Knapper Sieg, knappe Niederlage

Einen unerwarteten 66:63-Heimsieg errangen die Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gegen die EBBECKE White Wings Hanau. Knapp 400 Zuschauer, die trotz des herrlichen Wetters in das Basketball Center Hauptsmoor nach Strullendorf gekommen waren, sahen ein spannendes und hart umkämpftes Spiel mit einem Herzschlagfinale und dem besseren Ende für die Gastgeber. Breitengüßbach hingegen unterlag äußerst knapp.

 

Young Pikes gelingt die Überraschung

Vor allem in der Anfangsphase taten sich beide Teams sehr schwer in den Rhythmus zu kommen, vor allem die jungen Hechte vergaben reihenweise klare Chancen, sodass sie in der fünften Minute mit 7:2 zurücklagen. Erst langsam kämpfte sich das Team über eine starke Verteidigung wieder ins Spiel und verkürzte nach und nach den Rückstand. Brandon Tischler und Mateo Seric wendeten das Blatt und verschafften den Baunachern sogar eine knappe 13:12-Führung nach zehn Minuten.

Im zweiten Viertel stieg bei beiden Mannschaften die Trefferquote und landeten die ersten Dreierversuche der Partie im Korb. Jonas Niedermanner und der körperlich weit überlegene Josef Eichler waren es, die bei den White Wings für eine 24:17-Führung (15. Minute) gesorgt hatten. Doch jetzt erlöste der erste Baunacher Dreier von Moritz Plescher nach acht erfolglosen Versuchen die Zuschauer und gab den Gastgebern neues Selbstvertrauen. Leon Bulic, der im zweiten Viertel in die Partie kam, konnte dann mit sicheren Freiwürfen seine Jungs heranbringen und mit seinem Korb vor der Pause eine 33:30 Führung herstellen.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Pikes, neu motiviert von Coach Mario Dugandzic, gleich gut ins Spiel und zogen durch Seric und B. Tischler mit 39:32 (23.) davon. Doch jetzt hatten die Hanauer eine gute Phase, in der vor allem Felix Hecker, Till-Joscha Jönke und der Spanier Miquel Servera das Zepter in die Hand nahmen. Nach dem Ausgleich zum 46:46 (28.) waren sie in erster Linie dafür verantwortlich, dass die Hessen nach dem dritten Abschnitt mit 48:46 knapp vorne lagen.

Im letzten Viertel intensivierten die Baunacher noch einmal ihre Abwehr und gestatteten dem Aufstiegskandidaten nur sehr schwere Würfe oder zwangen ihn sogar zu Ballverlusten (insgesamt 26!). Zwei Dreier des abgeklärt aufspielenden Bulic zum 57:51 (34.) schienen die Youngster auf die Siegesstraße zu bringen, doch beim Stand von 59:53 ließen sie gleich mehrere Chancen aus, um endgültig den Deckel drauf zu machen. So kam es, wie es kommen musste und 57 Sekunden vor Ende hatte Hanau nach einem Dreier von Servera plötzlich wieder mit 60:59 die Nase vorne. Ein unsportliches Foul durch Jönke aber ermöglichte eine erneute 62:60-Führung durch Marvin Heckel und als Seric zwei Freiwürfe zum 64:61 verwandeln konnte, sah alles nach einem Heimsieg aus, nachdem die Gäste zehn Sekunden vor Schluss den Einwurf nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit ins Feld brachten. Doch nach einer Auszeit pfiffen die Schiedsrichter zum Entsetzen der Zuschauer das gleiche Vergehen auf der Gegenseite und Servera verwandelte zwei Freiwürfe zum 64:63. Im Gegenzug wurde Seric (bei noch 5 Sekunden)  gefoult und verwandelte nervenstark erneut beide Würfe, sodass Hanau nur noch einen Dreier unter Bedrängnis los werden konnte, der sein Ziel verfehlte. „Wir konnten diese harte und physisch spielende Mannschaft auf 63 Punkte halten, das ist für uns phänomenal. Wir haben in allen Phasen des Spiels die richtigen Antworten gefunden und uns zu keinem Zeitpunkt abschütteln lassen. Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie das so früh in der Saison bereits gemeistert haben. Auf dieses Spiel müssen wir aufbauen“, bilanzierte ein zufriedener Mario Dugandzic und hatte dabei wohl schon das nächste Spiel im Auge, wenn die Young Pikes am Samstag beim dritten hoch gehandelten Team in Elchingen antreten müssen.

