Baunacher Trainer: Viele Spiele in kurzer Zeit sind keine Entschuldigung

Veröffentlicht am 26. Oktober 2015 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Viele Ballverluste, Sand im Getriebe beim Angriff – manchmal gehören Niederlagen einfach zum Lernprozess. So kommentierte Baunachs Trainer das Spiel vom Wochenende. Für Breitengüßbach hingegen gab es erneut seinen Sieg zu verzeichnen – trotz eines zwischenzeitlichen Einbruchs.

Ein Dämpfer zur rechten Zeit für die Young Pikes in Chemnitz

Eine empfindliche Niederlage mussten die Baunach Young Pikes am Samstagabend bei den NINERS Chemnitz hinnehmen, die nach dem 89:59-Erfolg letzte Woche gegen Leverkusen mit 77:51 den zweiten Kantersieg in Folge vor ihren eigenen Fans feiern konnten. Beide Teams liegen nun mit drei Siegen und drei Niederlagen im Mittelfeld der Tabelle.

Den Jungs von Trainer Fabian Villmeter wollte in diesem Spiel nicht viel gelingen. Zwar stand die Abwehr einigermaßen sicher, doch im Angriff war der sprichwörtliche Sand im Getriebe. Durch den einzigen Dreier in der ersten Hälfte durch Malik Müller, der sonst aber eine sehr durchwachsene Leistung zeigte, konnte man in der 2. Minute mit 5:2 in Führung gehen. Der gewohnt zuverlässige Johannes Thiemann und Andi Obst bauten diese sogar bis auf 9:4 aus, ehe Chemnitz das Kommando übernehmen konnte. Durch viele Ballverluste der Baunacher wurden sie praktisch zu einfachen Korberfolgen eingeladen und zogen Punkt um Punkt davon. Trotzdem war man nach den ersten zehn Minuten beim 21:15-Rückstand noch in Schlagdistanz. Ein viertelübergreifender 13:0-Lauf der Sachsen erhöhte den Rückstand auf 31:15 und das Baunacher Spiel wurde immer unsicherer im Angriff. Eine Fahrkarte nach der anderen warfen die Young Pikes und so brachte man es in der ersten Halbzeit nur auf mickrige 20 Punkte. Dabei hatte man eine Trefferquote aus dem Feld von unterirdischen 19%. Lediglich ein Dreier bei 15 Versuchen hatte sein Ziel gefunden, obwohl doch der ein oder andere freie Wurf dabei war. Bei einem Team mit so guten Schützen wie Obst, Müller, Kulboka, Nikolic und Schmidt eigentlich unerklärlich. Entsprechend ging es mit einem 35:20-Rückstand in die Kabine.

Leider wendete sich das Blatt in der zweiten Hälfte nicht. Es ging genau so weiter: Baunach schoss die Lampen aus und Chemnitz konnte dadurch immer weiter davon ziehen. Was das Trainergespann Villmeter/Völkl auch probierte, in diesem Spiel stand der Sieger recht früh fest. Man konnte den Young-Pikes den nötigen Einsatz nicht absprechen, denn immerhin gelang es, eine teilweise wie entfesselt aufspielende Chemnitzer Mannschaft zuhause auf 77 Punkte zu halten, doch die Misere in der Offensive ließ kein besseres Ergebnis zu. Am Ende waren es eine Gesamtwurfquote von 24 Prozent und 21 Ballverluste, die zu der verdienten Niederlage führten. Bis auf Johannes Thiemann, der zuverlässig wie immer ein Double-Double (16 Punkte/10 Rebounds) auflegte und seinen Centerkollegen Leon Kratzer (6 Punkte/13 Rebounds) erreichte kein weiterer Baunacher Normalform. Aleksej Nikolic verbuchte ein vielversprechendes Comeback und konnte in seinen 13 Minuten Spielzeit immerhin sechs von sechs Freiwürfen verwandeln und sich auch noch drei Rebounds sichern. Aber auch einem so erstklassigen Spieler merkte man natürlich den Trainingsrückstand noch an.  Nachwuchsakteur Matthias Fichtner durfte dieses Mal wieder zehn Minuten auf das Parkett und sich in die Scorerliste eintragen.

Trainer Fabian Villmeter nach dem Spiel: „Auch solche Spiele kann es bei einem so jungen Team leider mal geben. Das gehört aber genauso zum Lernprozess dazu wie ein Sieg gegen den Tabellenführer. Vielleicht war es nach den drei Siegen in Folge ein Dämpfer zur rechten Zeit. Natürlich könnte man anführen, dass wir drei Spiele in sechs Tagen zu absolvieren hatten, davon zwei auswärts und Chemnitz hatte zwei Heimspiele in Folge, das wäre aber zu einfach und das wollen wir auch nicht als Ausrede gelten lassen. Jeder Spieler muss jetzt seine Lehren aus der Begegnung ziehen und dann wollen wir im dritten Auswärtsspiel in Folge, nächsten Samstag in Rhöndorf, wieder ganz anders auftreten.“

2. Bundesliga ProA

NINERS Chemnitz – Baunach Young Pikes    77:51

Baunach Young Pikes: Thiemann 16, Kratzer 6, Nikolic 6, Schmidt 5, Sanders 5, Fichtner 3, Obst 3, Müller 3, Kulboka 2, Taraš 2.

