Seelsorgebereich „Main-Itz“ – das unbekannte Wesen?

Veröffentlicht am 1. November 2019 von Redaktion

Die Pfarreien Oberhaid, Hallstadt, Kemmern, Breitengüßbach, Rattelsdorf, Ebing, Zapfendorf und Kirchschletten mit ihren Kuratien und Filialen bilden seit 1. September den Seelsorgebereich „Main-Itz“. Haben Sie schon etwas davon bemerkt? Wie wirkt sich das aus? Was ist überhaupt ein Seelsorgebereich?

Konkret bedeutet Seelsorgebereich: Die Pfarreien bleiben bestehen, aber sie müssen mehr als bisher zusammenarbeiten, um so Kräfte zu bündeln und zu sparen. Alle pastoralen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Priester und Laientheolog(inn)en bilden ein Team. Sie treffen sich regelmäßig zu Dienstgesprächen. Ein Seelsorgebereichsrat, bestehend aus Mitgliedern der einzelnen Pfarrgemeinderäte und Kirchenstiftungen, aber auch aus Verbänden, ist das beratende Gremium für seelsorgliche Fragen, die alle gemeinsam betreffen. Der „Leitende Pfarrer“ koordiniert das und ist Vorgesetzter der Pastoralreferent(inn)en.

Auch im Bereich Finanzen ist Zusammenarbeit nötig. Das Budget, das die Erzdiözese dem Seelsorgebereich nach Katholikenzahl und Fläche zuteilt, wird im Verwaltungsrat den einzelnen Kirchenstiftungen zugewiesen oder auch für gemeinsame Aufgaben reserviert. Neu ist: Das Bistum finanziert für den gesamten Seelsorgebereich auf Antrag eine(n) Verwaltungsleiter(in). Er oder sie übernimmt weitgehend die Aufgaben und Kompetenzen der Geistlichen in der Verwaltung. Seelsorger sollen hier entlastet werden, um sich ihren eigentlichen Aufgaben widmen zu können. Wir haben für unseren Seelsorgebereich bereits eine solche Kraft beantragt.

Unbeschadet davon können aber alle Priester und PastoralreferentInnen („Pastis“ ) ihren Schwerpunkt in einzelnen Pfarreien behalten und dort die Hauptansprechpartner bleiben. So haben wir es im Pastoralteam beschlossen. Wir wollen Ihnen nahe bleiben und brauchen auch selbst eine Heimat in einer Gemeinde. Auch die Pfarrbüros sollen erhalten bleiben. Ihre Zusammenarbeit soll vor allem höhere Effektivität und eine bessere Erreichbarkeit garantieren.

Der Verwaltungssitz des Seelsorgebereiches wird Breitengüßbach sein. Dort werden der Leitende Pfarrer und die Verwaltungsleitung sein und auch gemeinsame Aufgaben der Büros erledigt.

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Karin Eminger

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Antworten auf einige häufig gestellte Fragen

Wer ist der leitende Pfarrer und wer gehört zum Pastoralteam?

Priester:
Markus Schürrer, Leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs Main-Itz,
Pfarrer von Breitengüßbach mit Kuratie Hohengüßbach/Sassendorf, sowie den Filialen Unteroberndorf und Zückshut, Pfarrer von Kemmern und Pfarradministrator von Ebing
Reinhold Braun, Pfarrer in Rattelsdorf, Kuratus in Medlitz/Birkach
Kurian Chackupurackal
, Pfarradministrator von Zapfendorf mit Lauf und Unterleiterbach, Pfarradministrator von Kirchschletten mit Oberleiterbach
Patrice Mor-Faye, Pfarrvikar von Oberhaid mit Staffelbach und Unterhaid.
Pradeep Tirkey, Kaplan im Seelsorgebereich
Christoph Uttenreuther, Pfarrer von Hallstadt mit Dörfleins, Pfarradministrator von Oberhaid mit Filiale Staffelbach und Kuratie Unterhaid

