Es bleibt bei einem Sieg für Baunach

Die Baunach Young Pikes müssen weiter auf ihren zweiten Saisonsieg in der 2. Basketball-Bundesliga ProA warten und stecken am Tabellenende fest. Nach der 83:67 Niederlage bei den NINERS Chemnitz haben sie immer noch zwei Siege Rückstand auf den rettenden 14. Tabellenplatz. Der TSV Tröster Breitengüßbach gewann hingegen zu Hause – und die Basketballer aus Rattelsdorf beendeten die Hinrunde ohne Niederlage.

 

Wieder kein Erfolgserlebnis für die Baunacher Basketballer

Noch nie konnten die Young Pikes als Sieger die Richard-Hartmann-Halle in Chemnitz verlassen. Dem Team von Trainer Rodrigo Pastore genügte vor knapp 1900 Zuschauern eine durchschnittliche Leistung, um auch diesmal das Parkett als Sieger zu verlassen und nach drei Niederlagen in Folge sich aus dem Tabellenkeller vorerst zu befreien.

Bei den Baunachern machte sich wieder einmal die sehr dünne Spielerdecke bemerkbar, denn Louis Olinde war mit Brose Bamberg im Einsatz und Gerard Gomila wärmte sich zwar mit auf, ein Einsatz war aber noch nicht geplant, so dass mit Sonderlizenzspieler Nicholas Tischler gerade einmal neun einsatzfähige Spieler zur Verfügung standen.

Das Team von Trainer Fabian Villmeter startete nicht schlecht in die Partie und bis zur 5. Spielminute war man mit den Gastgebern auf Augenhöhe. Erst dann schlichen sich einige Nachlässigkeiten beim Rebound ein und Chemnitz konnte mit einigen Schnellangriffen auf 25:18 davonziehen. Überhaupt war das Reboundproblem ein Hauptgrund für die Niederlage. Mit 35:24 musste man dieses Duell verloren geben. Diesem Rückstand lief man dann eigentlich das gesamte 2. Viertel hinterher ohne entscheidend verkürzen zu können. So sah beim Halbzeitstand von 39:27 alles nach einer weiteren Niederlage der jungen Hechte aus.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verstärkte sich dieser Eindruck noch, denn sie begann mit zwei Freiwürfen und Ballbesitz für Chemnitz, da in der Halbzeitpause erst Trainer Fabian Villmeter ein technisches Foul bekam und dann noch ein zusätzliches gegen die Bank verhängt worden war. Dies schien die Baunacher Jungs aber irgendwie angespornt zu haben, denn nun erwachte der Kampfgeist und bis zur 27. Minute hatten sie sich bis auf 50:47 herangekämpft. Vor allem Tibor Taras und Daniel Keppeler waren hierbei treffsicher und das Spiel stand auf der Kippe. Die NINERS wurden aber nicht nervös und der überragende Malte Ziegenhagen schraubte mit einem seiner vier Dreier den Rückstand der Young Pikes nach dem dritten Abschnitt wieder bis auf 59:49. Die Baunacher ließen in dieser Phase unglücklicherweise auch vier Freiwürfe ungenutzt.

Im letzten Viertel versuchten die Gäste dann zwar nochmal alles, doch die Akkus wurden von Minute zu Minute leerer. Zwar war man bis zur 34. Spielminute immer noch in Reichweite (62:54), aber man war leider nicht mehr in der Lage, entscheidend zu verkürzen und das Spiel spannend zu machen. Neben Tibor Taras, der sehr hochprozentig traf und mit 26 Punkten einen Karrierebestwert aufstellte, konnten auch noch Eddy Edigin mit 13 Punkten und drei Rebounds überzeugen. William McDowell-White hatte zwar etwas Pech bei seinen Würfen, konnte mit zehn Assists dennoch wertvolle Impulse für das Baunacher Spiel geben. Die nächste Chance auf den zweiten Saisonsieg besteht am kommenden Samstag (19 Uhr), wenn man mit dem Zwölften aus Paderborn einen weiteren Gegner aus der Abstiegszone in der Stauffenberghalle empfängt.

2. Basketball-Bundesliga ProA

NINERS Chemnitz – Baunach Young Pikes   83:67

NINERS Chemnitz: Ziegenhagen (26 Punkte/4 Dreier), Tinsley (14/3), Mazurczak (9), Richter (9), Lawson (7), Fleischmann (5/1), Lodders (5), Parker (4), Mixich (4), Wendler.

Baunach Young Pikes: Taras (26/4), Edigin (13), Fowler (11), Keppeler (8), McDowell-White (5), Ferguson (3/1), Drell (1), Tischler, Edwardsson.

Zuschauer: 1890

 

Heimsieg gegen Schwabing

Der TSV Tröster Breitengüßbach gewinnt vor 200 Zuschauern in der Hans-Jung-Halle sein letztes Heimspiel in diesem Kalenderjahr mit 87:63 gegen den MTSV Schwabing.

