Wer soll die Machbarkeitsstudie erstellen?

Zwei Architekturbüros präsentierten sich im Gemeinderat Breitengüßbach. Die Aufgabe: Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung von Zentrum 1 und Zentrum 2 zum Bürgerzentrum.

In der Januar-Sitzung wurde im Gemeinderat beschlossen, eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des Gebäudekomplexes Zentrum 1 und Zentrum 2 in ein multifunktionales Bürgerzentrum in Auftrag zu geben. Sie soll in zwei Varianten untersuchen, wie die Nutzungsbedarfe am Standort im Ortskern integriert werden können. Der Erhalt und die Modernisierung der Gemeindeturnhalle werden dabei vorausgesetzt. Gesucht wird eine Konzeption, welche sich einerseits in einem wirtschaftlich eng gesteckten Rahmen bewegt und andererseits eine hochwertige städtebauliche und architektonische Lösung findet.

Angefragt hatte die Gemeinde bei sieben Planungsbüros, vier Büros gaben ein Angebot ab. In die engere Auswahl kamen die Büros Kuchenreuther Architekten, Marktredwitz sowie Eichhorn und Partner Architekten, Coburg. Beide Büros konnten sich und ihre ersten Ideen im Gemeinderat am 19. März 2024 vorstellen.

ISEK war eine gute Vorarbeit

Den Anfang machten Lisa Kuchenreuther und Franziska Grüner von Kuchenreuther Architekten. Sie präsentierten vornehmlich Referenzen und erklärten, dass das Büro nach keinem bestimmten Stil arbeite, sondern sich immer am Ort und der Umgebung orientiere. „Daher sehen unsere Gebäude immer anders aus“, so Grüner. Empfohlen wurde, in den Prozess einen Energieberater einzubinden. Als besondere Herausforderungen sah Lisa Kuchenreuther die Beschränktheit des Ortes durch Straßen und Bahnlinie sowie die zahlreichen Zuwegungen. „Wir müssen einen Ort schaffen, den man gerne besucht.“

Die Gemeindeturnhalle, hier bei einer gemeindlichen Infoveranstaltung, wird vielfältig genutzt und soll auf jeden Fall erhalten bleiben.

Ausführlicher hatte sich Marcel Ebert von Eichhorn und Partner mit dem Areal beschäftigt. Er zeigte zwar auch die ein oder andere Referenz, ging aber konkreter auf das Breitengüßbacher Projekt ein. Er lobte zunächst die hervorragende Vorarbeit, die mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) bereits geleistet wurde. Das Objekt befinde sich an einer Schnittstelle zwischen dem alten und dem neuen Siedlungsgebiet, was eine einzigartige Gelegenheit biete, die Dynamik des Ortes hervorzuheben. Seine ersten Ideen zielten darauf ab, diese Lage zu nutzen, um eine Verbindung zwischen den verschiedenen Teilen der Gemeinde zu schaffen und einen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität zu entwickeln. Die Flächen sollten, neben dem Kirch- und Festplatz, als Treffpunkt dienen. Dabei könnte insbesondere das Thema Grün in den Vordergrund gerückt werden. Besondere Aufmerksamkeit könnte das Dach der Turnhalle bekommen, das er „fünfte Fassade“ nannte. Denn: Aufgrund der erhöhten Lage des Fußwegs und der Straße, wo sich ein Blick auf den Dachbereich ermöglicht, werde ein einfaches Blechdach den Anforderungen nicht gerecht. Bedacht werden sollten auch mögliche Altlasten sowie eine Umgestaltung des Areals durch Abbruch des kleinen b-treff-Gebäudes.

Eine Entscheidung für eines der Büros fiel im öffentlichen Teil der Sitzung nicht, die konkreten Angebote wurden nichtöffentlich beraten.

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Neues Servicefahrzeug

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde einstimmig beschlossen, ein neues Saug- und Spülfahrzeug für die Kanalreinigung des Zweckverbandes Kommunale Selbsthilfe im Landkreis Bamberg zu beschaffen. Beteiligt sind auch die anderen Mitgliedskommunen des Zweckverbands – Ebrach, Kemmern, Memmelsdorf, Oberhaid und Scheßlitz. Das Fahrzeug soll zum Teil aus Rücklagen, zum Teil aus einer Investitionsumlage, berechnet anhand der Einwohnerzahlen der Kommunen, finanziert werden. Für die Gemeinde Breitengüßbach bedeutet das im kommenden Haushaltsjahr Kosten von rund 47.500 Euro.

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