Im Titelbild: Die vier Bürgermeister der VG-Kommunen: Sascha Günther (Gerach), Tobias Roppelt (Baunach), Clarissa Schmitt (Reckendorf) und Ronny Beck (Lauter). Roppelt wurde erneut zum Gemeinschaftsvorsitzenden gewählt, Schmitt vertritt ihn.
Die Verwaltungsgemeinschaft Baunach wird auch in den kommenden sechs Jahren von Baunachs Bürgermeister Tobias Roppelt geführt. In der konstituierenden Sitzung der Gemeinschaftsversammlung wurde er einstimmig als Gemeinschaftsvorsitzender bestätigt.
Zu Beginn der Sitzung zog Roppelt ein positives Fazit der vergangenen Wahlperiode. Die Verwaltungsgemeinschaft habe sich deutlich weiterentwickelt und man sei „ein wenig weg gekommen vom Kirchturmdenken“. Als Beispiele nannte er gemeinsame Ausschreibungen, die Anschaffung einer Klärschlammpresse oder den Aufbau des Gemeinschaftsbauhofs. Die Chancen einer Verwaltungsgemeinschaft müssten weiterhin aktiv genutzt werden: „Zusammen erreichen wir mehr als jede Kommune für sich.“
Bei der Wahl zum Gemeinschaftsvorsitzenden gab es anschließend ein eindeutiges Ergebnis. Tobias Roppelt erhielt alle 15 gültigen Stimmen und bleibt damit Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Baunach. Bereits in der Wahlperiode 2020 bis 2026 hatte er dieses Amt ausgeübt.
Auch bei der Frage der Stellvertretung herrschte schnell Einigkeit. Die Gemeinschaftsversammlung beschloss einstimmig, weiterhin nur eine Stellvertretung zu wählen. Ronny Beck (Bürgermeister aus Lauter) schlug anschließend die Reckendorfer Bürgermeisterin Clarissa Schmitt für dieses Amt vor. Sascha Günther (Bürgermeister aus Gerach) verzichtete nach einem Vorschlag von Udo Karl auf eine eigene Kandidatur. Bei der geheimen Wahl erhielt Schmitt schließlich 14 der 15 gültigen Stimmen, eine Stimme entfiel auf Ronny Beck. Damit ist Schmitt künftig stellvertretende Gemeinschaftsvorsitzende.
Die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung.
Unterstützung fürs Standesamt
Für die Kontrolle der Haushaltsführung wurde erneut ein Rechnungsprüfungsausschuss eingerichtet. Jede Mitgliedsgemeinde entsendet dabei ein Mitglied sowie eine Stellvertretung. Aus Baunach ist dies Dominik Czepluch (Stellvertretung Michael Jäger), aus Reckendorf Dr. Frank Güthlein (Stellvertretung David Blum), aus Lauter Christian Albrecht (Stellvertretung Udo Karl) und aus Gerach Petra Schmitt (Stellvertretung Rolf Baier). Zum Vorsitzenden des Ausschusses wurde Christian Albrecht gewählt, seine Stellvertreterin ist Petra Schmitt. Einstimmig beschloss die Gemeinschaftsversammlung außerdem, alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister erneut zu Eheschließungsstandesbeamten zu bestellen. Damit können sie weiterhin standesamtliche Trauungen durchführen.
Das Sitzungsgeld für die Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung steigt von bislang 30 auf 35 Euro pro Sitzung. Auch die monatlichen Aufwandsentschädigungen für die Spitze der Verwaltungsgemeinschaft wurden angepasst. Die Entschädigung des Gemeinschaftsvorsitzenden erhöht sich auf 900 Euro monatlich, die der Stellvertretung auf 240 Euro. Zur Begründung verwies die Verwaltung auf die allgemeine Entwicklung der Gehälter im öffentlichen Dienst in den vergangenen Jahren. Die Satzung wurde einstimmig beschlossen.
Auch der künftige Sitzungsort der Gemeinschaftsversammlung wurde festgelegt. Regelmäßig sollen die Sitzungen weiterhin im Sitzungssaal des Baunacher Rathauses stattfinden. Roppelt wies darauf hin, dass auch die Schule während der Generalsanierung als Sitzungsort gewählt werde, um den Baufortschritt zu begutachten. Sabine Saam regte in der Diskussion an, bei möglichen Ausweichorten auf eine barrierefreie Erreichbarkeit zu achten. Dieser Hinweis wurde in den Beschluss aufgenommen.
Mit der neuen Wahlperiode erhält auch die Gemeinschaftsversammlung eine aktualisierte Geschäftsordnung. Inhaltlich orientiert sie sich weiterhin am Muster des Bayerischen Gemeindetags. Neu sind unter anderem Regelungen zu möglichen Ordnungsgeldern bei erheblichen Störungen von Sitzungen. Außerdem wurden die finanziellen Befugnisse des Gemeinschaftsvorsitzenden angepasst.
Hoffnung auf Fördermittel für Schwimmbadsanierung
Zum Ende der öffentlichen Sitzung beschäftigte sich die Gemeinschaftsversammlung noch mit einem möglichen Förderprojekt für die Generalsanierung des Hallenbads an der Baunacher Schule. Die Verwaltungsgemeinschaft will eine Projektskizze für ein Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten einreichen. Roppelt betonte, man müsse versuchen, „aus allen möglichen Geldquellen Gelder zu akquirieren“. Sollte eine Förderung gelingen, könnte die bislang erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehene Sanierung möglicherweise vorgezogen werden. Der Beschluss fiel einstimmig.



