René Hennemann ist „King of the Ring“

Durch den erneuten Gewinn des PZ-Mithos-Sachsen Cup hat der 29-jährige Uetzinger Motorrad-Rennfahrer René Hennemann vom KaSi-Dippold Racing Team aus Untersiemau sein selbstgestecktes Saisonziel, die Titelverteidigung, erreicht.

Titelfoto,von links nach rechts: Marco Drechsel, Andi Feulner, René Hennemann und Karl-Heinz Hennemann-Spörlein

Nachdem er mit 21 Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung zu den letzten beiden Rennen auf dem Sachsenring angetreten war, wurde es am Ende dennoch sehr knapp. Das Training zum ersten Lauf schloss der Aprilia-Pilot in einem Starterfeld von 24 Fahrern auf Pole Position mit einer Zeit von 1:29.745 Min. ab. Das Rennen begann mit einem perfekten Start und er bog als Führender in die erste Kurve ein. Diese Position hielt er auch die nächsten zwei Runden, wurde dann aber von seinem schärfsten Verfolger in der Gesamtwertung, Franz Schauer, überholt. In der dritten Runde konnte auch Norman Wenkel vorbeiziehen. Auf Platz 3 liegend erlitt die APRILIA RSV4 1000 RF in Runde 4 dann einen Motorschaden und das Rennen war für René damit beendet. Letztendlich gewann Franz Schauer das erste Rennen und führte damit in der Gesamtwertung mit vier Punkten Vorsprung.

Da es keine Möglichkeit gab, vor Ort auf der Rennstrecke die Aprilia wieder für den nächsten Renneinsatz zu reparieren, war guter Rat teuer. Die Lösung war, das sich Renés sehr guter Freund und Sponsor Andi Feulner aus Unteraurach spontan bereit erklärte, seine baugleiche private APRILIA RSV4 1000 RF mit Straßenzulassung, mit der er zum Sachsenring angereist war, für das zweite Rennen zur Verfügung zu stellen. Es wurden noch einige Komponenten (Fahrwerk, Gabel, Federbein, Räder, Auspuff und Verkleidung) der defekten Rennmaschine angebaut und so stand wieder ein konkurrenzfähiges Motorrad für den letzten und entscheidenden Lauf zur Verfügung.

Für den zweiten Lauf konnte sich der Aprilia-Pilot mit einer Rundenzeit von 1:29.073 auf dem für ihn neuen Motorrad beim Qualifikationstraining ebenfalls Startplatz 1 in der ersten Reihe. Was dann folgte, war ein nervenaufreibender Rennsportkrimi. Bis zur ersten Kurve fiel René nach nicht optimalem Start bis auf Platz 3 zurück. Franz Schauer und Norman Wenkel lagen zu diesem Zeitpunkt vor ihm auf Platz 1 und 2. In Runde 4 übernahm Norman Wenkel die Spitze. Im siebten Umlauf schob sich der Aprilia-Pilot mit einem perfekten Bremsmanöver am Ende der Start-/Ziel-Geraden an Franz Schauer vorbei und lag damit auf der zweiten Position. In der neunten Runde bremste er mit perfektem Timing auch Norman Wenkel aus und konnte auch diesen Konkurrenten damit hinter sich lassen. An der Spitze liegend erreichte er in der letzten Runde mit einer Zeit von 1:29.803 noch seine schnellste Rundenzeit und überquerte als Sieger die Ziellinie mit einem hauchdünnem Vorsprung von 1:02 Sekunden. Damit gewann er nach fünf Siegen in sieben gefahrenen Rennen 2021 den PZ-Mithos-Sachsen Cup mit fünf Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung.

Nach 2017 und 2018 in der Klasse SBK750 in der FR Challenge und 2020 und 2021 im PZ-Mithos-Sachsen Cup hat René Hennemann nun in 5 aktiven Rennfahrerjahren bereits seinen vierten Titel gewonnen. Dies unterstreicht eindrucksvoll seine rennfahrerische Klasse und zeigt deutlich, das der Aprilia-Pilot auch in der Deutschen Motorradmeisterschaft IDM konkurrenzfähig mitmischen könnte. Ein Einstieg ist derzeit aus finanziellen Gründen nicht möglich, deshalb werden noch weitere Sponsoren gesucht, die das Ausnahmetalent unterstützen möchten.

Helmut Hennemann

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