 Baunach Young Pikes: Seric (14 Punkte), Bulic (12/2 Dreier) Baggette (12/1), B. Tischler (11), Plescher (6/1), Heckel (6), N. Tischler (2), Saffer (2), Köppel (1), Edwardsson.

EBBECKE WHITE WINGS Hanau: Servera (12/1), Jönke (19/1), Niedermanner (10/1), Eichler (8), Hecker (8/2), Beisty (6/1), Beverly (4), Mesghna (3/1), Nicolay (2).

Zuschauer: 380

 

TSV Tröster Breitengüßbach unterliegt in Vilsbiburg knapp mit 95:93

Der TSV musste weiterhin auf die beiden Leistungsträger Klaus und Engel verzichten und trat, wie in den letzten Wochen schon mit einer dezimierten Mannschaft an.

Bereits zu Beginn der Partie war deutlich zu erkennen, dass der Vilsbiburger Trainerwechsel unter der Woche Früchte trägt. Das Auftreten der Hausherren war nicht mit dem der letzten Spiele nicht zu vergleichen. So entwickelte sich eine sehr schnelle Partie mit einem offenen Schlagabtausch. Auf Seite des Gegners lies der Import-Spieler Stafford seine individuelle Klasse aufblitzen. Er traf zwei Drei Punkte Würfe gegen den Mann und das auch noch nach einem Stepback-Dribbling durch die Beine – Bundesligareif. Auf Breitengüßbacher Seite zeigte sich ebenfalls zu Beginn der Partie worauf es ankommen wird. Es gelang immer wieder Erik Land aufzuposten, woraus sich viele Optionen ergaben.

Das zweite Viertel unterschied sich vom ersten Spielabschnitt kaum. Beide Mannschaften kamen immer wieder zu guten Abschlüssen, die allerdings auf Vilsbiburger Seite öfters mit Glück gekrönt wurden, sodass sich die Hausherren bis zur Halbzeit sukzessive auf 54-44 absetzen konnten. Stafford markierte zur Halbzeit bereits 21 Punkte und war nicht in den Griff zu bekommen.

In der zweiten Halbzeit zeigten die gelb-schwarzen Gäste sofort, dass sie sich keineswegs geschlagen geben wollten. Man schaffte es sich binnen fünf Minuten heranzukämpfen und konnte durch Land zum 60-60 ausgleichen. Diese Aufholjagd kostete Kraft, sodass man ins letzte Viertel mit einem 5-Punkte-Rückstand ging. Im dritten Spielabschnitt gelang es auch mit Hilfe von immer neuen Verteidigern Kendall Stafford nur einen einzigen Feldkorb zu gestatten.

Am Anfang des letzten Viertels spielten die Hausherren eine Zonenverteidigung, gegen die man sich sehr gut zur Wehr setzen konnte. In dieser Phase ist vor allem der Dienstälteste Breitengüßbacher, Lucas Wagner hervorzuheben, dem es gelang in dieser Phase 9 Punkte in Folge zu erzielen. Die Führung wechselte nun ständig. Insgesamt gab es sogar elfFührungswechsel, was für die Qualität und vor allem für die Spannung des Spiels spricht. Leider kam auf der Gegenseite nun Stafford immer besser ins Rollen, sodass er die Vilsbiburger das komplette Viertel über mit 15 Punkten trug. Das Ende war geprägt von einem hohen Tempo und von höchster Intensität, woraus eine ebenso hohe Fehlerquote auf beiden Seiten resultierte. Breitengüßbach hatte in der letzten Minute zwei vielversprechende Chancen, die man leider nicht Nutzen konnte. Hier machte sich ein weiterer Profi der Vilsbiburger, Kenneth Fluellen bezahlt, der dem Ball bei einem Korbleger hinterherhetzte und einen spektakulären Block hatte. Basketballer nennen diese Aktion einen Chase Down Block.

Headcoach Johannes Laub nach dem Spiel: „Natürlich waren wir alle von dem Ausgang des Spiels enttäuscht. Allerdings bin ich stolz auf meine Truppe, die heute mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung alles in die Waagschale warf. Man muss die individuelle Klasse von Stafford anerkennen, der eine überragende Partie machte und so am Ende auch das Spiel in der Offensive entschied.“

Jochen Hirmke, Johannes Laub
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