180 Stunden Musik, 81 Mal unterwegs

Etwas später dran als gewöhnlich war der Musikverein Priegendorf – Sendelbachtaler Musikanten in diesem Jahr mit der Jahreshauptversammlung. Dafür konnte der Verein im Juli sein 30-jähriges Bestehen feiern. Bei der Versammlung am 22. September 2012 standen auch Neuwahlen an, und Vorstand Reinhold Häfner erläuterte anhand von Zahlen, wie viel Arbeit in einem Verein wirklich anfällt.

180 Stunden Musik haben die Sendelbachtaler Musikanten im Jahr 2011 (auf das sich die Versammlung bezog) gespielt, 81 Mal waren die Musiker dafür unterwegs. Reinhold Häfner stellte in seinem Bericht die Highlights aus 2011 vor, dazu gehörten neben der Christbaumversteigerung in Dorgendorf/Priegendorf auch die Faschingsumzüge, ein Probenwochenende im Mai, das 100-jährige Jubiläum des 1. FC Baunach, Aufritte auf der Bamberger Sandkerwa und „Best of Bock“ im Lokal Pelikan in Bamberg. Hinzu kamen zahlreiche kirchliche Feste und Festzüge.

Natürlich stand auch wieder der „Bunte Abend“ auf dem Programm, an den die Besucher hohe Erwartungen knüpfen, sowie das Seefest mit Fischerstechen. Ein Meilenstein war für den Musikverein auch die Segnung der Alten Schule in Priegendorf. Der Verein hat mit der Stadt einen Nutzungsvertrag geschlossen und wacht über die Räumlichkeiten, die damit für Proben und Feiern zur Verfügung stehen. Aufgekündigt wurde dagegen der Patenschaftsvertrag für den See: „Wir können uns nicht um zwei Objekte kümmern“, sagte Häfner.


Das Publikum lauscht den Berichten…


…des Vorstand. Hier berichtet Schriftführer Herbert Fröhlich (stehend).

Qualität, Pünktlichkeit und Stagnation

Zur Jahreshauptversammlung konnte Häfner 28 Mitglieder und die Stadträte Thomas Distler, Peter Großkopf und Erich Langhojer in der Alten Schule begrüßen. 206 Mitglieder zählt der Verein zurzeit, davon sind knapp 20 regelmäßig als Musiker aktiv. Zwölf Nachwuchsmusiker befinden sich in Ausbildung. Zur bestandenen D1-Prüfung gratulierte er Ferdinand Distler.

„Wichtig ist für die Zukunft“, so Häfner in seinem Bericht, „dass wir uns besser verkaufen, das Publikum ansprechen und auch mit einbeziehen.“ Außerdem müsse natürlich weiter an der musikalischen Qualität und der Pünktlichkeit gearbeitet werden. Neben den bekannten Stücken forderte Häfner das Einstudieren von neuen Liedern, auch in Sachen Gesang. Dirigent Uwe Bartl, der aufgrund eines anderweitigen Engagements nicht anwesend war, musste auch von anwesenden Mitgliedern einige Kritik einstecken. Es dürfe nicht zum Stillstand kommen, die Weiterentwicklung stagniere momentan. „Musik ist eine freiwillige Verpflichtung. Wenn ich nur zum Spaß spielen will, brauche ich auch keinen teuren Dirigenten“, so eine Meinung aus dem Saal. Die Verantwortlichen des Vereins wollen daher mit den Musikern in Gespräch kommen, um zu klären, welcher Weg eingeschlagen werden soll. Außerdem soll das Vereinsleben im kommenden Jahr auch mit Aktionen wie einem Grillabend oder einem Ausflug bereichert werden.

„Eigentlich wollte ich aufhören…“

Zum Start des Tagesordnungspunktes „Neuwahlen“ machte Reinhold Häfner sein künftiges Engagement für die Sendelbachtaler Musikanten davon abhängig, die Lasten auf mehrere Schultern zu verteilen und erklärte sich anschließend bereit, erneut zu kandidieren. So wurden Reinhold Häfner und Elmar Gruß als erster und zweiter Vorstand bestätigt, Kassier bleibt Lukas Häfner, Schriftführer Herbert Fröhlich. Teilweise neue Gesichter gibt es bei den Beisitzern, hier wurden Eberhard Dorsch, Peter Schug, Christoph Weinkauf, Dominik Schug, Sabine Friedrich und Bernd Hohner gewählt.


Der gewählte Vorstand, in der Mitte Reinhold Häfner.

Wer die Sendelbachtaler Musikanten demnächst einmal live erleben will, hat dazu zum Beispiel am 30. November Gelegenheit, denn dann steht wieder „Best of Bock“ im Pelikan in Bamberg an. Auch das Adventskonzert am vierten Advent wird sicher wieder viele Besucher anziehen.

Johannes Michel

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