Gemeinde steht hinter den Feuerwehren

Veröffentlicht am 24. April 2018 von Nadine Rener

„Wir wissen alle, dass uns die Feuerwehr im guten Sinne lieb und teuer ist“, leitete Bürgermeister Bruno Kellner einen der Hauptpunkte der Gemeinderatssitzung in Rattelsdorf ein, denn es sollte einiges in Sachen Feuerwehr auf den Weg gebracht werden. Gleich zwei Feuerwehrautos wurden beantragt, eines für die Feuerwehr in Ebing, eines für die in Rattelsdorf. Damit soll sichergestellt werden, dass die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren auch in Zukunft gesichert ist.

Für Ebing wurde auf Vorschlag von Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann die Anschaffung eines neuen mittleren Löschfahrzeugs beantragt, das das mittlerweile 26 Jahre alte Fahrzeug ersetzen soll. Die Kosten können auf etwa 185.000 Euro netto geschätzt werden, allerdings hängen die genauen Kosten von vielen Faktoren ab, etwa welche Gerätschaften zum Beispiel vom alten Fahrzeug übernommen werden können und was genau wirklich neu angeschafft werden muss. Genaue Kosten ließen sich also im Moment nicht bestimmen, erklärte Kellner. Gefördert werden könnte die Anschaffung aber bis etwa 51.000 Euro.
Das momentane Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr in Rattelsdorf wurde 2003 gebraucht gekauft und ist laut Kellner nur noch bedingt nutzbar. Die Preisspanne für ein neues Mehrzweckfahrzeug liegt zwischen 60.000 und 100.000 Euro, eine Förderung könnte bei etwa 16.000 Euro angesetzt werden. Beide Anträge wurden vom Marktgemeinderat einstimmig angenommen, allerdings erläuterte Kellner, dass von einer längeren Vorlaufszeit ausgegangen werden müsse, bis die Fahrzeuge eintreffen werden. Geplant ist, dass die Fahrzeuge voraussichtlich 2019 ausgabewirksam werden.

Wichtige Weichenstellungen im Entwurf zum Haushaltsplan 2018

In Sachen Finanzen ging es in der vergangenen Sitzung auch um den Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2018. Michael Koch, der die Nachfolge für den zum Ende des Jahres ausscheidenden Kämmerer Alfred Heider antreten wird, stellte die Eckdaten des Haushaltsentwurfs vor. Demnach würden die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt circa 9,4 Millionen Euro betragen. Für die Ausgaben im Vermögenshaushalt rechnet er mit voraussichtlich 6,8 Millionen Euro, 5,7 Millionen Euro davon stammen aus Baumaßnahmen. Dabei nannte er auch die drei größten Ausgabeposten: Sanierung und Teilneubau der Schule kommen auf 3,5 Millionen Euro, die Sanierung des Torhauses auf 650.000 Euro und der Umbau der alten Schule in Medlitz schlägt mit 285.000 Euro zu Buche.

Koch erläuterte weiter, dass der Finanzierungsbedarf noch aus den Rücklagen entnommen werden könne und eine Kreditaufnahme daher bisher nicht geplant sei. Allerdings würden die Rücklagen damit fast aufgebraucht. Einen Haushalt in der Größenordnung habe es so in Rattelsdorf noch nicht gegeben. Abschließend wurde der Entwurf an die Fraktionen des Marktgemeinderats verwiesen.

Untersuchung des Kanalnetzes soll vorangehen

Vorgestellt wurde auch ein neues Elektrokonzept für das Torhaus in Rattelsdorf vom Planungsbüro Rodis. Demnach sind für die Ferienwohnungen beispielsweise Telefon- und Herdanschlüsse, Durchlauferhitzer und Rauchmelder vorgesehen. Im Außenbereich sollen Strahler angebracht werden, allerdings gab es Diskussionen über das Aussehen der Lampen. Grundsätzlicher Tenor des Marktgemeinderats war, dass die Lampen denkmalgerecht, aber nicht historisierend gestaltet werden sollen. Die möglichen Kosten in Höhe von etwa 37.000 Euro wurden vom Marktgemeinderat zur Kenntnis genommen, so dass die Planungen fortgesetzt werden können. Über die Außenlampen soll aber noch zu einem späteren Zeitpunkt gesprochen werden.

Auf insgesamt etwa 93.000 Euro kommt eine notwendige Untersuchung des gesamten Kanalnetzes in der Marktgemeinde. Wie Kellner berichtete, sei die Gemeinde seit 2016 damit beschäftigt, die 2019/20 auslaufende wasserrechtliche Erlaubnis neu zu beantragen. Im Zuge dessen muss aber über mehrere Jahre das gesamte Kanalnetz gereinigt und mittels einer TV-Untersuchung erfasst werden. Daher werde das Kanalnetz nach und nach mit einer Kamera befahren, um die Kanäle auf Schäden und Dichte zu untersuchen, so Kellner. Sollten schadhafte Strecken im Netz festgestellt werden, müssten diese aber erst noch saniert werden. Nun sollen die Kanäle in Freudeneck, Höfen, Höfenneusig, Zaugendorf und Helfenroth untersucht werden, was bis zu 40.000 Euro kosten werde.

Sonstiges aus dem Gemeinderat

Kellner berichtete, dass vergangene Woche der Breitbandbescheid in Höhe von rund 200.000 Euro angekommen sei. Nun könne davon ausgegangen werden, dass das sogenannte Vectoring demnächst eingeführt werden könnte, je nachdem wie der Anbieter Zeit habe. Desweiteren seien auf Antrag der SPD-Fraktion nun vier verstellbare Basketballkörbe für die Abtenberghalle beauftragt worden.

Vergeben wurden auch dringende Dachdeckerarbeiten am Feuerwehrgerätehaus in Rattelsdorf, da dort am Dach Feuchtigkeit eingetreten war. Die Sanierung kostet etwa 12.000 Euro. Außerdem wird in Ebing die Straßenbeleuchtung in Richtung Bahnhof erweitert: Acht neue LED-Leuchten für circa 16.500 Euro sollen installiert werden. Eine weitere LED-Lampe soll ebenfalls in Rattelsdorf in der Jahnstraße in der Nähe des Eingangs zum Mehrgenerationenplatz für circa 3.000 Euro aufgestellt werden.

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