Alle Gemeindeteile sollen WLAN-Hotspots bekommen

Aus der Bevölkerung kam in der jüngsten Gemeinderatsitzung der Antrag, im Marktgemeindeteil Busendorf, genauer für das Gebiet östlich der Spenglerei „Süppel“ (südlich der BA 42 Richtung Birkach) eine Bauleitplanung anzustoßen, um dort zukünftig eine Bebauung zu ermöglichen. Untermauert wurde dieses von einer Familie eingereichte Gesuch mit den Unterschriften von 70 Einwohnern aus den Ortschaften Busendorf/Poppendorf.

Auch der betroffene Grundstückseigentümer zeigte sich bereits damit einverstanden, den für diesen Zweck benötigten Grund und Boden an die Gemeinde zu veräußern. Somit war sich das Gemeindegremium einig und stimmte dem formulierte Grundsatzbeschluss für eine zukünftige Baulanderschließung zu. Markgemeinderätin Sabina Sitzmann-Simon erinnerte jedoch daran , dass die CSU-Fraktion bereits im Vorfeld zweimal eine solche Prüfung beantragt hatte. Schließlich wurde die Verwaltung damit beauftragt, die Planung von einem Ingenieurbüro prüfen zu lassen, und Bürgermeister Bruno Kellner erhielt die Erlaubnis, den Ingenieurvertrag hierfür abzuschließen und die entsprechenden Grundstücksverhandlungen zu führen.

W-Lan Hotspots: Was noch zu tun ist

Von der Ebinger Firma Thefi.com war die Tabellenübersicht für verschiedene Standorte, an denen innerhalb des Gemeindegebiets Zugangspunkte nach dem Motto „Wifi4EU“ errichtet werden konnten, aktualisiert, und die geschätzten Kosten auf den neuesten Stand gebracht worden. Die dort genannten jeweiligen Summen beinhalten das Management der Router und der WLAN-Access-Points für die Dauer der folgenden drei Jahre.

Zuvor war die Begehung der einzelnen Immobilien zusammen mit Hausmeister Armin Kümmelmann erfolgt und man kam zu folgendem Ergebnis, was noch benötigt wurde: Ein LAN-Anschluss im OG und eine Netzwerk-Dose im EG-Foyer der Abtenberghalle, ein Anschluss und eine Dose im Feuerwehrhaus Rattelsdorf, je zwei Anschlüsse für die Dorfgemeinschaftshäuser in Medlitz und Höfen (plus Dosen), je einer für die Dorfgemeinschaftshäuser Busendorf, Poppendorf und Speiersberg inklusive Dosen. Für die Ausstattung des Feuerwehrhauses in Busendorf müsse zudem ein Kabel vom außerhalb liegenden DSL-Punkt nach innen verlegt werden. Die Option eines zusätzlichen LAN-Anschlusses für die Fahrzeughalle ließ man noch offen.

Bei einer empfohlenen Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s betragen die Betriebskosten für die Ausstattung monatlich 314,65 Euro (netto) oder auf das Jahr gerechnet einen Betrag in Höhe von 3.775,80 (netto). Für die Anschlussgebühr an den Dorfgemeinschaftshäusern in Speiersdorf und Zaugendorf würden jeweils zusätzliche 800 Euro anfallen. Bei den Feuerwehrhäusern Ebing und Mürsbach sowie in der Schule Mürsbach (Nutzung für Vereine) sind hingegen keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Somit betragen die Kosten für die Hardware und Einrichtung aller angesetzten WLAN-Hotspots rund 21.000 Euro (brutto), worauf mit Zuschüssen in Höhe von rund 12.000 Euro gerechnet werden dürfe. Nach der Abstimmung, die unter Enthaltung von Marktgemeinderat Otto Schobert wegen persönlicher Beteiligung erfolgte, erhielt die Firma Thefi.com einvernehmlich vom Marktgemeinderat den Auftrag, diese Maßnahmen umzusetzen.

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Hans-Jürgen Scheerbaum

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Anfragen der Marktgemeinderäte

Marktgemeinderat Oliver Prath (CSU) erkundigte sich nach dem Fortschritt der Maßnahme „Mobilstation – Bahnhof Ebing“ und erhielt vom Gemeindeoberhaupt die Antwort, dass sie heuer noch fertiggestellt werden solle. Mit Skepsis stellte das Ratsmitglied auch die Frage, ob die Sanierung der Laufbahn am Rattelsdorfer Schulsportplatz fachgerecht erfolgt war, worauf ihm entgegnet wurde, dass die Endabnahme von einem Sachverständigen erfolgt sei, und das entsprechende Gutachten eingesehen werden könne.

