Von Mecklenburg (wieder) nach Franken

MIT GROSSER BILDERGALERIE!

Installation. Das klingt nach Software oder Elektrotechnik, meint aber auch die Einweisung in ein geistliches Amt. Und eine solche wurde am vergangenen Sonntag in Zapfendorf gefeiert. Nach einjähriger Vakanz hat Zapfendorf damit wieder einen evangelischen Pfarrer. Und Kornelius Holmer (links im Bild, mit Zapfendorfs Zweitem Bürgermeister Baptist Schütz), der mit seiner Familie aus Mecklenburg herzog, ist Franken nicht unbekannt. Denn Theologie hat er in Erlangen studiert.

„Sie konnten im vergangenen Jahr der Vakanz den Luxus genießen, jeden Sonntag jemanden anderen predigen zu hören. Damit ist es nun vorbei. Nun haben Sie mich!“ In einem können sich die evangelischen Christen aus Zapfendorf und den Ortschaften rundherum sicher sein: Mit Kornelius Holmer bekommen sie einen neuen Pfarrer, der eine ordentliche Portion Humor mitbringt. Das wurde im Installationsgottesdienst an Erntedank (6. Oktober) in der Auferstehungskirche deutlich. Holmer berichtete in seiner Predigt auch von seinen ersten Eindrücken: „Wir haben es gut getroffen und können hier in Zapfendorf auf vieles aufbauen.“ Wichtig war ihm, dass nicht eine gute Ausstattung wie Beamer, E-Gitarren, Band und so weiter die Voraussetzung für ein gelungenes Gemeindeleben sind, sondern der Einsatz dieser „Mittel“. Er lobte die vielen Helfer, ohne die der Gottesdienst und die anschließende Feier nicht möglich gewesen wären.

Installation Pfarrer Holmer Zapfendorf 2013
Dekan Johannes Grünwald (hinten) segnete den neuen Pfarrer.

Zwei Weinstöcke zum Start in Zapfendorf

Die offizielle Installation nahm Dekan Johannes Grünwald vor. Er bat die Gemeindemitglieder, der neuen Pfarrfamilie Orientierung zu geben und die Eingewöhnung zu erleichtern. Als Installationsgeschenk hatte er einen weißen und einen roten Rebstock mitgebracht. Grünwald wies zum einen auf die symbolische Bedeutung hin („Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“), gab dem Geschenk aber noch eine weitere Deutung: Weinstöcke müssten über Jahre gepflegt werden. Pfarrer Kornelius Holmer und seine Familie durften sich im Rahmen des Gottesdienstes auch selbst vorstellen. Als kleine Begrüßungsaktion lud die Familie die ältesten und die jüngsten Gottesdienstbesucher (mit Eltern) zum Kaffee ins Pfarrhaus ein.

Der Gottesdienst wurde vom Posaunenchor und vom Chor der evangelischen Kirchengemeinde gestaltet. Viele Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Dekanat Michelau waren gekommen, ebenso Pfarrer Jürgen Tinkl, der neben seiner Arbeit als Krankenhausseelsorger im Bezirksklinikum Obermain (Kutzenberg) während der Vakanz in Zapfendorf ausgeholfen hatte sowie Vertreter der katholischen Kirchengemeinden aus Zapfendorf und Rattelsdorf.

Installation Pfarrer Holmer Zapfendorf 2013
Zum Empfang nach dem Gottesdienst kam auch Mutter Mechthild (rechts) von der Abtei Maria Frieden.

Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein Empfang im Gemeindesaal, wo auch die Vertreter der Gemeinde und der katholischen Kirchen die Pfarrfamilie begrüßten. Zapfendorfs Zweiter Bürgermeister Baptist Schütz zeigte sich dankbar, dass die Zeit der Vakanz nun beendet sei und wünschte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Gemeinde, ein „Blühen im Gottesgarten am Obermain“. Für die Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Paul Rattelsdorf/Zapfendorf übernahm Pfarrer Reinhold Braun die Begrüßung. Und Äbtissin Mutter Mechthild von der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten, die schon mit dem Pfarrerehepaar Henzler, das im Oktober 2012 Zapfendorf in Richtung Großgründlach bei Nürnberg verlassen hatte, in vielen Bereichen zusammengearbeitet hatte, bot eine Fortführung der ökumenischen Arbeit an.

Johannes Michel

 

Viele Fotos vom ersten offiziellen Tag von Pfarrer Holmer in Zapfendorf finden Sie in unserer Bildergalerie (zum Öffnen einfach ein beliebiges Foto anklicken, zum Beenden der Anzeige das X in der linken Ecke oben wählen).

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