Ein Breitband-Masterplan für Kemmern

„Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortfaktor und für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region, für Unternehmen wie Privatleute gleichermaßen von grundlegender Bedeutung“ so die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner. Nun darf sich auch die Gemeinde Kemmern über Fördergelder für den Breitbandausbau freuen. 

Zeulner hat sich in den vergangenen Monaten immer wieder für den Breitbandausbau in den Kommunen ihres Wahlkreises Lichtenfels, Kulmbach, Bamberg-Land eingesetzt und im Rahmen von zwei Breitbandforen gemeinsam mit Vertretern des BMVI sowie des Bundesbreitbandbüros Bürgermeister und Landräte über das Förderprogramm des Bundes informiert. Inzwischen hat eine Vielzahl von Kommunen die Chancen genutzt, um mithilfe der Förderungen den Ausbau des Breitbandnetzes voranzubringen.

Die Gemeinden Kemmern, Heiligenstadt und Gundelsheim dürfen sich nun über einen Zuschuss von je 50.000 Euro für Beraterleistungen freuen, die Gemeinde Oberhaid über 45.000 Euro. „Der Breitbandausbau ist für Kemmern auch ein zentraler ökonomischer Standortfaktor. Die Gemeinde Kemmern ist Vorreiter auf ihrem Ausbaustand“, stellt Erster Bürgermeister Rüdiger Gerst heraus. In Kemmern ist bereits seit Frühjahr 2016 für die gesamte Wohnbebauung im Gemeindegebiet eine Datenübertragung von bis zu 100 Mbit/s (VDSL) auf Glasfaserbasis gegeben. „Dennoch muss man den Blick in die Zukunft richten. Daher werden wir mit der Bundesförderung die Erstellung eines Masterplanes beauftragen. Mit diesem sollen vorbereitende strategische Planungen für einen künftigen weiteren sinnvollen Ausbau des bestehenden Glasfasernetzes in Kemmern bis hin zu Glasfaserhausanschlüssen erfolgen“, so der Gemeindechef weiter.

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Freuen sich über Förderbescheide aus dem Bundesprogramm für den Breitbandausbau: (v.li.) Erster Bürgermeister Jonas Merzbacher (Gundelsheim), Erster Bürgermeister Rüdiger Gerst (Kemmern), Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner und Erster Bürgermeister Carsten Joneitis (Oberhaid) sowie (nicht im Bild) Erster Bürgermeister Helmut Krämer (Heiligenstadt).

„Schnelle Internetverbindungen sind die Chance, der Landflucht und dem Gefälle zwischen Stadt und Land entgegenzuwirken“, betont Zeulner. „Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum, Innovation und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Für die Menschen und Firmen, die in unterversorgten Gebieten leben, bedeutet die fehlende Anbindung an die Breitbandinfrastruktur einen gravierenden Nachteil im Standortwettbewerb. Freiberufler sowie Unternehmen aus Handel, Handwerk, Dienstleistung, Tourismus und Gewerbe sind auf schnelle Datenverbindungen angewiesen und siedeln sich nur dort an, wo diese auch vorhanden sind. Doch gibt es gerade in den ländlich strukturierten Gebieten meines Wahlkreises immer noch einige „weiße Flecken“ oder Regionen, wo das Internet noch zu langsam ist. Deswegen ist es mir ein Herzensanliegen, dass es gelingt, diese mit den aktuellen Förderprogrammen von Bund und Land zu schließen.“

„Diese Ko-Finanzierung ist ein Segen für strukturschwache und ländliche strukturierte Kommunen“, unterstreicht die Bundestagsabgeordnete den Beschluss von Bund und Freistaat Bayern zur Verzahnung ihrer Förderprogramme. Die Fördersätze des Bundesprogramms werden auf das individuelle bayerische Niveau für die jeweilige Kommune angehoben. Dies eröffne die Möglichkeit, dass auch abgelegene Ortsteile mit schnellem Internet versorgt werden können. „Da für den Aufruf für die Beraterleistungen aus dem Bundesprogramm am 31. Dezember 2016 endet, sollten sich unbedingt alle Kommunen bewerben, die es bisher noch nicht getan haben. Mithilfe des dadurch geförderten Masterplans können die Kommunen die Weichen für den künftigen Breitbandausbau stellen“, sagt Zeulner.

PM Zeulner
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