Neues Bike-Eldorado in Baunach

Pumptrack, Slopestyle-Line, Flowtrail. Was vielen erst einmal gar nichts sagen wird, lässt bei anderen wiederum die Herzen höher schlagen. In Baunach wurde am vergangenen Wochenende der neue Bike-Park eröffnet, auch Innenminister Joachim Herrmann war gekommen. Warum kann eine solche Einrichtung gerade heute wichtig sein?

Im Norden der Stadt Baunach ist ein neues Freizeit-Highlight entstanden. Auf einer Fläche von fast 15.000 Quadratmetern lädt der Bike-Park der Firma Messingschlager zum Fahrradfahren ein. Nein, die Rede ist dabei nicht von gemütlichem Radfahren auf befestigten Wegen. Vielmehr ist der Bike-Park als Cross-Country-Strecke konzipiert. Das bedeutet auch: Mit einem normalen Fahrrad ist die Benutzung eher schwierig, zumindest ein Mountainbike, am besten auch mit Federung, sollte es sein, erklärt Dennis Schömburg, Managing Director des Unternehmens. Und natürlich gehören Fahrradhelm und auch weitere Schutzausrüstung zur Standardausstattung für alle, die hier Spaß haben wollen.

Der Park ist öffentlich zugänglich, auch wenn der sich auf dem Firmengelände von Messingschlager befindet. Aktuell ist er bei gutem Wetter täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr offen. Bei feuchter Witterung darf er generell nicht befahren werden. Informationen stellt Messingschlager jederzeit auf der Internetseite des Bike-Cafés zur Verfügung.

Panoramaaufnahme: Der Park befindet sich direkt neben den Gebäuden der Firma Messingschlager im Baunacher Norden.

Für Anfänger und Könner

Zum Bikepark gehören mehrere Strecken. Gleich nahe des Eingangs finden sich Pumptrack und Laufradtrack, eine Wellenbahn als Endlosschleife mit einem Extrabereich für die kleinsten Radfahrer, die sich hier auch schon mit Laufrädern ausprobieren können. Actionreich geht es etwa auf der Slopestyle-Line zu, einer Strecke mit mehreren Sprüngen, die nur für Könner gedacht ist. Besonders viel los war aufgrund der guten Befahrbarkeit bei der offiziellen Eröffnung des Parks am Wochenende auf der 4-Cross-Strecke. Diese ist besonders breit, hier können auch mehrere Personen nebeneinander fahren.

Was nicht verschwiegen werden sollte: Natürlich ist das Befahren nicht ganz ungefährlich. Denn einige der Strecken eignen sich nur für gut trainierte Fahrerinnen und Fahrer. Daher finden sich auf den Tafeln auf dem Gelände auch zahlreiche Sicherheitsinformationen. Grob zusammengefasst: Jeder ist hier für sich selbst verantwortlich, da es keine Aufsicht gibt.

Zur offiziellen Eröffnung war auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nach Baunach gekommen. Er lobte die Firma Messingschlager als einen der typischen „Hidden Champions“, also als ein Unternehmen, das eher weniger bekannt, aber dennoch in seinem Bereich ein absoluter Primus in der Branche ist. Der Bike-Park stehe für modernen Radsport und begeistere besonders junge Leute fürs Radfahren. „Aber nicht jeder muss gleich einen Kopfsprung machen“, meinte Herrmann. Vielmehr sei Weitblick gefragt, wenn es ums Thema Radfahren gehe. Der Park sei damit nicht nur eine Bereicherung für den Sport in Franken, sondern mache Werbung für das Thema Radfahren, im Alltag und in der Freizeit.

Innenminister Joachim Herrmann mit Markus Hammrich (Landratsamt Bamberg) und Baunachs Bürgermeister Tobias Roppelt.

Bruno Kellner, stellvertretender Landrat, überbrachte die Grüße des Landkreises. Entscheidend für den Bau des Parks seinen sowohl das Engagement der Familie Messingschlager als auch die Fördergelder vom Freistaat Bayern und von der Europäischen Union über „Leader“ gewesen. Und Baunachs Bürgermeister Tobias Roppelt hob vor allem die Rolle Baunachs als Fahrradstadt hervor. Nicht nur Vereine wie die Veitensteinbiker oder die Jugendarbeit würden die Strecken nutzen, sie seien auch ein Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher von nah und fern – und daher ein absolutes Highlight nicht nur für Baunach, sondern für die gesamte Region.


Viele Fotos vom Bike Park finden Sie in unserer großen Bildergalerie (zum Öffnen einfach ein beliebiges Foto anklicken, zum Beenden der Anzeige das X in der Ecke oben wählen).

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