Breitengüßbach schon auf dem 2. Platz

In einer sehr intensiven Begegnung konnten die von Trainer Fabian Villmeter hervorragend eingestellten Baunach Young Pikes ihren ersten Heimsieg der noch jungen Saison feiern. Vor einem begeisterten Publikum verwies man mit 90:89 die stark aufspielenden Hamburg Towers in die Schranken  und schob sich auf den 11. Tabellenplatz vor. Die Basketballer vom TSV Tröster Breitengüßbach sind sogar schon Tabellenzweiter.

Erster Heimsieg für die Young Pikes

Die Gäste, die zwei Tage vorher in Heidelberg das Nachholspiel des 5. Spieltages absolviert hatten, verlangten  den Young Pikes in einem dramatischen Spiel alles ab und zeigten vor allem am Ende des Spiels eine enorme Energieleistung, doch letztendlich hatten die jungen Baunacher verdient die Nase vorn.

Zu Beginn standen die Abwehrreihen auf beiden Seiten sehr gut, so dass erst in der dritten Spielminute der erste Feldkorb durch den Gästespieler Justin Raffington fiel. Doch dann übernahmen die Young Pikes das Kommando. Sie schafften es immer wieder erfolgreich zum Korb zu ziehen, was die Gäste anfangs nur durch Fouls stoppen konnten. Ein Korb aus der Nahdistanz des 17-jährigen Felix Edwardsson bescherte so die 10:4-Führung nach sechs gespielten Minuten, bis zum Ende des Viertels gelang es den Towers aber wieder auf 18:16 heranzukommen.

Auch in den zweiten zehn Minuten blieb es eine Begegnung auf Augenhöhe. Die Trefferquoten auf beiden Seiten waren trotz guter Verteidigung sehr hoch. Bei den Baunachern erwischte der 18-jährige Arnoldas Kulboka einen „Sahnetag“ und traf nahezu jeden Wurf. Doch auch der von der Bank kommende Matthias Fichtner, der diesmal größere Spielanteile erhielt, führte sich mit einem Dreier sehr gut ein und Baunach konnte so erstmals mit 39:28 etwas deutlicher davonziehen. Die Gäste aus dem hohen Norden, die über eine Truppe mit etlichen bundesligaerfahrenen Akteuren verfügen, ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Der 2,15m große Centerhüne Enosch Wolf erkämpfte sich immer wieder zweite Wurfchancen und so stand es zur Halbzeit lediglich 41:38 für die heimischen Grün-Weißen.

Dieses Mal verschlief man den Start in die zweite Halbzeit nicht. Aleksej Nikolic, der gewohnt zuverlässig agierte, erzielte fünf schnelle Punkte und Kulboka legte einen Korbleger nach, so dass man in der 23. Minute mit 48:41 vorne lag. Diese Führung konnte man stets durch gut herausgespielte Würfe verteidigen. Der dritte Dreier von Kulboka brachte die Young Pikes Sekunden vor derm Ende des dritten Viertels wieder zweistellig in Führung (68:58). Mit der Schlusssirene wurde allerdings der US-Profi Landsdowne von Hamburg beim Dreier gefoult und verwandelte alle drei Freiwürfe zum 68:61 nach 30 Minuten.

Gleich zu Beginn des letzten Abschnitts konnten die Gäste den Rückstand Punkt um Punkt verkürzen und Liyanage war es dann, der in der 33. Minute die Towers seit langer Zeit mit 69:68 wieder in Führung brachte. Das Spiel schien in dieser Phase zu Gunsten der Gäste zu kippen. Doch jetzt zeigte sich die Entwicklung der Young Pikes im Laufe der Saison, sodass sie auch diesen Rückschlag verkraften konnten.  Müller, der auf sehr hohem Niveau verteidigte, Kulboka und Nikolic waren es, die wieder für eine 74:69 Führung sorgten. Fünf Minuten vor dem Ende mussten die Young Pikes und die Zuschauer eine Schrecksekunde erleben, denn Aleksej Nikolic verdrehte sich beim Stand von 77:70 das Knie beim Ballvortrag und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Spielfeld gebracht werden. Die Gäste nutzten diese Phase um wieder zum 77:77 auszugleichen. Als nun auch noch der reboundstarke Leon Kratzer (15) mit fünf Fouls auf die Bank verwiesen wurde, sahen einige Zuschauer schon die Felle davon schwimmen. Nach kurzer Behandlung kam Nikolic aber glücklicherweise drei Minuten vor dem Ende wieder zurück aufs Spielfeld. Die Baunacher konnten nun stetes eine knappe Führung behaupten, die Norddeutschen blieben aber immer in Schlagdistanz. Als Arnoldas Kulboka 55 Sekunden vor dem Ende einen Dreier mit Ablauf der Schussuhr zum 88:83 verwandelte, stand die Halle Kopf und man schien auf der Siegerstraße zu sein. Doch die Truppe von Gästetrainer Hamed Atterbashi kam 6 Sekunden vor dem Ende auf 90:89 heran und hatte nach einem missglückten Einwurf nochmals Ballbesitz. Der letzte Wurf der Gäste verfehlte jedoch sein Ziel, so dass man einen vielumjubelten Heimsieg feiern konnte. „Ich freue mich unglaublich für die Jungs, denn vor zwei,drei Wochen hätten wir so ein Spiel wahrscheinlich noch verloren. Man hat aber die Kopflosigkeit in einigen Situationen, vor allem am Ende des Spiels bei den Einwürfen immer noch gesehen. Aber das lernen wir von Spiel zu Spiel und sind heute belohnt worden,“ analysierte Coach Villmeter nach der spannenden Partie. Schon am Freitag können die Fans den nächsten Schritt der Young Pikes in der Stauffenberghalle miterleben, wenn man um 20 Uhr mit den Wohnbau Baskets aus Essen auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf trifft.

