Ehrungen, Regionalbudget und ein Ausblick nach 2022

In der Jahresabschluss-Sitzung des Gemeinderats Gerach informierte Bürgermeister Sascha Günther über die Mitbürger-Ehrungen im abgelaufenen Jahr. Auch das Regionalbudget der Baunach-Allianz für 2022 war Thema. Und der Bürgermeister blickte auch auf das neue Jahr und die wichtigsten Aufgaben.

Aufgrund der Corona-Hygiene-Vorgaben musste auch dieses Jahr die Ehrung verdienstvoller Mitbürger während der öffentlichen Gemeinderatsitzung in deren Abwesenheit vorgetragen werden. Hervorgehoben werden in der Regel Leistungen in sportlicher, schulischer und überragender Hinsicht. So hatte auch diesmal Bürgermeister Sascha Günther die vier ausgewählten Personen kontaktiert und ihre Ehrung bereits in kleinem Kreis durchgeführt. Jeder erhielt ein kleines Geschenk und ein VG-Kärtchen.

So hatte Linda Schmitt trotz der Pandemie-Beeinträchtigung mit einem hervorragenden Notendurchschnitt von 1,0 ihr Abitur bestanden. „Dies sei keine alltägliche Leistung, auf die könne sie stolz sein“, lobte das Gemeindeoberhaupt und wünschte der Abiturientin auf ihrem weiteren Lebensweg weiterhin viel Erfolg.

Die anderen drei Geracher Bürger hatten im vergangenen Jahr 2021 eine besondere sportliche Leistung vollbracht: Anja Hertel, Vitus Gerber und Robin Kreuz fuhren bei der ersten Teilnahme der Gemeinde am Stadtradeln die meisten Kilometer der Ortsbeteiligten ein. Mit einer Gesamtstrecke von 869 km (Hertel), 846 km (Robin Kreuz) und 664 km (Gerber) halfen sie mit, dass die Gemeinde Gerach als Preis vom Landratsamtes Bamberg einen Kastanienbaum überreicht bekam, der bereits im neuen Kindergarten eingepflanzt worden war.

Regionalbudget der Baunach-Allianz 2022

Der Sitzungsleiter brachte in der Gemeinderatssitzung vom 16. Dezember 2021 für das kommende Regionalbudget 2022 der Baunach-Allianz drei Vorschläge zur näheren Diskussion. Neben Maßnahmen für die Kegelbahn oder die Anschaffung von Geschwindigkeitsanzeigen, sei auch der Austausch der Klapptische für die Laimbachtalhalle ratsam. Gemeinderat Gerhard Ellner (SPD) bezweifelte, dass sich die Fahrer auch tatsächlich an die Geschwindigkeitsanzeigen halten würden, und regte vielmehr an, am Kindergarten auf die Bring- und Abholzeiten aufmerksam zu machen.

Nach dem Hinweis des Bürgermeisters, dass im Bauhof zehn Tische gelagert seien, die nicht mehr repariert werden könnten, stimmte das Gremium zu, 40 Neue zu bestellen, was eine Gesamtsumme in Höhe von ca. 8.500 Euro ausmachen würde. Man hätte jetzt die neue Beamer-Leinwand-Anlage und sollte daher auch das weitere Inventar neu aufrüsten, so war die allgemeine Tendenz zu hören.

Gemeinderat Rolf Baier (UWG) erinnerte daran, dass die Modernisierung der Toilettenanlage auch schon im Gemeinderat zur Diskussion gestanden hatte, und Gerhard Ellner (SPD) ergänzte, dass diese Maßnahme mit Einbau einer Behindertentoilette bereits einmal dem Regionalbudget mit Kosten in Höhe von um die 22.000 Euro vorgeschlagen worden war. Bürgermeister Sascha Günther erwiderte, dass er diese Maßnahmen für den Haushalt 2022 vorgesehen hätte, so dass damit nach Genehmigung begonnen werden könne.

