Rattelsdorf mit unglaublicher Aufholjagd

Veröffentlicht am 10. Dezember 2018 von Redaktion

Trotz einer 93:85-Niederlage bei den Gladiators Tier lieferten die Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eine gute Leistung ab. Vor 1.613 Zuschauern in der Arena Trier gelang es, die Partie bis in die Schlussphase offenzuhalten, man konnte aber letztendlich nicht verhindern, dass man nach der knappen Niederlage auf einen Abstiegsplatz abgerutscht ist. Breitengüßbach erlebte am Wochenende einen Basketball-Krimi – und Rattelsdorf musste im Spitzenspiel ran.

 

Ersatzgeschwächte Baunacher schlagen sich prima

Neben William McDowell-White, Nico Wolf und Kay Bruhnke mussten die Young Pikes auch kurzfristig auf Tautvydas Slezas (Zerrung) verzichten, sodass sie auf der Centerposition recht dünn besetzt waren. Daniel Keppeler aber bot auf dieser Position eine tolle Leistung und brachte sein Team mit sieben Punkten zum 9:3 gleich gut in die Begegnung. Die erfahrenen Gastgeber ließen sich davon nicht beirren und konterten mit drei Dreiern zur 15:14 Führung (6. Minute). Doch da Trier  schon recht bald die Teamfoulgrenze überschritten hatte, hatten die jungen Hechte durch Freiwürfe (8 von 8) bis zum Ende der ersten Viertels mit 28:23 wieder die Nase vorne.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts wirkten die Gladiators etwas aggressiver und konnten nach ein paar Ballverlusten der Gäste durch Grün zum 34:34 (15.) ausgleichen. Doch Nicholas Tischler, der wie alle seine Kameraden in der ersten Hälfte fehlerfrei von der Linie blieb (am Ende 19 von 21!), konnnte mit seinem siebten Punkt wieder das Blatt wenden (34:40). In der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang es aber den Gastgebern immer besser, ihre körperliche Überlegenheit auszuspielen, während Baunach gegen die Zone zunehmend Probleme bekam. So konnte Bucknor, der schon 16 Punkte erzielt hatte, seine Mannschaft bis zur Pause mit 52:42 nach vorne bringen.

Mateo Seric, der eine starke Partie zeigte, und Keppeler mit einem wuchtigen Dunk verkürzten gleich nach dem Seitenwechsel auf 54:50. Genau zu diesem Zeitpunkt aber musste sein Team eine Schrecksekunde verdauen, als er umknickte und vom Feld humpelte. Das nützten die Moselaner aus und zogen mut 63:52 davon. Daniel Köppel, der für ihn aufs Feld kam, erzielte sofort seine ersten ProA-Punkte und als Seric, der bis dahin ohne Fehlwurf von der Dreierlinie geblieben war, mit seinem vierten Treffer aus der Distanz auf 69:62 (28.) verkürzte, schöpfte man wieder Hoffnung, zumal Keppeler aufs Feld zurückkehren konnte. Am Ende des dritten Abschnitts war somit beim Stand von 76:66 noch alles möglich.

Das bewahrheitete sich auch im letzten Viertel, als Matej Jelovcic per Dreier zum 80:75 verkürzte und als Henri Drell mit einem Dreipunktespiel zum 82:80 (36.) einngenetzt hatte, war die Begenung wieder völlig offen. Zwar verschafften zwei Dreier von Lewis und Bucknor den Gladiators wieder Luft, doch noch gaben sich die kämpferisch starken Schützlinge von Felix Czerny nicht geschlagen und Marvin Heckel konnte mit einem Schnellangriff zum 88:84 aufschließen. Da sich die Gastgeber in der Schlussphase aber keine Blöße von der Freiwurflinie mehr gaben, trugen sie mit 93:85 den hart erkämpften Sieg davon. Coach Czerny lobte trotzdem die Leistung seiner Jungs: „ Wir haben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und können stolz sein auf das, was wir aufs Parkett gebracht haben. Wir haben uns die vielen Ausfälle überhaupt nicht anmerken lassen und eine Leistung geboten, die uns für die Arbeit in den letzten zwei Wochen belohnt hat. Schade, dass wir trotzdem verloren haben, aber das müssen wir halt am nächsten Freitag nachholen.“ Damit war das Derby (19:30 Uhr) gegen die Falcons aus Nürnberg gemeint, bei dem man unbedingt einen Sieg braucht, um nicht länger am Tabellenende festzukleben.

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA

RÖMERSTROM Gladiators Trier – Baunach Young Pikes  93:85

RÖMERSTROM Gladiators Trier: Bucknor (22/4), Gloger (18), Grün (14/2), Lewis (7/1), Smit (7/1), Schmikale (6/2), Schmitz (5/1), Hennen (4), Joos (4), Dietz (2).

