Baunach fördert die Artenvielfalt mit neuem Mähkonzept und Blühstreifen

Für eine naturnahe und insektenfreundliche Pflege der vorhandenen, artenreichen Vegetation an Straßen- und Wegrändern, sowie den übrigen Grünflächen in der Stadt Baunach und den Stadtteilen wurde zusammen mit dem Nachhaltigkeitsbeauftragten der Stadt und dem Bauhof ein neues Mähkonzept erarbeitet. „Wir möchten die Biodiversität im besiedelten Bereich weiter erhöhen und eine größere Vielfalt einheimischer Insekten ermöglichen“, erklärt Bürgermeister Tobias Roppelt (CBB).

Die Umsetzung soll in den kommenden Jahren schrittweise erfolgen. Die Aufteilung der zu pflegenden Grünflächen erfolgt in vier Bereichen mit entsprechendem Mähintervall und Festlegung von Blühflächen.

Verschiedene Flächen in Baunach und den Stadtteilen, die nicht für den Straßenverkehr relevant sind, wurden ausgewählt und werden in diesem Jahr nur ein bzw. zwei Mal bearbeitet. Gras und Pflanzen werden dabei nicht ganz kurz gemäht. Dies schützt viele Kleinlebewesen am Boden. Zum Konzept gehört außerdem das Aufsammeln des Mähguts, anstatt den Bewuchs zu mulchen. So magert die Fläche aus, was vor allem die Ansiedlung von Wildblumen und Kräutern fördert. Optisch werden diese Flächen für die Bürgerinnen und Bürger durch Aufstellen von Infotafeln gekennzeichnet.

Städtische Flächen mit hohem Nutzungsdruck oder gestalterischen Ansprüchen, wie Spielplätze oder Parkanlagen, sowie Flächen, die für den Straßenverkehr relevant sind, werden weiterhin regelmäßig und nach Bedarf gemäht. Auch müssen Wassergräben regelmäßig geschnitten werden, damit das Wasser besonders bei Starkregen gut ablaufen kann.

„In Zeiten dramatischen Insektensterbens und Artenrückgangs allerorts sind das zwar nur kleine, aber für die Natur wertvolle Schritte. Gut, dass die Stadt Baunach dazu ihren Beitrag leistet!“ kommentiert der Nachhaltigkeitsbeauftragte Heiko Schmitt das neue Mähkonzept. „Wir werden im Herbst wieder in einer kleinen Runde mit dem Bauhof zusammenkommen und bei einem Erfahrungsaustausch besprechen, ob und wie das neue Mähkonzept schrittweise erweitert werden könnte,“ betont daraufhin Roppelt.

„Ich bitte alle Naturliebhaber und -schützer erst einmal in den kommenden Monaten von Verbesserungsvorschlägen abzusehen und dem städtischen Bauhof bei den ersten Schritten der Umsetzung zu vertrauen,“ ergänzt Schmitt.

Blühstreifen lassen Baunach aufblühen

Durch ein LEADER-Projekt der AG BauNACHhaltigkeit wurden schon im vergangenen Jahr mehrere Blühstreifen gesät. Dafür haben Landwirte Teile ihrer Äcker zur Verfügung gestellt, Jagdpächter Übergangsflächen zwischen Wald und Wiese, Gärtner Teile ihres Gartens und Imker Wiesenflächen. In diesem Jahr werden nun auch weitere Blühstreifen von der Stadt angelegt. Besonders erfreulich ist, dass auch für Baunacher Firmen ökologisches Denken und Handeln zur Unternehmensphilosophie gehört. Im Frühjahr wurde auf dem Firmengelände der Firma Messingschlager eine 500 m2 große Insektenwiese angelegt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekamen begleitend zu dieser Maßnahme ein Samentütchen für den eigenen Garten geschenkt.

Schon in diesem Jahr wird Baunach also deutlich noch mehr aufblühen – zur Freude von Insekten, Vögeln und den naturliebenden Bürgerinnen und Bürgern.

Titelfoto: Melanie Schmitt

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