Nachdem am vergangenen Wochenende Johannes Laub den TSV als Headcoach zum Derbyerfolg gegen den TTL Bamberg geführt hat, war er beim Heimspiel gegen den MTSV Schwabing wieder Co-Trainer. Ulf Schabacker stand dementsprechend wieder als Chef an der Seitenlinie und schickte zu Beginn des Spiels Engel, Jörg & Dirk Dippold, Wagner und Land aufs Parkett. Die Gäste erwischten einen guten Start und versenkten ihre Distanzwürfe hochprozentig. Im Anschluss fand der TSV Tröster deutlich besser in die Partie und konnte durch Jörg & Dirk Dippold und Land etliche Male erfolgreich am Brett abschließen. Trotzdem führten die Oberbayern Mitte des ersten Viertels mit 10:15 als Coach Schabacker eine Auszeit nahm. Nach dieser standen die Hausherren in der Verteidigung deutlich engagierter und ließen in den restlichen viereinhalb Minuten keinen Punkt der Gäste mehr zu. In der Offensive waren sie erst acht Mal von der Freiwurflinie erfolgreich, ehe Jörg und Timo Dippold den 22:15 Stand nach dem ersten Viertel herstellten.

Der Lauf des TSV Tröster setzte sich auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts fort, da Alex Engel fünf Punkte hintereinander erzielen konnte.  Die zweite Auszeit des Gäste-Coaches beendete den 17:0-Lauf der Hausherren. Nach dieser kam der MTSV wieder besser ins Spiel, da sich beim TSV ein paar Fehler einschlichen und in der Verteidigung nicht mehr so gut gearbeitet wurde. Dies korrigierte das Trainerduo Schabacker/Laub mit einer eigenen Auszeit. Man Spiele im Anschluss an diese in der Offensive seine Vorteile am Brett gnadenlos aus und kam immer wieder zu Punkten von Land und Wagner. Mitte des Viertels versenke Dirk Dippold einen Dreier zum 37:24. Bis zur Halbzeit kamen die Münchner wieder etwas näher heran. Sie spielten sehr schnell und kamen dadurch zu Punkten. Bessoir drückte kurz vor der Halbzeit den Rückstand in den einstelligen Bereich, doch Lorber sorgte per Dreier für den 48:38-Halbzeitstand.

Im dritten Viertel wurde das Spiel etwas körperbetonter. Dementsprechend war der Fokus voll auf der Verteidigung gelegen, wodurch es wenig Punkte gab. Mitte des Viertels traf Fischer zum 50:42. Anschließend spielte Güßbach wieder über seine Großen Land und Heide und setzte sich weiter ab. Wagner machte die letzten Punkte im Schlussviertel, 60:44.

Im Schlussabschnitt gönnte Schabacker auch seinen jungen Spielern Kapp, Kolloch, Nieslon und Will etliche Einsatzminuten. Die beiden letztgenannten bedankten sich mit jeweils vier Punkten. Die Hausherren spielten den Vorsprung souverän herunter und zeigten noch einige schöne Aktionen. Schlussendlich gewann der TSV Tröster Breitengüßbach souverän mit 87:63. Durch die Niederlage des Tabellenführers Vilsbiburg hat man nur noch einen Sieg Rückstand auf das punktgleiche Führungs-Quartett Vilsbiburg, Oberhaching, Gotha und Treuchtlingen.

Breitengüßbach: Land (22), D. Dippold (13/2 Dreier), Wagner (11/1), J. Dippold (10), Heide (7), Lorber (7/1), Engel (5), T. Dippold (4), Nieslon (4), Will (4), Kapp, Kolloch

 

Rattelsdorf ohne Niederlage in der Hinrunde

Am Sonntag, den 10.12.2017 bestritt die 1. Mannschaft der SpVgg Rattelsdorf ihr letztes Spiel der Hinrunde. Zu Gast war der TSV Bindlach, die bisher 2 aus 6 Spielen gewinnen konnten. Und auch für diese Partie waren die Vorzeichen nicht wirklich gut, denn die Gäste reisten mit nur 5 Spielern an, während Rattelsdorf nahezu komplett auflief.

Nichtsdestotrotz machten sie es den Rattelsdorfern nicht einfach. Der Anfang war relativ ausgeglichen, ehe sich die Heimmannschaft gegen Ende des 1. Viertels ein wenig absetzen konnte. Doch der komfortable Vorsprung war nur von kurzer Dauer. Bindlach zeigte eine sehr couragierte Leistung und verwandelte viele Würfe aus der Distanz, so dass sie nie den Anschluss verloren. Mit einem kleinen Lauf zum Ende der 1. Halbzeit, schlossen sie sogar auf 5 Punkte auf. Coach Manuel Aas war überhaupt nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams – vor allem die Intensität der gesamten Mannschaft fehlte.

Nach dem Seitenwechsel nahmen sich die Rattelsdorfer Jungs vor, ihre Stärken auszuspielen und insbesondere defensiv einen Gang hochzuschalten. Das taten sie auch, allerdings fanden die Gäste immer wieder eine Antwort im Angriff. In der Verteidigung waren sie überfordert und konnten Rattelsdorf kaum stoppen. Zum Ende des 3. Viertels ging nun die defensive Taktik besser auf und man konnte sich einen Vorsprung von ca. 15 Punkten erarbeiten. Dennoch hatte man nie das Gefühl, dass die Partie schon in trockenen Tüchern war. Bis zum Schluss kämpfte Bindlach sehr tapfer und machte den Rattelsdorfern das Leben schwer. Endstand: 101:89.

Auch wenn der Abschluss für 2017 nicht sehr berauschend war und man unter seinen Möglichkeiten blieb, können die Rattelsdorfer Jungs sehr zufrieden mit der Hinrunde sein. 9 Siege ohne Niederlage sprechen für sich.

Nächstes Spiel: Sonntag, 13.01.2018 um 18.00 Uhr vs. DJK Don Bosco Bamberg 2 (Abtenberghalle)

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Lukas Sasse
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