Pastoralreferent(inn)en:
Philipp A. Fischer,  Dienstsitz in Hallstadt und Oberhaid
Christine Goltz, Dienstsitz in Ebing
Manfred Herl, Dienstsitz in Breitengüßbach / Kemmern
Marek Bonk, Pastoralassistent in Ausbildung, Dienstsitz in Breitengüßbach/Kemmern

Derzeit sind wir also  insgesamt fünf Geistliche und drei pastorale Mitarbeiter/innen. Pastoralassistent Marek Bonk und Kaplan Pradeep Tirkey MSFS sind zur Ausbildung bei uns und werden nicht in den Stellenplan gerechnet.
Für die Zukunft ab 2022 sieht der Stellenplan bei uns vier Geistliche und drei pastorale Mitarbeiter/innen vor.

Wohin soll ich mich wenden, wenn es um Taufe, Trauung, Beerdigung oder Krankensalbung geht?

Wenden Sie sich wie bisher an das Pfarrbüro vor Ort. Da vor allem bei Beerdigungen kurzfristig immer auch Engpässe auftreten können, werden wir uns im Pastoralteam manchmal gegenseitig vertreten.

Wann und wo ist Erstkommunion?

Die gewohnte Erstkommunion-Praxis wird vorerst  fortgeführt, ebenso bleibt die Vorbereitung vorerst vor Ort  erhalten.

Wie wird die Firmung organisiert?

Wenn bereits in einer Gemeinde eine Firmung geplant ist, soll sie 2020 auch gefeiert werden.
Künftig wird man allerdings im Seelsorgebereich bestrebt sein, die Firmlinge in einem gemeinsamen Konzept auf das Sakrament vorzubereiten.  Das zieht in der Konsequenz ein gemeinsames Firmalter nach sich. Angestrebt ist im gesamten Seelsorgeverbund eine Firmung im Alter der 8. Klasse. Die Feier findet aber nicht zentral in einer Kirche statt, sondern wie bisher in größeren Pfarrkirchen innerhalb des Verbundes.

Wird die Zahl der Gottesdienste jetzt reduziert und verändert sich mein Gottesdienstort?

Die Gottesdienste bleiben soweit wie möglich erhalten, freilich liegt der Schwerpunkt wie bisher auf den Pfarrkirchen. Aber auch in den Filialen soll weiter Kirche vor Ort möglich sein. Wir werden die Gottesdienstordnung im gesamten Seelsorgebereich miteinander besprechen,  gerade  auch für die hohen Feiertage. Die genaue Gottesdienstordnung entnehmen Sie bitte wie bisher dem Vermeldblatt oder dem Amtsblatt der Gemeinde.

Läuft in Zukunft nicht doch alles auf eine einzige Großpfarrei hinaus?

Das wollen wir nicht. Wie die Kirche der Zukunft aussieht, hängt davon ab, wie sich die Zahl der geistlichen Berufungen, aber auch der aktiven Christen und Christen in den Gemeinden entwickelt.

Gibt es schon gemeinsame Projekte?

Ja. Der Seelsorgebereichsrat hat schon Themen gesammelt. Neben der Firmvorbereitung wollen wir auch die Kinder- und Jugendpastoral  aufeinander abstimmen und miteinander vernetzen. Angebote für Jugendliche und Familien sollen im gesamten Seelsorgebereich beworben werden. Zudem wollen wir uns z.B. in der Öffentlichkeitsarbeit, vor allem über Internet, gemeinsam präsentieren und in einigen Veranstaltungen soll der gesamte Seelsorgebereich sichtbar und erfahrbar werden.

Gibt es einen gemeinsamen Start?

Ja, wir laden ganz herzlich ein zum Abendlob mit anschließender Agape am 29.11., 18.30 Uhr in der Kirche St. Bartholomäus, Oberhaid.

Markus Schürrer

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