Öffentlich-Machen von nicht-öffentlich gefassten Beschlüssen

In Fortführung der Diskussion aus der Oktobersitzung wurde von der Verwaltung darauf hingewiesen, dass Personalangelegenheiten, Steuergeheimnis, Grundstücksangelegenheiten mit privater Beteiligung, unter Datenschutz liegende Aussagen, Rechtsstreitigkeiten und Auftragsvergabe, die in nicht-öffentlicher Sitzung beraten worden waren, auch geheim bleiben sollten. Es gebe aber auch Beschlüsse, deren Gründe für die Geheimhaltung wegfallen (Art. 52 Abs. 3 GO). Diese dürften dann der Öffentlichkeit mitgeteilt werden, so sieht es die Geschäftsordnung § 21 Abs. 3 vor. In der Regel entscheidet der Bürgermeister, was zum Beispiel im Rahmen seines Kurzberichtes veröffentlicht werden soll. Allerdings müsse ihm diese Aufgabe vom Gemeinderat übertragen werden. Jener genehmigte dann auch nach Diskussion einstimmig, dass der erste Bürgermeister in Zukunft nach pflichtmäßigem Ermessen Informationen öffentlich bekannt geben darf, wenn die Vertraulichkeit, die zur nichtöffentlichen Behandlung geführt hat, weggefallen ist.

Waldtag für den Kindergarten

Von den Kindergarten-MitarbeiterInnen sei die Bitte gekommen, man wolle zukünftig einmal in der Woche einen Waldtag abhalten, berichtete Bürgermeister Günther. Dazu benötige man eine Fläche im Gemeindegebiet, wo dies umgesetzt werden könne. Hierzu soll zunächst ein Gespräch mit der Forstrevier-Leitung gesucht werden. Man bräuchte „a Hüttla“, Unterstellmöglichkeiten für die Kinder und das Spielzeug. Gemeinderätin Michaela Batz (CSU) erinnerte daran, dass bei Waldkindergärten der Spiegel der Betreuer höher sei, und dass deren Bedarf und deren erforderliche Qualifikation vorher abgeklärt werden sollte, ergänzte Gemeinderat Rolf Baier (UWG). Dritter Bürgermeister Tobias Ebert (SPD) fragte nach, ob man denn nicht den Naturlehrpfad einbinden und den Pavillon mit nutzen könne, worauf der erste Bürgermeister bestätigte, dass der Waldlehrpfad Gemeindewald sei und daher in die nähere Wahl einbezogen werden sollte.

Jahresrückblick 2021 und Ausblick 2022

Schließlich ließ Bürgermeister Sascha Günther noch einmal das Corona-Jahr 2021 Revue passieren. Die Einrichtung und der Betrieb des Corona-Testzentrums hatten zahlreichen Ehrenamtlichen viel Zeit abverlangt, weshalb er sich bei den Helfern herzlich bedanken möchte. Auch Gerach war von einem Juli-Hochwasser nicht verschont geblieben, weshalb sich sein Dank für die Hilfe auf alle Feuerwehren (30 Einsatzstellen!) des Umkreises ausdehnte. Die neue Beamer-Leinwand-Ausrüstung wurde durch das Budget der Baunach-Allianz ermöglicht.

Der Umzug des Kindergartens wäre ohne die Hilfe der Eltern so nicht möglich gewesen. Die Pflasterarbeiten der Feuerwehr sind aufgrund des großen Anteils an Eigenleistung abgeschlossen. Zum Neubürgerfest waren 22 Personen mit großem Interesse gekommen. Die Umänderung des Mischgebiets in Wohnfläche ermöglichte die Ausweisung von weiteren Bauplätzen, die bereits wieder vergeben sind. Im Kirchenumgriff bestünde die Möglichkeit die Treppe in das Dorferneuerungsprogramm aufzunehmen.

