Young Pikes stecken im Tabellenkeller fest

Veröffentlicht am 7. Januar 2019 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Auch im 9. Spiel in Folge war den Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kein Erfolgserlebnis vergönnt. Im Kellerduell unterlag man  bei den Uni Baskets Paderborn klar mit 91:70 und nachdem man auch den direkten Vergleich verlor, liegt man damit schon vier Siege hinter Paderborn.

Die Baunacher starteten mit dem erst 16-jährigen Elias Bagguette in die Partie, der diesmal für den erkältungsgeschwächten Marvin Heckel die Hauptlast im Spielaufbau tragen musste (Matej Jelovcic konnte wegen einer Grippe gar nicht spielen) und diese Aufgabe sehr ordentlich erfüllte. Mit jeweils vier Punkten sorgten er und Adam Pechacek, dessen Vertrag unter der Woche verlängert wurde, für einen ausgeglichenen 10:10 Start nach fünf Minuten. Nach zwei Ballverlusten konnten sich die Gastgeber durch Martin Seiferth, den Bruder des Bayreuther Nationalspielers, erstmals eine Vierpunkteführung holen und auch zum Ende des 1. Viertels hatten sie knapp mit 20:18 die Nase vorne.

Matteo Seric war es, der in der 13. Minute mit drei Freiwürfen in Folge erstmals ein kleines Polster (22:25) für die Baunacher schaffen konnte, doch prompt wendete Kahl mit zwei Dreiern wieder das Blatt. Da die Young Pikes dagegen keinen ihrer sechs Versuche aus der Distanz im Korb unterbringen konnten, zogen die Uni Baskets in der 17. Minute erstmals zweistellig mit 35:25 davon. Erst Nicholas Tischler beendete nach einer fünf minütigen Flaute den 11:0 Lauf der Gastgeber, doch zur Pause lagen die Ostwestfalen sogar mit 44:30 in Führung. Ausschlaggebend für den Rückstand war in erster Linie eine schwache Zweierquote von 44 Prozent bei den jungen Hechten, während auf diesem Gebiet die Schützlinge von Uli Naechster 79 Prozent getroffen hatten.

Frisch motiviert von Felix Czerny und Mario Dugandzic startete man nach dem Wechsel aggressiver und Daniel Keppeler konnte mit vier Punkten auf 50:38 (23. Minute) verkürzen, doch nachdem man einige Chancen an der Freiwurflinie ausließ, erhöhte der Benzinger mit einem Dreier zum 59:38 den Vorsprung erstmals auf über 20 Punkte. Die Gäste gaben sich aber noch lange nicht geschlagen und versuchten mit einer Ganzfeldpresse zurück ins Spiel zu kommen. Zwar gelang es ihnen Paderborn in arge Bedrängnis zu bringen, aber man agierte etwas glücklos und belohnte sich letztendlich nicht für den Aufwand. Die ersten beiden Dreier durch Kristian Kullamäe, der lange gebraucht hatte, um ins Spiel zu finden, weckten kurzfristig die Baunacher Hoffnungen, doch näher als 71:54 kam man nach 30 Minuten nicht heran.

Auch im letzten Abschnitt sahen die 1434 Zuschauer eine unverdrossen kämpfende Youngster-Truppe und Henri Drell konnte mit einem Dreier zum 75:63 (34.) noch einmal verkürzen. Da man aber schlecht von der Freiwurflinie traf und einige Paderborner Dffensivrebounds zulassen musste, gelang die Wende nicht mehr und die Uni Baskets konnten einen ungefährdeten Heimsieg einfahren. Coach Czerny analysierte nach der Partie: „Uns war unsere Tabellensituation sehr bewusst. Leider hat unser Herangehen das nicht wiedergespiegelt und der Lauf von Paderborn im zweiten Viertel war einfach zu lang gewesen. Wir sind nicht zufrieden mit unserer Leistung. Aber nur teils wegen des Ausgangs, vielmehr wegen der Art unseres Auftritts.“

Für die Young Pikes kommt es jetzt zu zwei ganz wichtigen Spielen gegen die Schalker, die am Samstag in Karlsruhe mit 82:59 ebenfalls unterlagen. Am kommenden Dienstag in Oberhausen und acht Tage später in Bamberg (19:30 Uhr) besteht die Chance, mit zwei Siegen die Abstiegsplätze zu verlassen. Bei zwei Niederlagen dagegen würde der Klassenerhalt in weite Ferne rücken.

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA

Uni Baskets Paderborn – Baunach Young Pikes 91:70

Uni Baskets Paderborn: Seiferth (20 Punkte), Benzinger (19/3 Dreier), Klinewski (15), Mixich (10/1), Kahl (10/2), Wood (9/1), Buntic (6), Ward (2), Nagora, Demirbas.

Baunach Young Pikes: Pechacek (13), Keppeler (13), Seric (11), Drell (11/1), Kullamäe (10/2), Baggette (6), Tischler (4), Heckel (2), Edwardsson, Plescher, Köppel.

Zuschauer: 1434

Jochen Hirmke

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