Anspruchsvolles Programm zum Frühjahr

Veröffentlicht am 14. April 2014 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Höher, schneller, weiter. Dieses Motto setzte die Jugendblaskapelle Zapfendorf nicht nur im ihrem Eröffnungsstück „Olympic Fanfare and Theme“ des diesjährigen Frühjahrskonzertes um, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Der erste Rekord wurde schon beim Kartenvorverkauf geknackt: Ca. 15 Minuten vor Konzertbeginn gab es keine einzige Karte mehr – trotz noch aufgestockter Anzahl an Plätzen.

Mit der Hymne der Olympischen Spiele 1994 in Los Angeles begann also ein aufregender Konzertabend vor vollbesetztem Haus. Und höher war der Jugendblaskapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Daniel Dippold nicht hoch genug. Noch höher sollte es sein – Höchststufe genauer gesagt. So folgten also die beiden Stücke, mit denen das Orchester dieses Jahr beim Wertungsspiel in der Höchststufe antreten wird: „Arcus“ und „Arcana“. Die beiden rhythmisch und intonatorisch äußerst anspruchsvollen Stücke wurden von den 56 Musikern souverän und voller Spielfreude präsentiert, so dass die Zuhörer vor ihrem inneren Auge eine Reise über den Regenbogen sowie den bewegten Aufbau eines Vereins miterleben konnten. Wer denkt, dass die Jugendblaskapelle jetzt ihr Pulver verschossen hätte, der irrt. Mit Arabesque, einem Stück, das orientalische und US-amerikanische Klänge vereint, bewiesen die Musiker und Musikerinnen weiterhin, auf welch hohem Niveau sie sich spielerisch bewegen. In der anschließenden Umbaupause für das Vororchester konnten die Besucher die fantasievolle und kreative Dekoration bestaunen. Passend zu verschiedenen Stücken gestalteten die Musiker verschiedene aufwändige Bilder im Großformat.

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Den Abschluss der ersten Konzerthälfte machte dann das Vororchester unter der Leitung von Martin Lechner. Es spielten Nachwuchsmusiker, die schon erfolgreich die Bläserklasse durchlaufen haben, und die nun in Gruppen- oder Einzelunterricht weiter ausgebildet werden. Sie präsentierten u. a. den Hit „My heart will go on“ aus dem Filmerfolg „Titanic“. Auch die jüngsten Musiker und Musikerinnen des Vereins zeigten an diesem Abend ihr Können. Die beiden Bläserklassen begeisterten mit ihrem Dirigenten Martin Nees das Publikum.

Frühlingskonzert Zapfendorf 2014
Die Musiker freuen sich über den Applaus in der voll besetzten Schulturnhalle.

Im zweiten Teil des Konzertes zeigte die Jugendblaskapelle ihre Wandlungsfähigkeit und bewies, dass sie in allen Genres zu Hause ist. Da wäre einerseits die traditionelle Blasmusik zu nennen: Die Melodien der „Steeephans Polka“, des „Victoria Galopps“ und des Walzers „Liebesflammen“ unterhielten die Zuhörer auf besondere Art und Weise. Zum schmissigen Marsch „Unter dem Doppeladler“ klatschten die Besucher begeistert mit. Doch der Vielfalt nicht genug: Auch im Bereich der Pop-Musik brillierte das Orchester. Ein Mann im schwarzen Anzug, weißem Hemd und mit schwarzer Fliege? Das kann nur James Bond sein, denken viele – oder auch Daniel Dippold. Der eine hat die Lizenz zum Töten – der andere die zum Dirigieren. So war ein Zusammenschnitt verschiedener Hits der James Bond Filme auch beiden Männern gewidmet – zumindest laut dem fachkundigen und unterhaltsamen Moderatorenduo Barbara Heger und Ludwig Walter. Und am Ende kamen die Musiker auch noch mal auf das Motto zurück: In einem Beatles-Medley wurden nicht weniger als acht Mega-Hits der Beatles wie „Yellow Submarine“, „Lady Madonna“, „Hey Jude“ oder „Yesterday“ zum Besten gegeben. Seinen besonderen Wert erhielt das Stück durch die herausragende Leistung von sage und schreibe sechs Solisten, die ihr Können bravourös unter Beweis stellten. Nach langanhaltendem Applaus durfte das Publikum noch die „Glenn Miller Parade“ genießen. Vielleicht muss für solch einen überwältigenden Abend das olympische Motto ein wenig abgeändert werden: „größer, anspruchsvoller, abwechslungsreicher“.

Auch in diesem Jahr gab es wieder einige Ehrungen: Für zehn Jahre aktive Mitgliedschaft im Musikverein Zapfendorf wurden sieben Musiker und Musikerinnen ausgezeichnet, für sogar 20 Jahre erhielten Nadine Heger, Thomas Ries und Christian Senger die Ehrennadel in Silber.

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