Keine Gegenstände bereitstellen

Veröffentlicht am 18. April 2018 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Wer kennt das nicht: Der Frühling ist da und lockt zum Ausmisten von Gegenständen, die man nicht mehr gebrauchen kann. Wahrscheinlich ist dies der Grund, warum derzeit wieder gehäuft Wurfzettel einer so genannten „ungarischen Familie“ in den Briefkästen im Landkreis Bamberg zu finden sind. Darauf sind Schlagwörter wie „Wir nehmen alles was sie nicht brauchen“, oder „Wir transportieren Ihr Auto kostenlos, das außer Verkehr gesetzt wurde!!!“ aufgedruckt.

Hiermit wird kurzfristig angekündigt, dass nicht mehr benötigte Gegenstände, wie Elektrogeräte, Kleidung, Schuhe, Hausrat, Autoreifen, Fahrräder, Mopeds, Autos usw., im Rahmen einer Straßensammlung abgeholt werden. Das Landratsamt Bamberg weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Sammlungen illegal sind und rät den Bürgern dringend, sich nicht daran zu beteiligen, denn die erforderliche Anzeige beim Landratsamt Bamberg liegt nicht vor.

Auf den Wurfzetteln ist zwar der genaue Tag mit Zeitraum der Sammlung für die jeweilige Gemeinde genannt, jedoch fehlen jegliche Hinweise auf den oder die „Verantwortlichen“ der Sammlung. So werden weder ein Träger noch eine Adresse und oftmals auch keine Telefonnummer angegeben. Darüber hinaus wurde bereits davon berichtet, dass die Sammler für sie nicht brauchbare bzw. gewinnbringende Gegenstände einfach am Straßenrand stehen lassen, oder sogar auf öffentlichen Parkplätzen bzw. in der freien Natur „entsorgen“. Dies kann vor allem bei gefährlichen Abfällen (z. B. Elektrogeräte und Altfahrzeuge) zu starken Umwelt- und Sicherheitsproblemen führen und erhebliche Kosten für die Allgemeinheit verursachen.


Flyer der „ungarischen Familie“

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Nachrichten am Ort

Bei einem Aufgreifen illegaler Sammler durch die Polizei wird das Vergehen als Ordnungswidrigkeit durch das Landratsamt Bamberg geahndet. Streng genommen stellt jedoch nicht nur die Sammlung selbst, sondern sogar die Bereitstellung von Gegenständen durch gutgläubige Bürger eine Ordnungswidrigkeit dar. Daher nochmals der dringende Appell, sich nicht an den Sammlungen zu beteiligen.

Sollten die jeweiligen Sammler der „ungarischen Familie“ beim Einsammeln beobachtet werden, bittet das Landratsamt die Polizeiinspektion Bamberg Land unter Tel. 0951/9129-310 zu informieren. Weiter weist das Landratsamt darauf hin, dass es sich bei der „ungarischen Familie“ keineswegs – wie mit dieser Bezeichnung suggeriert – um einen Familienbetrieb handelt, dem mit einer „Spende“ aus wirtschaftlicher Not geholfen würde. Vielmehr verbirgt sich dahinter eine zumin­dest im süddeutschen Raum flächendeckend agierende Organisation, die ausschließlich das Ziel verfolgt, an gewinnbringende Gegenstände zu kommen.

Wer nicht mehr benötigte Gegenstände loswerden möchte, sollte die Sammelsysteme der Abfallwirtschaft des Landkreises Bamberg nutzen, z. B. die Wertstoffhöfe oder die regelmäßig stattfindenden Sperrmüllsammlungen.

Bei Fragen zu gewerblichen Sammlungen stehen die Mitarbeiter des staatlichen Abfallrechts unter den Telefonnummern 0951/85-702 oder – 704 zur Verfügung. Fragen zur richtigen Entsorgung von Abfällen beantwortet die Abfallberatung des Landkreises, Tel.: 0951/85-706 oder -708. 

Landratsamt Bamberg

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