NINERS Chemnitz: Seiferth 17, Matthews 12, Buss 11, Bellscheidt 10, Wilson 10, Logins 6, Richter 4, Mixich 3, Fluellen 2, Cardenas 2.

Zuschauer: 1684

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Jörg Dippold führt den TSV zum Sieg

Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach gewinnen in Herzogenaurach mit 87:81 und fahren somit den ersten Auswärtssieg der Saison ein.

Ohne Marcel Heberlein und Ivan Djerman musste das Trainergespann Timo Fuchs und Johannes Laub bei den Mittelfranken auskommen. Für den TSV starteten Gligorovic, Jörg und Dirk Dippold, Lachmann und Wagner in die Partie. Jörg Dippold gelangen zu Beginn des Spiels alle acht Breitengüßbacher Punkte, während neun Punkte auf das Konto von den beiden Herzogenaurachern Kaiser und Weidemann gingen. So stand es nach fünf Spielminuten 9:8 für die Gastgeber. In der Folgezeit konnten diese sich durch Dreier von Kaiser und Punkten von Turic am Brett bis auf 17:9 absetzen. Als Stefan Dinkel von der Bank aufs Feld kam und gleich seinen ersten Wurf traf, kam wieder Leben ins Güßbacher Spiel. Doch nach acht Minuten führten die Hausherren mit 22:12. Es sollte die höchste Führung der Longhorns sein. Nach einer Auszeit von Timo Fuchs war die  Tröster-Truppe besser im Spiel. Ein 7:2-Lauf in den letzten 90 Sekunden des ersten Viertels sorgte für ein 24:19 für Herzogenaurach nach den ersten zehn Spielminuten.

Jörg Dippold und Stefan Dinkel führten ihr Team in den Anfangsminuten des zweiten Spielabschnittes im Alleingang. Den beiden gelangen zwölf Punkte und so gingen die Oberfranken Mitte des zweiten Viertels mit 31:29 in Führung. Auffällig war, dass die beiden 29 der 31 Güßbacher Punkte zu diesem Zeitpunkt hatten. Der TSV hatte das Spiel jetzt besser im Griff. Jörg Dippold ließ noch einen weiteren Dreier folgen und hatte somit 20 Punkte zur Halbzeit und Lukki Wagner traf seine Freiwürfe, sodass sich die gelbschwarzen auf 36:32 absetzen konnten (17. Min). Kaiser brachte seine Longhorns kurze Zeit später wieder in Führung, doch Michi Lachmann konterte dies postwendend mit einem Dreier. Markus Wimmer sorgte mit einem Freiwurfpunkt für die 42:41 Pausenführung für den TSV Tröster.

In der zweiten Halbzeit konnten die Breitengüßbacher auch öfter in der Zone punkten. Lachmann, Dinkel und Gligorovic fanden Lücken und konnten einfache Punkte erzielen. Auch Wagner konnte zwei mal hintereinander, nach tollem Zuspiel von Gligorovic, einfache Körbe am Brett erzielen. Beim Stand von 47:56 aus Sicht der Gastgeber waren diese gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Doch diese half auch nicht viel. Vier Punkte von Jörg Dippold am Brett, sowie Punkte von Lorber und Roch ebenfalls am Brett vergrößerten den Vorsprung des TSV in der 28. Spielminute, 49:64. Kaiser und Weidemann brachten die Longhorns noch einmal auf 53:66 heran.

Nach dem tollen dritten Viertel verschliefen die Güßbacher den Anfang des Schlussabschnittes aber völlig. Weidemann, Kaiser und Rogers brachten die Mittelfranken durch sehr einfache Aktionen wieder auf 62:68 heran. Jörg Dippold und Wagner hielten allerdings dagegen, sodass die Gastgeber vorerst nicht näher herankamen. Erst zwei Minuten später gelang es dem starken Kaiser und Weidemann, dass die Herzogenauracher bis auf 75:79 herankamen. Nach einer Auszeit von Timo Fuchs übernahm Jörg Dippold Verantwortung in der Offensive und vergrößerte den Abstand wieder. Nach zwei Ballverlusten des TSV konnte Rogers vier Punkte erzielen und verkürzte auf 80:81, 38. Minute. Jörg Dippold traf im nächsten Angriff einen wichtigen Dreier, sodass der Vorsprung wieder vier Punkte betrug. Die Gastgeber schossen in den nächsten Angriffen viele Fahrkarten, sodass sie den TSV an die Freiwurflinie mussten. Dort blieben die Oberfranken aber Nervenstark und gewannen am Ende verdient mit 81:87. Das Trainergespann Fuchs und Laub zeigte sich nach dem Erfolg sehr zufrieden.

Breitengüßbach: J. Dippold (35 Punkte / 5 Dreier), Dinkel (19/4), Wagner (12), Lachmann (9/1), Gligorovic (5), D. Dippold (2), Lober (2), Roch (2), Wimmer (1), T. Dippold, Klaus

Jochen Hirmke, Florian Dörr

 


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