Bierkulturzentrum: Reckendorf interessiert

„Kulturgut soll man schätzen.“ So begann Bürgermeister Manfred Deinlein die außerordentliche Gemeinderatssitzung in Reckendorf. Als Referenten durfte er Christiane Werthmann vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung (Wittmann, Valier und Partner, Bamberg) und Dr. Thomas Gunzelmann vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege begrüßen. Denn es gibt dringenden Handlungsbedarf, insbesondere bei den ehemaligen Brauereianwesen.

Schicksale aus dem Schwarzen Adler

Seit Herbst 2014 wird in Reckendorf der ehemalige Gasthof „Schwarzer Adler“ als Flüchtlingsheim genutzt. Seit diesem Zeitpunkt kümmert sich auf Anregung von Erstem Bürgermeister Manfred Deinlein Flüchtlingshelfer Franz Kuhn um die täglichen Belange der Neubürger. Nach fast fünfjähriger intensiver Beschäftigung mit den Problemen der Asylsuchenden kommt Kuhn zu dem Ergebnis: „Etwa 40 Prozent der BAMF-Bescheide sind falsch“. Um seine Feststellung zu untermauern, berichtete der Flüchtlingshelfer in einer Gemeinderatssitzung von unglaublichen Einzelschicksalen.

Gute Nahversorgung vor Ort – fehlende Einkaufsmöglichkeiten darüber hinaus

Eine Kommune benötigt viele Angebote und Möglichkeiten, damit sich ihr Bewohner wohl fühlen. Die Baunacher und auch die Reckendorfer wurden deshalb gebeten, das örtliche Versorgungsangebot in der Haushaltsumfrage zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) zu bewerten.

Von der Feuerschutztruppe zur modernen Feuerwehr

Freilich waren die Mittel zur Brandbekämpfung vor 150 Jahren noch eher primitiv. Immerhin gab es in Reckendorf aber seit 1843 eine Handdruckspritze. Aber erst mehr als 25 Jahre später verrät die Gemeindechronik einiges über die Gründung einer Feuerschutztruppe – die Freiwillige Feuerwehr Reckendorf wurde geboren. In diesem Jahr feiert sie nun ihr 150-Jähriges, den Anfang machte der Festkommers am 30. März.

So schätzen die Baunacher und Reckendorfer ihren Ort ein

Seit Herbst letzten Jahres entsteht für Baunach und Reckendorf jeweils ein umfassendes Ortsentwicklungskonzept. Ziel ist es, gemeinsam mit Planern des Bamberger Büros für Städtebau und des Nürnberger Büros PLANWERK Strategien und konkrete Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung der beiden Kommunen herauszuarbeiten. 

Schulhaussanierung bleibt Topthema für die VG

Steigende Personalausgaben und Sozialabgaben, aber auch die Sanierungsarbeiten an der Schule sorgen dafür, dass der Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Baunach (Stadt Baunach, Gemeinden Gerach, Lauter und Reckendorf) nach wie vor auf einem hohen Niveau bleibt. Ab dem Jahr 2020 sind jährlich mehr als eine Million Euro für die Schule eingeplant – sie soll schrittweise generalsaniert werden. Dazu wird es demnächst auch eine Sondersitzung geben.

Rund sieben Millionen Euro fließen in die Nachrichten-am-Ort-Region

„Bayernweit sind die Schlüsselzuweisungen so hoch wie nie zuvor, in meiner Heimatregion Bamberg allerdings sind wegen der insgesamt positiven Finanzentwicklung der Kommunen die Schlüsselzuweisungen gesunken“, berichtet die Bamberger Landtagsabgeordnete Staatsministerin Melanie Huml. Die Stadt Bamberg erhält dieses Jahr rund 29,5 Millionen Euro vom Freistaat und damit 3,3 Millionen Euro weniger als letztes Jahr. An den Landkreis Bamberg gehen 23,5 Millionen Euro und damit etwa 0,6 Millionen Euro weniger.

Großer Erfolg des Volksbegehrens im nördlichen Landkreis Bamberg

Im nördlichen Landkreis Bamberg haben sich über 18 Prozent der Wahlberechtigten für das Volksbegehren „Rettet die Bienen – Artenvielfalt“ eingetragen. Sie alle wünschen, dass wir in verträglicherer Weise mit der Natur umgehen. Im gesamten Landkreis Bamberg haben sich 14 Prozent der Wahlberechtigten für die Veränderung des Naturschutzgesetzes ausgesprochen.