2. Basketball-Bundesliga ProA

Baunach Young Pikes – Hamburg Towers 90:89

Baunach Young Pikes: Kulboka 31, Nikolic 22, Müller 11, Kratzer 10, Keppeler 7, Taras 4, Fichtner 3, Edwardsson 2, Wolf.

Hamburg Towers: Landsdowne 18, Wolf 17, Kamp 15, Adler 14, Kindzeka 8, Liyanage 7, Raffington 4, Blessing 3, Ferguson 3, Behr.

Zuschauer: 715

 

 

TSV Tröster Breitengüßbach stürmt auf Platz 2

Die Breitengüßbacher Regionalliga-Basketballer schlagen die Tennet young heroes Bayreuth klar mit 95:52 und gewinnen somit das erste Oberfrankenderby dieser Spielzeit.

Headcoach Johannes Laub schickte zu Beginn des Spiels Engel, Lorber, Jörg Dippold, McDuffie und Heide aufs Feld. Von Beginn an gaben die Oberfranken die Richtung vor und starteten gleich einen 14:0-Lauf. Hier zeigte die Tröster-Truppe phasenweise ihren besten Basketball dieser Saison. Man stand in der Abwehr sehr sicher und konnte dadurch schnell nach vorne spielen um leichte Fastbreakpunkte (6 von Lorber) zu erzielen. Aber auch aus dem Setplay spielte man sich durch gute Passstafetten freie Würfe heraus und traf diese durch Engel und Jörg Dippold hochprozentig. Erst nach über fünf Minuten gelangen den Bayreuthern ihre ersten Punkte. Doch Wagner und McDuffie brachten die Breitengüßbacher gar auf 18:2 in Führung. Danach gönnte man sich eine kleine Auszeit, sodass die Wagnerstädter 5 Punkte hintereinander erzielen konnte. Als dann noch der überragende Dirk Dippold (27 Punkte, 5/7 Dreier) von der Bank kam und postwendend gleich zwei Dreier und einen Layup im Bayreuther Korb versenkte stand es 28:9 und das erste Viertel war vorbei.

Im zweiten Spielabschnitt machten die TSV’ler da weiter, wo sie in den ersten zehn Minuten aufgehört hatten. 5 Punkte von Dirk Dippold und ein Dreier von McDuffie brachten erstmals eine 20-Punkte-Führung (36:16), die in der Folgezeit durch einen 15:2-Lauf bis zur Halbzeit auf 51:18 ausgebaut werden konnte. Der TSV Tröster nutzte hierbei die vielen Fahrkarten, die die Hausherren schossen und machte das Spiel schnell. Die Bayreuther wussten sich nur durch Fouls zu helfen, weshalb es einige Freiwürfe für die Gäste gab, die alle sicher verwandelt werden konnten. Aber auch von der Dreierlinie zeigten Lorber und Timo Dippold ihre Stärke und versenkten die Würfe hochprozentig. Bei einer 33 Punkte-Führung zur Halbzeit war das Spiel natürlich längst entschieden. Trotzdem spielte der TSV Tröster auch im dritten Viertel genau so weiter, wie in den ersten beiden Spielabschnitten. Jörg Dippold und Alex Heide wurden schön in Szene gesetzt und konnten die einfachen Punkte im Korb der Wagnerstädter versenken. McDuffie und Lorber besorgten in der 26. Spielminute die erste 40-Punkte-Führung der Gäste, die sich bis zum Spielende nicht mehr unter diese Marke bewegen sollte. Zum Viertelende traf Dirk Dippold erneut zwei Dreier und stellte seine überragende Leistung hiermit erneut unter Beweis. Der ehemalige Güßbacher und NBBL Deutscher Meister 2016 Cedric Kral traf zum Viertelende zum 35:78 aus Sicht der Gastgeber.

Im letzten Viertel nahmen die gelbschwarzen dann deutlich das Tempo heraus und verwalteten die 43 Punkte-Führung, die auch am Ende auf der Anzeigetafel stand, 95:52. Hier konnten auch die Spieler, die wenig Spielzeit bekommen, in Person von Kwasniak punkten.  Unter dem Strich geht der Sieg auch in dieser Höhe völlig in Ordnung und so steht man nach dem 6. Spieltag auf dem zweiten Platz der Regionalliga Südost.

Breitengüßbach: Dirk Dippold (27/5 Dreier), Lorber (13/1), McDuffie (13/3), Jörg Dippold (12/2), Heide (12), Timo Dippold (7/1), Engel (4), Wagner (4), Kwasniak (3/1), Klaus

Jochen Hirmke, Florian Dörr
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