TSV Breitengüßbach gewinnt die Deutsche Meisterschaft der Ü55-Herren

Im Titelbild: V.l.n.r.: Jürgen Kapp, Rüdiger Lohneis, Helmut Dorsch, Hans-Jürgen Uch, Rainer Schabacker, Willi Korn, Stefan Neubauer, Rudi Adler, Brian Harrell, Norbert Uch, Ernst Griebel, Roy Block.

Nach dreijähriger Coronapause konnte erstmals wieder eine Deutsche Basketballmeisterschaft der Ü55 Herren stattfinden, welche von der TG Hochheim zusammen mit dem BC Darmstadt und der HTG Bad Homburg ausgerichtet wurde, und sich zu einem zweitägigen Fest für ca. 200 Spieler, Schiedsrichter, Offizielle, Helferteams und Zuschauer entwickelte.

Sportlich hat sich am Ende der TSV Breitengüßbach, der wegen zweier Gastspieler offiziell als SG Breitengüßbach / Bayreuth / Erlangen angetreten war, im Finale verdient gegen die SG Boele-Kabel Hagen / Saarlouis / Telgte durchgesetzt und erstmals den Meisterpokal in dieser Altersklasse mit ins Frankenland genommen.

Nach der Vorrunde in vier Gruppen am Samstag spielten die Gruppensieger aus Feuerbach, Leimen, Breitengüßbach und Köln gegen die Gruppenzweiten aus Paderborn, Kronshagen, Boele und Freiburg. Hier konnten sich neben Feuerbach und Breitengüßbach auch ein wenig überraschend die Gruppenzweiten aus Boele und Paderborn durchsetzen und für das Halbfinale qualifizieren.

Das erste Halbfinale bestritten die SG Feuerbach (Stuttgart) gegen SG Boele. Boele hatte in der Vorrunde bereits ein Spiel gegen den anderen Halbfinalisten Breitengüßbach verloren, allerdings im Viertelfinale die hoch eingeschätzten Kölner besiegt. Das Halbfinale war stark von den zwei überragenden Centern der Boeler Mannschaft geprägt, denen die Feuerbacher wenig entgegenzusetzen hatten. Boele gewann am Ende sehr deutlich mit 36:16.

Breitengüßbach hatte seine Vorrundengruppe mit knappen und hart umkämpften Siegen gegen SG Boele (31:27), dem Erzrivalen TV Langen (27:24) und trotz einer 35:41-Niederlage gegen Göttingen souverän gewonnen. Im zweiten Halbfinale spielte die SG Breitengüßbach nunmehr gegen SW Grün-Weiß Paderborn. In einem spannenden Spiel konnte die SG Breitengüßbach sich knapp mit 25:21 gegen nie aufsteckende Paderborner durchsetzen.

Im Spiel um Platz 3 gewannen die Paderborner dann knapp mit 36:32 gegen die SG Feuerbach.

Im Finale standen sich dann erneut die SG Boele und die SG Breitengüßbach in der gut gefüllten Halle gegenüber. Beide Teams hatten schon in der stärksten Vorrundengruppe gegeneinander gespielt und Breitengüßbach hatte knapp gewonnen (31:27). Die Franken dominierten auch die Anfangsphase dieses Halbfinales im ersten Viertel (12:6); allerdings kam Boele mit einer Energieleistung zur Halbzeit auf 7 Punkte heran (25:18), da sich jetzt die Hagener Centergarde wiederholt durchsetzen konnte. Doch nach der Pause gaben die Güßbacher noch einmal gehörig Gas, intensivierten die Abwehr und gingen mit 30:20 in die letzte Viertelpause. Im letzten Spielabschnitt konnte Boele nicht mehr zulegen und die SG Breitengüßbach gewann am Ende souverän und recht deutlich mit 39:25. Den vielumjubelten Schlusspunkt hinter einem äußerst erfolgreichen Auftritt der Güßbacher setzte Brian Harrell mit einem erfolgreichen Dreier kurz vor dem Schlusspfiff. Damit tritt die SG Breitengüßbach verdient die Nachfolge der DJK Köln-Nord an, die nach zwei coronabedingt ausgefallenen Turnieren 2019 zuletzt Deutscher Meister gewesen war und in diesem Jahr nicht gemeldet hatte.

Den Meistertitel wollen die TSV-ler ihrem Ende März und mitten in der Vorbereitungsphase auf diese Meisterschaft plötzlich und unerwartet verstorbenen, langjährigen Kapitän und Topscorer Wolfgang Goppert widmen. Schade, dass er nicht mehr dabei sein konnte.

Hans-Jürgen Uch

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