Viele Fragen und zu stellende Weichen

Einem Damoklesschwert gleich schwebt der Terminus „Seelsorgebereich Main-Itz“ über vielen Köpfen der Kirchengemeinden und Aktiven vor Ort: Fragen, Unsicherheiten, Zukunftsängste. Ebenso geht es den Seelsorgern. Um den Prozess des Wandels gut mitgestalten und anfängliche Hürden überspringen zu können, trafen sie sich am Dienstag, 25. Juni, mit Pastoralreferent Bernhard Saffer von der Diözesanstelle für Gemeindeentwicklung im Pfarrhaus Hallstadt.

Wichtigste Anliegen aller Hauptamtlichen der drei – bald ehemaligen – Seelsorgebereiche Hallstadt-Oberhaid, Breitengüßbach-Kemmern und Rattelsdorf-Zapfendorf mit ihren über 21.000 Katholiken waren:

  • Katechesen zu Erstkommunion und Firmung: Wie geht es weiter in den bisherigen Pfarreienverbünden, wenn 2019/2020 als Überbrückungsjahr mit zum Teil minimalen terminlichen Veränderungen vorbei ist?
  • Ausbildung und Begleitung von Wort-Gottes-Feier-Beauftragten, um vor allem jeden Sonntag Feiern in jedem Gemeinde- und Kirchort zu ermöglichen.
  • Vernetzung und gegenseitiges Einladen, vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit
  • Erreichbarkeit in Notfällen: Gerade durch den zentralen Verwaltungssitz soll stets ein Seelsorger erreicht werden können, selbst wenn das Pfarrbüro vor Ort gerade nicht besetzt ist.
  • Budgetzuteilung, Gebäudekonzepte, zum Beispiel für die vielen Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft, sowie Sekretärinnen-/Sekretäre-Stunden in den Pfarrbüros, da die über die Kirchenverwaltungen angestellt sind.


Symbolisch steht die Baustelle vor der Pfarrkirche St. Kilian in Hallstadt für den Bistumsprozess im neuen „Katholischen Seelsorgebereich Main-Itz“: Vieles ist im Umbruch, viele Hände packen gemeinsam an, dass es gut weitergeht und weiterhin Kirche und Glaube vor Ort gelebt werden können. Foto: Philipp Fischer


Unter den Arbeitstitel Seelsorgebereich „Main-Itz“ fallen die Pfarreien Oberhaid mit Unterhaid und Staffelbach; Hallstadt mit Dörfleins; Kemmern; Breitengüßbach mit Hohengüßbach, Unteroberndorf, Sassendorf und Zückshut; Ebing; Zapfendorf mit Lauf und Unterleiterbach; Kirchschletten mit Oberleiterbach; sowie Rattelsorf mit Medlitz und Birkach. Grafik: Stabsstelle Diözesane Entwicklung

Produktiv und zielstrebig diskutierten die neun Hauptamtlichen. Indes blieben viele Fragen offen. „Der Seelsorgebereich soll von unten wachsen. Ab dem 1. September kann nicht alles anders sein. Es soll miteinander geschaut werden, was man sinnvollerweise zusammen machen kann. Tun, was möglich ist, Gelassenheit im Wachstum“, sagt Schürrer, Koordinator des Prozesses und Pfarradministrator von Breitengüßbach und Kemmern. Weiterhin werde mit den gewählten Gremien der Prozess gemeinsam beschritten und für die Zukunft geplant. Schürrer weiter: „Gleich nach Schul- und Dienstjahresbeginn Ende September findet ein Dienstgespräch statt, bei dem anliegende Themen gesammelt und nach Priorität gewichtet und erste, akute Entscheidungen getroffen werden.“

Kirche sei präsent vor Ort und solle da auch bleiben, um in „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ der Menschen da zu sein, betonte Dekan Pfarrer Christoph Uttenreuther.

Pastoralreferent Philipp A. Fischer im Namen aller Hauptamtlichen

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