Der beim Stadtradeln gewonnene Kastanienbaum im Garten des Geracher Kindergartens

Damit begann der Ausblick auf das kommende Jahr 2022: Es müsse eine Nachnutzung für den alten Kindergarten gefunden werden. Die Sanierung des Hochbehälters, der Bau des Radweges (nach sechs Jahren Planung!), die Eröffnung des Naturlehrpfades und die Sanierung der Felsenkeller unter der Kirche sowie die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen stünden im Vordergrund. „Das sind viele Aufgaben, packen wir sie an!“ Dabei bedankte sich Bürgermeister Günther für die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat. „Es sei nicht immer leicht, Entscheidungen zu treffen, die für jeden Bürger zufriedenstellend sind“, resümierte das Gemeindeoberhaupt, „jedoch geschehen diese zum Wohl der Bürger“, weshalb allen daran Beteiligten Dank ausgesprochen wurde. Dieser Anerkennung schloss sich auch der Zweiter Bürgermeister Thomas Motschenbacher (CSU) an und bedankte sich beim Ersten für seinen Einsatz und seine Arbeit für die Gemeinde. Mit dem Wunsch, dass dies so bleibe, und im kommenden Jahr wieder Veranstaltungen abgehalten werden können, wurde die Sitzung geschlossen.

Ausblick des Bürgermeisters – beim Hochwasserschutz muss dringend etwas getan werden

Sonstiges

Die Gemeinde Gerach habe zum Ausgleich von Gewerbesteuermindereinnahmen 19.320 Euro erhalten. Die Schlüsselzuweisungen 2022 belaufen sich auf einen Betrag in Höhe von 372.220 Euro.

Ende November musste die Feuerwehr aufgrund eines Ölunfalls in der Kläranlage ausrücken. Mittels Pumpfahrzeugen und einer anschließenden Kanalspülung wurde der Schaden behoben.

Der Radwegbau Laimbach-Gerach hatte sich verzögert, da schließlich noch die Untertunnelung der Fahrbahn für die Amphibien geprüft worden war. Dies sei nun nicht realisierbar. „Ein Jahr sei in den Sand gesetzt worden“, ärgerte sich sichtlich der Erste Bürgermeister. Der Beginn der Bauarbeiten soll 2022 erfolgen.

Am Spielplatz sind zwei Geräte kaputt, der Wackelsteg und das „Sechseck-Klettergerüst“. Eine Reparatur durch den Bauhof mit anschließender TÜV-Abnahme käme teurer als eine Neuanschaffung, weswegen der Ersatz der Geräte zu einem Preis in Höhe von 3.300 Euro bei 3 Prozent Skonto in Auftrag gegeben wurde.

Ein Treffen in der Kämmerei der VG Baunach mit Pius Schmelzer, Vorsitzender der Teilnehmergesellschaft (Amt für ländliche Entwicklung), muss im Januar 2022 erneut angesetzt werden, da die Eckpunkte des Förderprogramms EURI noch nicht bekannt gegeben wurden. Die Abgabefrist für den Antrag sei jedoch auf Ende März 2022 verlängert.

Der neue Elternbeirat der Kindertagesstätte Regenbogen wurde im November 2021 durch Briefwahl ermittelt: Die Wahl fiel auf Selina Gröger als 1. Vorsitzende und Anja Kaiser als ihre Stellvertreterin. Tanja Dauer, Linda Lang, Katharina Wodarg und Franziska Urban sind als Beisitzerinnen erkoren.

In einer der kommenden Sitzungen soll diskutiert werden, ob im Friedhof in einem Eck ein „Urnengräberbereich“ angelegt werden könne. Dabei soll auch die Friedhofsatzung geändert werden, um festzulegen, was an die Urnenwand gestellt werden darf und was nicht. Es habe schon Beschwerden wegen den dort herrschenden unterschiedlichen Auffassungen von Schmuck gegeben.

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