Bamlit-Lesungen ins Bürgerhaus Lechner Bräu. Beginn ist um 20 Uhr. Im Vorfeld stand der sympathische Hannoveraner für einige Fragen zur Verfügung.

Was dürfen die Besucher im Bürgerhaus in Baunach erwarten, mehr Lesung oder mehr Comedy?

Eine Mischung aus beidem, denn genau das mache ich: Kunst und Comedy zusammenbringen. Ich werde aus meinem Buch „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist Kunst“ lesen. Darin erkläre ich Kunst auf unterhaltsame Art und Weise. Ich werde aber auch Standup-Comedy spielen und humorvolle Anekdoten erzählen. Außerdem gibt es noch ein paar Überraschungen. Es wird definitiv keine langweilige Lesung. Deshalb nenne ich das Ganze auch „Leseshow“, weil es mir darum geht Inhalte mit Entertainment zu verbinden.

Welche Kunstwerke wirst du denn auf der Bühne besonders „beleuchten“?

Ich möchte zeigen, dass Kunst mehr ist als nur alte Schinken in goldenen Rahmen und Skulpturen aus Marmor. Ich habe etliche ungewöhnliche Werke ausgewählt, zum Beispiel unsichtbare Kunst – die ist natürlich sehr platzsparend. Auch ein paar richtig witzige Werke habe ich ausgesucht und natürlich Kunst, die provoziert. Ich will das Image von Kunst entstauben und Leidenschaft dafür vermitteln. Aber wenn Ihr wissen wollt, welche Werke ich genau behandele, dann kommt einfach zur Show.

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An welches Kunstwerk aus Kindertagen kannst Du Dich noch erinnern?

Am meisten erinnere ich mich an eine Skulptur von meinem Uropa, der Künstler war. Das war eine Katze aus Stein und die stand bei uns im Flur. Auf dieser Skulptur habe ich immer mit meinen Matchbox-Autos gespielt, weil der Katzenschwanz so eine hervorragende Rampe war.

Hast Du Dir einen Museumsbesuch in Bamberg vorgenommen (in Baunach gibt es nur ein Heimatmuseum)?

Wenn ich auf Tour bin, besuche ich in jeder Stadt die Museen. Teilweise bin ich drei Mal pro Woche in Museen. Ich bin ein richtiges Kunst-Kamel, wenn ich im Museum bin brauche ich für Stunden kein Wasser oder sonst was. Aber ich muss gestehen, dass ich die Museen von Bamberg noch nicht kenne. Ich werde versuchen das nachzuholen.

Hast Du Bamberg schon einmal besucht? Wenn ja, was ist in Erinnerung geblieben?

Ich erinnere mich an diese super-schöne Brücke. Ich glaube, das war die Obere Brücke. Da saßen ganz viele Leute im Sommer und ich fand das eine tolle Atmosphäre. Nicht so positiv erinnere ich mich an mein Hotel damals in Bamberg. Das Zimmer war direkt unter dem Dach und es war unfassbar heiß. Aber wenn ich jetzt am 6. März nach Baunach komme, ist es ja angenehm kühl.

Die Fragen stellte Ralf Kestel. Titelfoto: Marvin Ruppert

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