Schicksale aus dem Schwarzen Adler

Seit Herbst 2014 wird in Reckendorf der ehemalige Gasthof „Schwarzer Adler“ als Flüchtlingsheim genutzt. Seit diesem Zeitpunkt kümmert sich auf Anregung von Erstem Bürgermeister Manfred Deinlein Flüchtlingshelfer Franz Kuhn um die täglichen Belange der Neubürger. Nach fast fünfjähriger intensiver Beschäftigung mit den Problemen der Asylsuchenden kommt Kuhn zu dem Ergebnis: „Etwa 40 Prozent der BAMF-Bescheide sind falsch“. Um seine Feststellung zu untermauern, berichtete der Flüchtlingshelfer in einer Gemeinderatssitzung von unglaublichen Einzelschicksalen.

Jugendliche Flüchtlinge: Von Aleppo über München bis nach Zapfendorf

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, als sich im alten Pfarrsaal in Zapfendorf die jugendlichen unbegleiteten Flüchtlinge vorstellten, die gerade erst in die ehemalige Gastwirtschaft Hofmann eingezogen waren. Nun stand das zweite große Begegnungsfest auf dem Programm, diesmal im Saal der evangelischen Kirche. Und das Interesse der Zapfendorfer war recht groß.

Großes ehrenamtliches Engagement

Zu einem Informationsgespräch Asyl kamen in Hallstadt rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger. Nach einigen einleitenden Worten von Bürgermeister Thomas Söder, Uta von Plettenberg (Geschäftsbereichsleiterin Soziales, Familie, Jugend, Gesundheit beim Landratsamt Bamberg) und Eva-Maria Eibicht (AWO) war ausreichend Zeit für viele Fragen. Die Verantwortlichen waren sich einig: „Die Arbeit in Hallstadt läuft sehr gut!“

Zuweisungen ab Mitte April möglich

Nur noch sechs Gemeinden fehlen, dann haben alle 36 Kommunen im Landkreis Bamberg Flüchtlinge aufgenommen. Dementsprechend häufig findet sich das Thema Asyl auf diversen Tagesordnungen oder im Programm verschiedener Informationsveranstaltungen wieder. In nicht allzu ferner Zukunft kommt mit Baunach eine weitere Kommune dazu, weswegen am Dienstag, 22. März 2016, schon einmal vorab im Bürgerhaus informiert wurde.

Erster Schritt in Richtung Integration

Mit einer Jobbörse für Asylbewerber startete der Versuch, Arbeitgeber aus dem Gemeindebereich Rattelsdorf mit den im November angekommenen Asylbewerbern aus Medlitz zusammen zu bringen. Umfassende Informationen zu dem Angebot für Praktikumsplätze kamen von Vertretern der Arbeitsagentur und des Bildungsträgers. Gut vorbereitet auf diesen Termin hatten sich die Flüchtlinge. Von ihnen gab es Bewerbungsunterlagen mit ihren Wunschvorstellungen, welche sie unterstützt vom Helferkreis erstellt hatten.

Die Hölzernen Männer bleiben drinnen

Sie sind das Wahrzeichen der Stadt Baunach – und schon seit Jahren eingelagert. Sie zieren das Schild am Eingang zur Stadt, das zur 1200-Jahr-Feier aufgestellt wurde (im Bild) – aber kein Besucher bekommt sie zu Gesicht. Die Rede ist von den Hölzernen Männern, die zur Sicherung vor weiteren Schäden in der Zehntscheune eingelagert wurden. Dort sollen sie auch bleiben, aber nicht im Verborgenen.