Zum dritten Mal Kandidat

Die Nominierungsversammlung der Freien Wähler Zapfendorf zur Bürgermeisterwahl war eine klare Sache. Zum dritten Mal tritt Stefan Kabitz als Bürgermeisterkandidat an. Zuletzt hatte er sich 2014 für die Freien Wähler aufstellen lassen, auch für die SPD war er schon einmal Kandidat. Als wichtigste Ziele nennt er Transparenz und Bürgernähe.

Rattelsdorfs Bürgermeister Bruno Kellner, der am Freitag zur Aufstellungsversammlung der Freien Wähler nach Zapfendorf gekommen war, zollte Stefan Kabitz Anerkennung: Nach der verlorenen Wahl 2014 mit gerade einmal 3,32 Prozent der Stimmen sei es keineswegs selbstverständlich, dass Kabitz erneut antrete. Dabei sei er ein Mensch, der die Anliegen der Bürger aufnehmen und gut zuhören könne.

22 Personen hatten sich zur Versammlung eingefunden, acht von ihnen trugen sich in die Liste ein und waren damit stimmberechtigt. Die Leitung übernahm Erwin Richter, ehemaliger Notar aus Bad Staffelstein und seit dem vergangenen Jahr Stadtrat für die Freien Wähler. Als einziger Kandidat wurde Stefan Kabitz vorgeschlagen, der sich anschließend vorstellte. Er berichtete von seiner Ausbildung als Fernmeldehandwerker, von seiner heutigen Tätigkeit für die Deutsche Telekom und hob seine ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen und der Bürgerinitiative „Das bessere Bahnkonzept“ hervor. Auch der Ortskulturring Zapfendorf, dem Kabitz als Vorsitzender vorsteht, spielte eine tragende Rolle. Zudem wurde sein Austritt aus der SPD, für die er 2002 als Bürgermeisterkandidat angetreten war, ein Thema, genauso wie seine Arbeit als Gemeinderat (1996 bis 2008 und seit 2014).

Nominierung Freie Wähler Zapfendorf 2015 (1)
Die Freien Wähler hatten in den Feuerwehrsaal geladen.

Nominierung Freie Wähler Zapfendorf 2015 (3)
Stefan Kabitz (rechts), im Bild mit Bruno Kellner und Doris Kabitz, kandidiert erneut als Bürgermeister.

Einstimmig nominiert

Als seine wichtigsten Ziele nannte Kabitz Transparenz und Bürgernähe. Die Gewerbetreibenden müssten durch die Ausweisung neuer Gebiete unterstützt werden, schnelles Internet sei auch ein Thema für die Zukunft. „Beim Anwesen Hofmann hat die Gemeinde viel Geld investiert, nun sollte es auch vorangehen“, sagte Kabitz zu einem möglichen Medizinischen Versorgungszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei und Gastwirtschaft.

Einstimmig wurde Kabitz von der Versammlung nominiert, und tritt damit bei der Bürgermeisterwahl am 28. Juni 2015 gegen Werner Porzner (CSU) und voraussichtlich Klaus Lachmann (Vereintes Umland) an. Porzner, der wie Altbürgermeister Josef Martin im Publikum saß, gehörte zu den ersten Gratulanten – mit dem Wunsch nach einem fairen Wahlkampf.

2 Kommentare

  1. Auf die Vorschläge von Herrn Kabitz bzgl. des Anwesens Hofmann bin ich sehr gespannt. Seit seiner Wahl als Gemeinderat im letzten Jahr hat er im Gremium meistens geschwiegen – so auch zu diesem Thema.

    Stattdessen lässt er sich negativ in der gedruckten Presse über wesentliche Erfolge der Zapfendorfer Gemeindepolitik aus. Im gemeindlichen Mitteilungsblatt muss nunmehr zum zweiten Mal in kurzer Zeit richtig gestellt werden, was von Kabitz falsch an die Zeitung weitergeben wird.

    Zapfendorf hat es zum Beispiel erreicht, dass drei Bahnquerungen für Fußgänger und Radfahrer und zwei Bahnquerungen für Autos bei dem ICE-Neubau realisiert werden. Die von Kabitz geführte Bürgerinitiative hat hierzu nichts Konstruktives beigetragen.

  2. Werter Herr Rosenbusch

    erzählen Sie den Bürgern bitte nicht so eine Lüge! Gar nichts hat Zapfendorf beim Bahnausbau erreicht.

    Im Gegenteil
    viele schwarze Flecken sind im Plan zu sehen. Das heißt – die Bahn ignoriert diese „Vorschläge“ aus Zapfendorf. Am Ende muss die Gemeinde alleine für ihre Ideen bezahlen.

    Und selbst wenn noch irgend etwas erreicht werden sollte, bis heute gibt es noch keinen Beschluss. Auch nicht für Ihre Wunschträume.

    Das einzige was Z. erreicht hat, ist Gegenwind aus allen anderen Gemeinden, weil es jede Zusammenarbeit abgelehnt hat. Schäbiger kann man sich als relativ unwichtiges Puzzleteil an der Bahnlinie nicht verhalten.

    Ohne die Bürgerinitiative wäre nämlich schon längst alles in fatalen, aber trockenen Tüchern. Für die Wahl wäre das sogar der Todesstoß für die CSU. Denn dann wüsste JEDER Bürger, wie schwer er getäuscht wurde. Es ist nur ein frommer Wunsch, dass die Bahn die teuren Planspiele der Gemeinde bezahlen würde! Von wegen 5 Querungen erkämpft – erträumt heißt das auf Deutsch. Soviel zum Thema Gemein(d)epolitik, oder soll man eher von Vetternwirtschaft reden?

    Leider kommen die bitteren Wahrheit erst nach der Wahl an die Öffentlichkeit.

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