Denkmalpflegerischer Mehraufwand und ein strikter Sparkurs

Veröffentlicht am 13. Mai 2016 von Johannes Michel

Um Zuschüsse für denkmalpflegerische Maßnahmen ging gleich in mehreren Tagesordnungspunkten der Sitzung des Zapfendorfer Marktgemeinderats vom 12. Mai 2016. Offiziell bekannt ist nun auch der Termin für den Agenda-Tag 2016, außerdem informierte Bürgermeister Volker Dittrich über einen Schnellschuss der Bahn.

Wer in einem denkmalgeschützen Haus wohnt und sanieren möchte, hat meist einen Mehraufwand, der eben von diesem Denkmalschutz herrührt. Das gilt nicht nur für Wohnbauten, sondern auch für öffentliche Gebäude und Kirchen. Viele Kommunen gewähren den Eigentümern daher einen Zuschuss, so auch der Markt Zapfendorf. Gleich zwei solcher Anträge wurden in der Gemeinderatssitzung vom 12. Mai 2016 beraten – und bewilligt. Einen zehnprozentigen Zuschuss zu aufgrund des Denkmalschutzes entstehenden Mehrkosten erhält ein Privateigentümer aus Oberoberndorf (maximal 3.500 Euro), einen ebensolchen die Katholische Kirchenstiftung Kirchschletten für die Reparatur der denkmalgeschützten Orgel in der Pfarrkirche (maximal 2.600 Euro).

Einstimmig abgesegnet wurde auch eine Verordnung über die Freigabe des Sonntages, 11. September 2016, zum Verkauf anlässlich eines Jahrmarktes – das ist der achte Zapfendorfer Agenda-21-Tag, an dem sich Unternehmen aus der Gemeinde präsentieren können. Auch die Vereine werden wieder zahlreiche Aktionen anbieten. Zugestimmt wurde außerdem, für die Erdgasbeschaffung in den Jahren 2018 bis 2021 wieder an einer vom Bayerischen Gemeindetag initiierten Bündelausschreibung teilzunehmen. Dadurch entstehen zwar erst einmal Kosten von 1.300 Euro, die aktuelle Bezugsperiode zeigte aber, dass sich die Bündelausschreibung finanziell lohnt.

Agendatag Zapfendorf 2014 (19)
Auch 2016 wieder: Der im Zweijahresrhythmus stattfindende Agenda-21-Tag.

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Main- und Werkstraße fußläufig nicht mehr zu erreichen

Positiv beschieden wurde ein Antrag der Firma Porzner, temporär das Grundwasser im Kiesabbaugebiet Zapfendorf-Nord, Bereich II, absenken zu dürfen. Dies ist zum Kiesabbau nötig und wurde bereits im Bereich I so gehandhabt. Kurz diskutiert wurde über einen Antrag von Gemeinderat Stefan Kabitz (Freie Wähler) auf Sanierung der Fußgängerverbindungswege im Baugebiet Sommerleite/Sonnenhang in Lauf. Die Wege, so Gemeinderat Stefan Fischer (SPD), seien teilweise in miserablem Zustand. Bürgermeister Volker Dittrich kündigte an, das Thema an den Bauausschuss zu verweisen. Außerdem wird sich der Bautechniker der Gemeinde die Wege anschauen.

Kritik an der Bahn beziehungsweise der Baufirma äußerte Bürgermeister Dittrich. Ohne Vorabinformation sei am Dienstag, 10. Mai, die Mainstraße gesperrt worden, sie sei somit, ebenso wie die Werkstraße, fußläufig nicht mehr erreichbar. Um dennoch eine Anbindung an den Ort aufrecht zu erhalten, könnte möglicherweise eine Bushaltestelle für den Schienenersatzverkehr an der Mainbrücke eingerichtet werden. Die Entscheidung dazu stehe aber noch aus.

Dittrich informierte zudem über den aktuellen Stand in Sachen Haushalt 2016. Die Planung wurde bereits im Finanzausschuss vorgestellt, nach einem Termin mit dem Sachbearbeiter im Landratsamt wurde der Gemeinde aufgrund der aktuellen Finanzsituation aber ein strikter Sparkurs nahegelegt. Somit müsse die Haushaltsplanung überarbeitet und dem Finanzausschuss erneut vorgelegt werden.

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