Baunach Young Pikes: Seric (20 Punkte/4 Dreier), Drell (20/1), Keppeler (13), Kullamäe (9), Tischler (7/1), Jelovcic (6/2), Heckel (5), Baggette (3), Köppel (2), Plescher, Edwardsson. 

Zuschauer: 1613

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Krimi mit glücklichem Ausgang

Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach gewinnen ihr letztes Heimspiel im Jahr 2018 mit 69:68 gegen den MTSV Schwabing und sichern damit den 3. Platz.

Flügelspieler Sven Lorber wärmte sich am vergangenen Samstag erstmals auch in der heimischen Hans-Jung-Halle zusammen mit der Mannschaft auf, blieb aber erneut ohne Einsatzminuten. Das Comeback eines der wichtigen Spieler des TSV Tröster rückt damit wieder einen Schritt näher. Es ist durchaus möglich, dass Lorber kommende Woche im Spitzenspiel in Oberhaching zum Einsatz kommt.

Gegen Schwabing schickte Headcoach Johannes Laub seine bewährte Starting 5 Engel, Timo & Jörg Dippold, Klaus und Land aufs Parkett. Die Hausherren erwischten einen guten Start und führten durch die Big Men Land und Klaus schnell mit 5:0. Doch Land bekam wenig später sein zweites Foul und musste somit frühzeitig auf die Bank. Für ihn kam Wagner ins Spiel. Dieser zeigte eine sehr starke Vorstellung, traf drei Würfe hintereinander und sorgte mit sieben Punkten für die 16:7-Führung nach sechs Spielminuten. Nach einer Auszeit kamen die Münchner etwas besser in die Partie und konnten ihren Rückstand durch Würmseher und Großmann auf 18:14 verkürzen. Die Tröster-Truppe gab allerdings postwendend durch Reichmann und Wagner die richtige Antwort und setzte sich bis zum Viertelende wieder auf 24:17 ab.

Im zweiten Spielabschnitt zeigte Timo Dippold in der Verteidigung gegen die Aufbauspieler von Schwabing eine sehr starke Vorstellung, setzte diese mächtig unter Druck und sorgte so für einige Ballverluste. Dadurch belohnte er sich mit einigen Punkten aus dem Fastbreak. Auch Wagner zeigte weiterhin eine bärenstarke Leistung. Er sorgte mit einem weiteren Dreier und einem And-One für die zwischenzeitliche 32:20-Führung nach 13 Minuten. Bis zur Halbzeit erzielte der Breitengüßbacher Center 15 Punkte und traf dabei jeden Wurf. In der Folgezeit blieb die Tröster-Truppe fast drei Minuten ohne Korb, wodurch sich die Oberbayern durch Ihnen und Freer wieder bis auf 32:26 heranarbeiten konnten. Land hielt am Brett und von der Dreierlinie dagegen, doch Schwabing kam durch Freer und Noeres bis auf 37:34 heran. Engel setzte per Dreier den Schlusspunkt der ersten Halbzeit, weswegen Breitengüßbach mit einer 40:34-Führung in die Halbzeit ging. Eigentlich hätten die Hausherren zu diesem Zeitpunkt bereits locker mit 15 Punkten führen müssen, aber einige Unkozentriertheiten und etliche Fehler sorgten nur für eine 6 Punkte-Führung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schmolz der Vorsprung der Gelbschwarzen bis auf 42:40 zusammen. Doch Breitengüßbach gab die richtige Antwort, machte durch Land, Jörg & Timo Dippold, Wagner und Klaus einen 11:1-Run und führte in der 26. Spielminute mit 53:43. Timo Dippold war es auch, der den Vorsprung konstant bei 10 Punkten hielt, 57:47. Bis zum Viertelende konnten sich die Güßbacher dank eines Dreiers von Reichmann sowie zwei Korblegern von Nieslon und Hubatschek auf 64:52 absetzen.

Im Schlussabschnitt dann ein komplett anderes Bild. Die Gastgeber waren offensiv völlig von der Rolle, verstrickten sich in Einzelaktionen und machten ungewohnt viele Fehler. Deswegen brachte der ehemalige Ansbacher Freer seine Mannschaft erneut in Schlagdistanz, 64:58. Es dauerte unglaubliche viereinhalb Minuten bis Breitengüßbach seine ersten Punkte im Schlussviertel erzielen konnte. Vier Minuten vor dem Ende führten sie nur noch mit 66:62. Hedley machte kurze Zeit später das Spiel zu einem sogenannten „One-Posession-Game“, 66:64. Wagner gab aber die passende Antworte und sorgte mit seinem Korbleger erneut für eine 4 Punkte-Führung. Doch Schwabing kam nochmals zurück und erzielte 30 Sekunden vor dem Ende das 68:66. Nach einem Ballverlust des TSV Tröster glichen die Gäste 24 Sekunden vor Schluss sogar aus, 68:68. Der letzte Angriff gehörte also den Hausherren, wo sich die Gäste zehn Sekunden vor der Schlusssirene dazu entschieden zu foulen. Klaus verwandelte einen Freiwurf zum 69:68. Der letzte Wurf von Schwabing schaute schon in den Korb, ging aber anschließend wieder heraus, sodass der TSV Tröster Breitengüßbach einen glücklichen 69:68-Heimsieg feiern konnte.

