Kiesabbau: Bis 2040 entsteht eine Seenlandschaft

Schon nach einer knapp dreiviertel Stunde war die Marktgemeinderatssitzung am 16. Mai 2013 in Rattelsdorf wieder vorbei. Neben einigen kleineren Themen ging es vor allem um den Kiesabbau im südlichen Gemeindebereich, der noch etwa 25 Jahre andauern soll.

Gleich mehrere Kies- und Betonwerke befinden sich in unserer Region, allseits bekannt sind die Firmen Porzner (Zapfendorf) und Kaspar Röckelein (Wachenroth). Letzteres Unternehmen betreibt auch ein Betonwerk in Ebing. Im Süden von Rattelsdorf, oder besser, im Norden von Breitengüßbach, entstanden in den vergangenen Jahren Seen, die nach dem Ende der wirtschaftlichen Nutzung zu Freizeitbereichen wurden. Weitere Teilbereiche sollen bis zum Jahr 2040 hinzukommen.

Die Rattelsdorfer Gemeinderäte hatten diesbezüglich zu entscheiden, ob die Abbaurechte und Genehmigungen nun von einem anderen Unternehmen auf die Kaspar Röckelein KG übertragen werden können. Dem stimmten die Räte einstimmig zu. Betroffen sind die Flächen westlich der Bundesstraße 4, die direkt über dem „Großen See“ liegen. Nach dem Abschluss des Kiesabbaus sollen die Gebiete renaturiert werden, die Planungen dafür sind bereits ausgearbeitet und Teil eines europäischen Leader-Projektes. Neben der Freizeit- und Fischereinutzung sollen auch Biotope und Flachwasserzonen entstehen.

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Eine Karte des „Flussparadies Franken“ zeigt, wie die Seenlandschaft einmal aussehen soll
(zum Vergrößern anklicken).

Breitbandausbau kommt voran

Bürgermeister Bruno Kellner informierte zudem über den Breitbandausbau in der Gemeinde. Aktuell sei für 70 Prozent der Bevölkerung schnelles Internet verfügbar, im nächsten Mitteilungsblatt werden dazu ausführliche Informationen enthalten sein. Von der Tagesordnung abgesetzt wurde der Punkt „Bericht des Arbeitskreises Spielplätze“ – es wird nach der Klausurtagung des Gemeinderats, die in den Pfingstferien ansteht, erneut auf die Tagesordnung kommen.

Johannes Michel. Karte: Flussparadies Franken

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