Klebt das Pech an den Händen?!?

Schon wieder ein Wochenende zum Vergessen für die regionalen Basketballer aus Baunach, Breitengüßbach und Rattelsdorf. Alle drei Mannschaften verloren ihre Spiele am Wochenende. Die Niederlage für Bike Cafe Messingschlager Baunach ist besonders bitter – ging das Spiel doch in die Verlängerung – und am Ende fehlten nur zwei Punkte.

Baunacher kassieren die nächste knappe Heimniederlage

Die letzte Aktion der Partie war bezeichnend für das Spiel der Baunacher Zweitliga-Basketballer in diesen Wochen: Anstatt sich noch einmal eine Wurfchance zu erarbeiten, um vielleicht einen Sieg in letzter Sekunde zu feiern oder eine zweite Verlängerung zu erzwingen, unterlief Alex Engel ein Fehlpass. Damit war die zweite knappe Heimniederlage in Folge besiegelt. Mit 91:93 nach Verlängerung verlor der Aufsteiger am Samstagabend gegen die Niners Chemnitz. Während die rund 30 mitgereisten Fans der Sachsen den  ersten  Auswärtserfolg in dieser Saison überschwänglich feierten, gingen die Baunacher, denen derzeit das Pech an den Händen zu  kleben scheint, zum sechsten Mal in Folge als Verlierer vom Parkett. In der Tabelle rutschten sie  auf den 13. Platz ab.

„Bei uns kommt derzeit vieles zusammen. Aber jammern hilft nichts. Mannschaften wachsen daran, dass sie Täler durchschreiten, um Berge zu erklimmen. Wir sind ohne Frage in einem Tal. Uns fehlen die Ergebnisse“, meinte der Baunacher Trainer Ivan Pavic nach der zweiten unglücklichen Heimpleite in Folge. Dabei hatte sein Team einen verheißungsvollen Start hingelegt. Nach neun Minuten führte es bereits mit 30:13. Angeführt von Steffen Hamann, der in den ersten drei Minuten bereits drei  Ballgewinne zu Buche stehen hatte (am Ende waren es gar sieben!), zeigten die Baunacher ihrem  Gegner mit einer starken Verteidigung klar die Grenzen auf und schlossen ihre Angriffe meist erfolgreich ab. Als bei den Gastgebern jedoch in den letzten beiden Minuten des ersten Viertels ausschließlich Spieler der zweiten Fünf auf dem Parkett standen, nutzten die Chemnitzer dies zu einem 8:0-Lauf.

Während die Sachsen damit Morgenluft witterten, klappte bei den Baunachern auf einmal gar nichts mehr. Mit 30:16 entschieden die Niners den zweiten Spielabschnitt klar für sich und lagen damit zur Halbzeit mit 51:46 vorne.  „Wir hatten einen kompletten Aussetzer“, sagte Center Leon Kratzer über die nachlässige  Verteidigungsarbeit, die der mit den beiden Nachverpflichtungen Stacy Wilson und Alex Osborne und damit mit fünf US-Amerikanern antretende Gegner eiskalt ausnutzte.

Logan Stutz hatten es die Gastgeber zu verdanken, dass sie im dritten Viertel nicht weiter ins Hintertreffen gerieten. Der US-Amerikaner erzielte neun der 14 Baunacher Punkte in diesem Abschnitt und hatte am Ende ein Double-Double (24 Punkte/10 Rebounds) zu Buche stehen.

Im letzten Viertel sowie in der Verlängerung sahen die 940 Zuschauer in der Stauffenberg-Halle ein packendes Duell zweier Mannschaften, die nun auf Augenhöhe agierten.  Zunächst eroberten sich die Gastgeber unter dem Jubel der begeisterten Zuschauer die Führung zurück, verpassten es nach Hamanns Dreier zum 73:68 in der 32. Min. aber sich entscheidend abzusetzen. Achtmal wechselte die Führung  in den letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit. Im letzten Angriff hatten die Baunacher dann Pech, dass der Ball   nach Marcos Knights’ schwierigem Korbleger um den Ring tanzte, aber nicht durch das Netz fiel.

In der Verlängerung mussten die Baunacher früh auf Anthony Lee verzichten.  Der Flügelspieler, der bis dahin aus der Distanz treffsicher war, kassierte sein fünftes Foul. Bei  den Gästen  übernahm nun  Virgil Matthews Verantwortung. Der Aufbauspieler schloss zwei Angriffe sicher ab und setzte in der Verteidigung Alex Engel   derart unter Druck, dass dem Baunacher  im letzten Angriff der Fehlpass unterlief, der  die zweite bittere Heimniederlage in Folge besiegelte.

Bike Cafe Messingschlager Baunach: Stutz (24 Punkte), Lee (14/4 Dreier), Hamann (13/1), Knight (12/1), Engel (11), Thiemann (7), Kratzer (6), Walde (4), Dippold, Dizdarevic, Taras / Niners Chemnitz: Calvin (30/4), Knutson (21/5), Matthews (20/2), Wilson (9/1), Osborne (7), Bellscheidt (3/1), Cardenas (2), Simon (1), Mixich, Heide, Richter

 

TSV verschläft 1. Halbzeit, Niederlage in Schwabing

Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach bekommen den Neuzugang der Schwabinger Desmond Johnson nicht in den Griff und unterliegen deutlich mit 64:91.