Breitengüßbach: Wagner (19/2 Dreier), Land (12/1), T. Dippold (9), Engel (8/1), Reichmann (6/2), Kaus (5), J. Dippold (4), Hubatschek (4), Nieslon (2), Lorber, Lurz, Will

 

Rattelsdorf mit unglaublicher Aufholjagd im Spitzenspiel

Am Samstag, den 08.12.2018 stand ein interessantes Spiel auf dem Spielplan: der Tabellendritte DJK Mainfrankenbahn Schweinfurt (bisher 1 Saisonniederlage) empfing den Tabellenvierten SpVgg Rattelsdorf (bisher 2 Saisonniederlagen). Die Zuschauer konnten also mit einer spannenden Partie rechnen, wenn auch beide Mannschaften mit sehr kleinen Kadern antraten.

In den ersten Minuten verlief die Partie noch ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich besonders hervortun. Doch ab der 4. Spielminute startete Schweinfurt einen 9:0-Lauf und verwandelte jeden Wurf aus der Mitteldistanz. Diese Treffsicherheit behielten sie auch bis zum Ende des 1. Viertels, welches sie mit 33:14 äußerst deutlich für sich entschieden.

Aus den Rattelsdorfern Gesichtern konnte man die Verunsicherung lesen und auch zu Beginn des 2. Viertels änderte sich daran nichts. In der 14. Spielminute führte Schweinfurt dann bereits mit 43:19. Coach Manuel Aas hatte alle Hände voll zu tun und musste sich etwas einfallen lassen. Durch eine defensive Umstellung konnte man erstmals den Angriff des Gegners eindämmen und ließ bis zur Halbzeit nur noch 8 Punkte zu. Und der eigene Angriff entwickelte sich nun auch langsam zur gewohnten Form. Vor allem Jakob Fuchs griff nun ununterbrochen den gegnerischen Korb an und ging 3 Mal in Folge an die Freiwurflinie. Auch der Rest des Teams fand nun wieder Mut, dem Gegner Paroli zu bieten, so dass man bis zur Halbzeit bereits auf 51:42 verkürzen konnte.

Diesen ersten Teilerfolg wollte man nun im 3. Viertel weiter ausbauen. Erneut war es die Defensive, die den Unterschied ausmachte und dadurch kam auch der Angriff ins Rollen – insbesondere Silvio Reinfelder half seinem Team mit 5 verwandelten 3-Punkte-Würfen. In den ersten 5 Minuten, in denen Schweinfurt keinen einzigen Punkt erzielen konnte, erlangte man erstmals wieder die Führung. Unglaublich: ein 24-Punkte Rückstand wurde in nur 11 Spielminuten umgedreht. Doch die Partie war noch lange nicht entschieden. Von nun an sahen die Zuschauer, die mittlerweile auch Feuer fingen und begeistert von der spannenden Partie waren, einen tollen Schlagabtausch. Die Führung wechselte permanent, so dass es nach dem 3. Viertel unentschieden stand.

Das letzte Viertel war somit entscheidend und es kam darauf an, welche Mannschaft nun den längeren Atem hat. Den Start entschieden die Rattelsdorfer Jungs klar für sich und bauten ihre Führung langsam aus. Sie kontrollierten nun die Schweinfurter und brachten sie teilweise durch ihre Verteidigung schier zum Verzweifeln. Kurz vor Schluss führte man sogar mit 10 Punkten, allerdings verwandelte der Gastgeber nun plötzlich wilde Würfe und gab die Partie noch nicht auf. Doch wie schon so oft, spielte Rattelsdorf das Match sehr routiniert zu Ende und gewann nach einer unglaublichen Aufholjagd verdient mit 85:93. Durch eine tolle Teamleistung kamen sie gemeinsam aus dem tiefen Loch und überholen die Schweinfurter in der Tabelle, wo sie nun auf Platz 3 stehen.

Scoring: Reinfelder (25 Punkte/5 3er), Fuchs Ja. (22/1), Krauß (15/1), Albus (15/1), Ruckdäschel (5), Seemüller (4), Fuchs Jo. (4), Sasse (2), Reh (1)

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Lukas Sasse

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