Saison endet in Schwabing

Der TSV Tröster Breitengüßbach verliert Spiel 2 der Halbfinalserie mit 94:74 in der Morawitzkyhalle und scheidet nach der Addition von Hin- (73:86) und Rückspiel knapp aus (Gesamt 167:160).

Knapp 35 Güßbacher Fans waren am vergangenen Samstagnachmittag zur Unterstützung mit nach München gekommen. Einige von ihnen waren im Bus mit dabei, manche sind mit privaten PKWs gefahren. Die Voraussetzungen für einen möglichen Finaleinzug waren also gegeben. Verzichten musste das Trainerduo Völkl/Lorber allerdings auf Routinier Mike Kaiser, der aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stand. Die Tröster-Truppe fand gut in die Partie und führte nach knapp drei Minuten mit 2:4. Butkus und Schröder sorgten danach mit einem 10:2-Run für die erste deutlichere Führung der Hausherren. Etliche Ballverluste und eine schläfrige Reboundarbeit bescherten den Hausherren in der Folgezeit häufig einfache Punkte. So konnte Schwabing seinen Vorsprung durch Müller und Szymczyk schnell auf 21:8 ausbauen. Somit war das Hinspielergebnis aufgeholt und die Serie begann von vorne. Fuchs, Schmidt und Engel hielten bis zum Viertelende dagegen, wodurch sich die Oberbayern nicht mehr großartig absetzen konnten, 27:13.

Auch im zweiten Viertel fand Breitengüßbach nicht in sein Spiel. Sie kamen mit der physischen und schnellen Spielweise der Gastgeber nicht zurecht. Schwabing forcierte weiterhin etliche Ballverluste, schlechte Würfe und dominierte die Bretter. Zudem trafen sie die Distanzwürfe traumwandlerisch sicher, was eine 37:18-Führung mit sich brachte. Es folgte die nächste Auszeit von Güßbach Coach Völkl. Nach dieser fanden die Gelbschwarzen etwas besser ins Spiel und man konnte zumindest verhindern, dass sich die Münchner noch weiter absetzten. Nieslon, Wagner, Fuchs, Dippold und Schmidt konnten bis zur Pause den Rückstand unter der 20-Punkte-Marke halten, 52:33.

Nach der etwas längeren Halbzeitansprache kam der TSV Tröster motiviert aufs Parkett der Morawitzkyhalle zurück. Doch Schwabing hatte auch zu Beginn des dritten Spielabschnittes auf alles eine Antwort parat und erspielte sich in der 24. Spielminute beim Stand von 59:36 die höchste Führung. Anschließend ging ein Ruck durchs Güßbacher Spiel und die Verteidigung stand deutlich besser. Nieslon, Fuchs, Wagner, Schmidt und Engel brachten ihre Mannschaft Stück für Stück heran. Skurril war die Tatsache, dass in den letzten fünfeinhalb Minuten des dritten Viertels keinem der beiden Teams ein Feldkorb gelang und beide nur von der Freiwurflinie punkteten. Da die Münchner allerdings deutlich häufiger foulten, stand Breitengüßbach auch öfter an der Linie. Die Gelbschwarzen trafen ihre Freiwürfe sicher, sodass man in der 29. Spielminute wieder auf 65:55 dran war und das Momentum auf seiner Seite hatte. Bei diesem Ergebnis wäre Breitengüßbach weiter gewesen. Kurze Zeit später dann eine entscheidende Szene. Bei einer Rangelei zwischen einem Güßbacher und einen Schwabinger gingen einige Feldspieler des TSV und der Schiedsrichter dazwischen. Alle wollten die Angelegenheit schlichten und zerrten die beiden Kontrahenten voneinander weg. Es dauerte fast neun Minuten, bis das Spiel fortgesetzt wurde. Die Entscheidung der Unparteiischen Hockgeiger in dieser Szene zu disqualifizieren, obwohl er nur schlichten wollte, löste Unverständnis bei beiden Teams und den Zuschauern in der Halle aus. Zusätzlich zählte auch ein 3er der Hausherren. Nach 30 Minuten führten die Oberbayern mit 69:55.

Zu Beginn des Schlussabschnittes konnte Schwabing durch Boerries und Schröder seinen Vorsprung auf 74:55 ausbauen. Doch Klaus, Engel und Fuchs gestalteten die Serie beim Stand von 78:65 in der 35. Minute wieder komplett ausgeglichen. Doch die Münchner waren an diesem Abend die cleverere Mannschaft und zogen erneut etwas weg. Auch die taktischen Fouls der Güßbacher brachten keinen Erfolg, sodass die Gastgeber am Ende gar auf 20 Punkte davonziehen konnten. Breitengüßbach kämpfte bis zum Schluss, doch nach der 94:74-Niederlage war das Playoff-Aus besiegelt. Der 13-Punkte-Erfolg aus dem Hinspiel reichte leider nicht aus. Trotzdem können die Männer des Trainerduos Völkl/Lorber stolz sein, was sie in dieser Saison erreicht und wie sie ihre Fans begeistert haben. Außerdem bleibt der Titel im Bayernpokal als super Erinnerung an eine schwierige Corona-Spielzeit.

Breitengüßbach: Engel (13/1 Dreier), Nieslon (12/2), Schmidt (11/2), Wagner (11), Dippold (10), Fuchs (10), Klaus (6), Feuerpfeil (1), Hockgeiger, Hubatschek, Reichmann

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Florian Dörr

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