Mit einer Notbestzung reiste der TSV Breitengüßbach nach Schwabing. Neben Taras, der für Baunach spielte, fehlten Sanders und Heberlein verletzungsbedingt, auch Jefferson war nicht Board. Die Gastgeber fanden zu Beginn des Spiels sehr gut in die Partie und zogen gleich zu Beginn auf 13:4 weg (5. Min). Dabei gelang dem Schwabinger Neuzugang Johnson schon sieben der 13 Punkte. Viele Ballverluste und Fehlwürfe der Oberfranken sorgten dafür, dass Schwabing noch einen 13:0-Lauf startete. Den Breitengüßbachern gelang es immerhin die letzten zwei Minuten des ersten Abschnitts ausgeglichen zu gestalten, was einen 31:14 Stand nach zehn Spielminuten mit sich brachte.

Der Anfang der zweiten Spielperiode war ebenfalls ausgeglichen. Beiden Teams gelangen durchgehend Punkte. Für den TSV war es Djerman und Dippold die hier Offensiv Akzente setzen konnten. Nach 15 Minuten stand es 42:25 für die Oberbayern. Doch ein weiterer Lauf der Gastgeber brachte kurze Zeit später eine 27 Punkte Führung, die zur Halbzeit sogar noch auf 30 Punkte ausgebaut werden konnte. Es war immer wieder Schwabings Neuzugang, der scorte. Zur Halbzeit stand es 57:27 für den MTSV Schwabing.

Johnson brachte die Hausherren zu Beginn der zweiten Halbzeit praktisch im Alleingang mit 40 Punkten in Führung, 69:29 (24. Minute), ehe dem TSV durch Djerman und Kral die ersten Punkte gelangen. In der Folgezeit kamen die Oberfranken durch Lukas Wagner und Chris Dippold wieder auf 30 Punkte heran, nachdem die Schwabinger zwei Gänge zurückgeschaltet haben. Die letzten Punkte des dritten Viertels erzielte Marc Kunz mit einem Dreier zum 76:48.

Das letzte Viertel war wieder sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften trafen nicht mehr so erfolgreich. Keppeler, Dippold und Djerman konnten auf Seiten des TSV punkten, während für die Oberbayern Johnson, Da Silva und Moritz scoren konnten. Endstand der Partie war 91:64. Der Sieg, auch in der Höhe ging voll in Ordnung. Nun heißt es für die Gelbschwarzen: Mund abwischen und am kommenden Samstag zuhause die Longhorns Herzogenaurach schlagen.

Breitengüßbach: Djerman (21 Punkte / 1 Dreier), Dippold (14/0), Dinkel (8/2), Wagner (7/0), Keppeler (6/0), Kunz (3/1), Fichtner (3/1), Kral (2/0), Gonnert (0/0), Völkl (0/0)

 

Gegner kam zu oft zu leichten Punkten

Leider wieder nicht erfolgreich kehren die Rattelsdorf Independents aus Stauf zurück. Nach wie vor ohne Boucher beginnt die Mannschaft mit viel Herz und Kampfgeist, mit viel Emotion und guten Moves. Am Ende des ersten Viertels besteht kaum ein Unterschied zwischen den beiden Teams, es heißt 15:13 für Stauf. Auch in der Folgezeit kann sich die Heimmannschaft nicht wirklich absetzen, so dass zur Halbzeit ein 36:31 für die Oberpfälzer aus Neumarkt steht.

In der Halbzeitpause muss der Trainer dann die Lösung für den Erfolg an seine Jungs weitergegeben haben, denn die Mannschaft spielt fortan immer mehr übers Brett, wo die Größe der Rattelsdorfer Spieler das Problem darstellt. Stauf kommt von da an zu leichten Punkten. Es gelingt nicht, auf Staufer Seite Sebastian Wyczisk zu stoppen, der es allein auf 30 Punkte brachte.

Die Independents versuchen als Gegenmittel immer wieder von außerhalb der Dreierlinie zum Erfolg zu kommen. Sie haben dabei aber kaum eine Chance bei Fehlwürfen an die Rebounds zu kommen. So gelingen ihnen im dritten Viertel nur 9 Punkte, zu wenig, um das Spiel für sich zu entscheiden. Am Ende dieses Viertels zeigt die Anzeigentafel 40:57 gegen  die Independents an.  Das sie im letzten Viertel wieder fast ebenbürtig sind, hilft ihnen auch nichts mehr.Sie unterliegen schließlich mit 61:80.

Punktverteilung: Kohn (20/4 Dreier), Kangne (11/1), Reinfelder (8), Seemüller (8), Reh (5/1), Reichmann (4), Stretz (4), Loch (2), Tomasczek

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Theresia Wagner
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