Auf die Nachfrage nach Ausbleiben der angeforderten Prioritätenliste wurde dies mit krankheitsbedingten Ausfällen in der Verwaltung begründet. Zudem machte Prath darauf aufmerksam, dass auf der Gemeindeverbindungsstraße Rattelsdorf – Zapfendorf auf Höhe Ebing der Teer seitlich wegbreche.

Andreas Schneiderbanger (Ebinger Liste) monierte, dass die Rasenfläche vor dem Hochwasserdamm am Sportplatz in Ebing in der Regel als Parkplatz benutzt und somit Dreck aufgewühlt werde, den die Anwohner jedes Mal säubern müssten. „Ob dort“, so schlug der Marktgemeinderat vor, „eine Pflasterung möglich wäre?“ Worauf Bürgermeister Kellner erklärte: „Dies müsse vor Ort in Augenschein genommen werden.“

Mit Hinweis auf den „Haushalt 2022“ brachte Marktgemeinderätin Sabina Sitzmann-Simon (CSU) die Maßnahmen „Architektenwettbewerb ‚Alte Schule‘ Ebing“ und die „Sanierung Schule Mürsbach“ in Erinnerung. Auch interessierte sie der Fortschritt der Installierung „Regenerationssystem für den Ebinger Badesee“. Dessen Lieferung wurde nach Angabe von Bürgermeister Kellner noch im April angekündigt, jedenfalls rechtzeitig zu Saisonbeginn.

Kämmerer Michael Koch erklärte zudem die verzögerte Aufstellung des Haushaltes mit dem bis vor kurzem innerhalb der Verwaltung erfolgten Auditierungsverfahren und der aktuell anfallenden Aufgabe – Koordination und Unterbringung der Ukraine-Flüchtlinge. Die seit 2021 angespannte Personalsituation, Corona-Maßnahmen und die zeitaufwändigen Anträge für das RZWas 2021 hätten zudem Kapazitäten gebunden und Verläufe verschoben, so entschuldigte Bürgermeister Bruno Kellner die Tatsache, dass der Haushaltsentwurf noch nicht vorgelegt werden konnte.

Von Marktgemeinderätin Christine Jäger (SPD) kam der Dank, dass die Toranlage am Mehrgenerationenplatz eingerichtet worden sei. Auf ihre Nachfrage, warum auf Ebinger Flur Bäume gefällt worden sind, konnte das Gemeindeoberhaupt keine Auskunft geben, da nicht bekannt war, wer dies veranlasst hat.

Das neue Tor am Mehrgenerationen-Spielplatz.

Marktgemeinderat Otto Schobert (Ebinger Liste) interessierte sich schließlich für den aktuellen Personalstand im Rathaus, der ja aufgestockt werden solle. Hierzu erinnerte Bürgermeister Kellner daran, dass die Prüfung des Stellenplanes noch am Laufen und mit einem Abschluss erst in diesem Juni/Juli zu rechnen sei.

Kurzbericht und Sonstiges

Für die Notunterkunft in der Abtenberghalle, werden noch Freiwillige gesucht, die bei der Essensausgabe mithelfen.

Ab Sommer 2022 werden Sanierungsarbeiten auf der Kreisstraße BA 40/41 – Mürsbach Richtung Rentweinsdorf – bis zur Landkreisgrenze durchgeführt.

Für die Sportlerehrung 2022 können Vorschläge und Ehrungsanträge bis zum 31. Mai 2022 eingereicht werden. Die Eingabefrist beim Landratsamt Bamberg für die Ehrung ehrenamtlicher Bürgerinnen und Bürger im Bereich Kultur, Sport, Soziales und Gesellschaftspolitik, die zehn beziehungsweise 20 Jahre in ihrem Bereich tätig sind, ist hingegen schon der 30. April 2022.

Die CSU-Fraktion hat am 11. März den Antrag eingereicht, geeignete, gemeindeeigene Dachflächen daraufhin zu prüfen, ob sie nach Anbringung einer Photovoltaikanlage für die Stromherstellung geeignet wären.

Marktgemeinderätin Sabina Sitzmann-Simon wurde zu ihrer am 15. März erhaltene Ehrung und Dankesurkunde durch das Bayerische Staatsministerium des Innern für ihr langjähriges verdienstvollen Wirken im Dienst der kommunalen Selbstverwaltung gratuliert.

Als Termin für die Einweihung der Kinderkrippe „Mäuseturm“ ist der 14. Mai 2022 angesetzt.

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