Marien-Feldkapelle als Kleinod

Veröffentlicht am 23. Mai 2019 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Noch vor Jahren war die Feldkapelle in Höfen (Markt Rattelsdorf) in einem Zustand, dass ich keinen Pfennig für ihren Erhalt gegeben hätte, sagt Pfarrer Reinhold Braun bei der feierlichen Segnung der restaurierten Marien-Feldkapelle und des Kreuzes. Aus der restaurierten Marien-Kapelle mit der Lourdes-Grotte und dem restaurierten Kreuz ist zusammen mit der Info-Tafel ein Schmuckstück geworden.  

Der Pfarrer sprach von einem zerrissenen Europa, dass gerade in der heutigen Zeit den Schutz und die Fürsprache Mariens brauche, während Bürgermeister Bruno Kellner das Ensemble als Kleinod bezeichnete. Er hob das enorme finanzielle Engagement hervor, dass die Familie Frey für die Restaurierung aufgebracht habe. Bei Kosten von 47.000 Euro zahlten sie den Löwenanteil. Spenden kamen unter anderem von der Jagdgenossenschaft und vom Markt Rattelsdorf. Der Dank des Bürgermeisters galt dem Bauhof, der die Gestaltung des Umfelds übernahm. Er lobte die Firma ProDenkmal für die fachkundige Restaurierung.  


Feierliche Segnung der Kapelle durch Pfarrer Reinhold Braun

Für die Organisation der anschließenden Feier im Dorfgemeinschaftshaus bedankte er sich bei den Höfener Frauen, die von ihren Männern unterstützt wurden. Wolfgang Frey, Geschäftsführer der Firma ProDenkmal, gab umfassende Informationen zu den Restaurierungsmaßnahmen und zur Geschichte der Feldkapelle. Die Kapelle sei nicht Notre Dame, aber ebenfalls der Gottesmutter gewidmet. Für seine Mutter, die 30 Meter entfernt von der Kapelle aufgewachsen sei, sei die Restaurierung ein Herzensanliegen gewesen. Sein Vater habe die Grotte für die Marienstatue gestaltet. Laut Alfred Schelter vom Landesamt für Denkmalpflege sei die Kapelle im 17. Jahrhundert errichtet worden. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und nach der Gegenreformation sind in der Region sehr viele Kapellen gebaut worden. Bei der Höfener Kapelle sei unter alten Putzschichten die alte Gestaltung wieder zu Tage getreten. Ausgebessert wurde die deutliche Neigung nach hinten. Jetzt präsentiere sie sich wieder in historischer Farbgebung, so Frey.

Der Gesangverein „Liederkranz“ mit Chorleiter Raimund Schmitt umrahmte die Segnung mit Marienliedern, während Trompeter Johannes Trunk zum Schluss die Europa-Hymne spielte.

Renate Neubecker

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