Erste Mobilstation eröffnet

Die Mobilität seiner Einwohnerinnen und Einwohner, Berufspendler sowie Gäste attraktiver und klimafreundlicher zu machen – das ist eines der wichtigen Ziele des Landkreises Bamberg. Als strategischer Masterplan dient ihm dafür das 2018 beschlossene Intermodale Mobilitätskonzept, das als Leitfaden zur Umsetzung umweltfreundlicher Mobilitätsangebote dient.

Die tragenden Säulen sind zum einen ein runderneuertes Busangebot, welches zum August 2024 mit modernen und barrierefreien Bussen in Betrieb genommen werden wird, die nachhaltige Förderung des Alltagsradverkehrs sowie die Förderung problemloser und nahtloser Umstiege zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln.

Mit der Dachmarke „Mobil im Bamberger Land“ hat der Landkreis die Grundlage für einheitliche Standards und eine wiedererkennbare Erscheinung erarbeitet. Für die baulichen Elemente wie sie bei den Mobilstationen zur Anwendung kommen, wurden Gestaltungsleitfaden und Leistungsbeschreibungen entwickelt.

Die jetzt auf dieser Basis realisierten und von Landrat Johann Kalb und den beteiligten Bürgermeistern eröffneten Mobilstationen in Baunach, Gundelsheim und Zapfendorf fördern mit ihren vielfältigen Angeboten die Intermodalität, d. h. der Verknüpfung und Kombination verschiedener Verkehrsmittel innerhalb einer Wegekette (z. B. Bus, Bahn, Auto, Rad, Fuß …) und der Verbesserung des Einzugsbereichs sowie der Erhöhung der Flächenwirksamkeit von Bus und Bahn.

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Hans-Jürgen Scheerbaum

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Karin Eminger

Sie bündeln alle vorhandenen Mobilitätsformen am Ort wie Bus- und Bahn, Rad- und Auto-Verkehr, beziehen evtl. bestehende Angebote wie eCarsharing  oder öffentliche Toiletten ein und ergänzen den Bestand mit weiteren Angeboten rund um die Mobilität und das kommunale Zusammenleben. So finden sich an den neu eröffneten Mobilstationen zum Beispiel wettergeschützte Fahrradparkplätze, geschlossene Radsammelgaragen, Radservice-Stationen mit Werkzeug und Luftpumpe, Schließfachschränke mit Lademöglichkeit für eBike-Akkus, Kurzzeitparkplätze,  Module der Elektromobilität wie Ladestation für eAutos und weitere Serviceangebote und Dienstleistungen wie zum Beispiel W-LAN-HotSpots. Wegweisungen und Info-Stelen informieren über die Angebote und erleichtern die Orientierung. Diese sind teils mit digitalen Displays ausgestattet, um den Reisenden die nächsten Fahrtmöglichkeiten anzuzeigen und ergänzende Informationen über die Services zu geben.

Die Kosten für alle vier Pilotprojekte zu denen auch Ebing zählt, belaufen sich auf ca. 600.000€. Gefördert werden die Projekte von der Regierung von Oberfranken nach der Richtlinie RZÖPNV in Höhe von ca. 200.000 Euro und auch der Landkreis Bamberg unterstützt die Gemeinden mit ca. 200.000 Euro.

Landrat Johann Kalb freut sich gemeinsam mit den Bürgermeistern, denn „diese drei Standorte werden nicht lange allein bleiben, in Kürze soll auch die Mobilstation am Bahnhof Ebing soweit sein. Auch mit vielen weiteren Gemeinden sind wir bereits in der Abstimmung und Konzeption, denn es wird ja ein ganzes Mobilstations-Netz im Landkreis entstehen, auf das sich unsere Bürgerinnen und Bürger, Berufspendler und Gäste verlassen können. Wir gehen derzeit von bis zu 20 weiteren Standorten unterschiedlicher Ausprägung aus. Dafür haben wir als Landkreis Bamberg für die kommenden vier Jahre bereits ein Budget von 800.000 Euro eingestellt, um auch künftig die Kommunen bei der Finanzierung der Mobilstationen zu unterstützen.“

Weitere Informationen und Fortschrittsberichte unter www.bambergerland.de/mobil

Landratsamt Bamberg

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