Niederlage für Baunach, Mannschaft laut Trainer aber auf dem richtigen Weg

Veröffentlicht am 26. November 2018 von Redaktion

Trotz einer 88:71-Niederlage lieferten die Baunach Young Pikes vor 2.345 Zuschauern eine ordentliche Leistung beim weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, den NINERS Chemnitz, ab. Allerdings schmilzt der Abstand zu den Abstiegsplätzen immer mehr, da die Karlsruhe Lions nach ihrem Sieg gegen Nürnberg bis auf zwei Punkte herangerückt sind. Der TSV Tröster Breitengüßbach und die Basketballer aus Rattelsdorf freuten sich dagegen über Siege.

 

Gegen den Spitzenreiter gut verkauft

Trotz einer 88:71-Niederlage lieferten die Baunach Young Pikes vor 2.345 Zuschauern eine ordentliche Leistung beim weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, den NINERS Chemnitz, ab. Allerdings schmilzt der Abstand zu den Abstiegsplätzen immer mehr, da die Karlsruhe Lions nach ihrem Sieg gegen Nürnberg bis auf zwei Punkte herangerückt sind.

Nachdem die Baunacher schon länger die Ausfälle von Nico Wolf und William McDowell-White verkraften müssen, hatten sie unter der Woche eine weitere Hiobsbotschaft zu verdauen, denn Kay Bruhnke verletzte sich im Training am Knöchel und dürfte wohl ein paar Wochen ausfallen. Dennoch startete das Team hellwach in Chemnitz und ging gleich mit 4:0 in Führung. Bis zur 6. Minute verlief das Spiel dann ausgeglichen (9:9), bevor sich der souveräne Spitzenreiter nach einigen Offensivrebounds und Baunacher Ballverlusten leicht absetzen konnte. Über 15:9 konnten die Niners eine 22:16-Führung in die erste Viertelpause mitnehmen, da sie immer wieder unter den gegnerischen Korb durchkamen und alle ihre Punkte in der Zone erzielt hatten.

Das änderte sich gleich zu Beginn des zweiten Abschnitte, denn jetzt traf Ziegenhagen ihre ersten beiden Dreier zur 28:18 Führung (13. Minute). Marvin Heckel verkürzte zwar kurzzeitig auf 28:22, doch da die Pikes schlecht aus der Distanz warfen, konnte man nicht näher herankommen. Erst Matej Jelovcic und Kristian Kullamäe mit fünf Punkten in Folge schafften bis zur 18. Minute beim Stand von 37:34 den Anschluss und zwangen Coach Pastore, der Baunach eigens beim letzten Spiel in Bamberg beobachtet hatte, zu einer Auszeit. Die trug auch Früchte, denn sein Team konnte mit einem 44:35 Vorsprung in die Pause gehen. Ausschlaggebend für den Baunacher Rückstand waren neun Ballverluste und eine schwache Freiwurfquote von 50 Prozent (5 von 10) gewesen.

Gut eingestellt von Headcoach Felix Czerny starteten die Baunacher couragiert in die zweite Hälfte und nach einem Ballgewinn von Jelovcic waren sie bis auf 46:41 herangekommen. Dann aber schlichen sich wieder leichtfertige Ballverluste ins Spiel, sodass die Sachsen auf 57:43 (25.) davonziehen konnte. Diesen Vorsprung transportierten sie bis zum Ende des dritten Viertels (64:51), da die Gäste weiterhin schlecht von der Dreierlinie trafen (5 von 24), obwohl die Würfe  gut herausgespielt und teilweise völlig frei waren.

Als dann im Schlussabschnitt Voigtmann mit einem Dreier den Vorsprung der Niners erstmals auf 20 Punkte (75:55) ausgebaut hatte, sah es sechs Minute vor Ende nach einer Vorentscheidung aus. Doch die jungen Baunacher kämpften unverdrossen weiter und verkürzten nach einigen Offensivrebounds durch Tautvydas Slezas noch einmal auf 75:63, den 88:71-Erfolg des Tabellenführers aber konnten sie nicht mehr in Gefahr bringen. Coach Czerny war nach der Begegnung trotzdem zufrieden: „Wir haben uns heute in die richtige Richtung bewegt. In vielen Bereichen war unser Spiel heute deutlich besser als vergangene Woche. Die vermeidbaren Ballverluste, unsere Trefferquote und unser Defensivverhalten wollen wir bis in zwei Wochen konstant weiter verbessern, um in Trier vielleicht für eine Überraschung zu sorgen.“ Bei bei der momentanen personellen Lage kommt es den Baunachern sicher nicht ungelegen, dass das für Samstag geplante Heimspiel gegen Schalke 04 auf den 16. Januar verlegt werden muss, da Kristian Kullamäe am nächsten Wochenende für die Nationalmannschaft Estlands im Einsatz ist.

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA

Baunach Young Pikes – NINERS Chemnitz    88:71

NINERS Chemnitz: Gilder-Tilbury (18 Punkte/1 Dreier), Scott (17), Lodders (14), Ziegenhagen (8/2), Vest (8), Voigtmann (7/1), Matthews (6), Richter (6), Elliott (4).

Baunach Young Pikes: Jelovcic (17/3), Drell (13/1), Kullamäe (12/2), Keppeler (10), Heckel (9), Slezas (6), Seric (2), Baggette (2), Edwardsson, Tischler.

Zuschauer: 2345

 

Souveräner Heimsieg gegen Jena II

Erik Land führte seine Mannschaft mit einem Double-Double aus 31 Punkten und 11 Rebounds vor 150 Zuschauern in der Hans-Jung-Halle zu einem verdienten 88:61 Heimsieg gegen die Bundesligareserve von Science City Jena.

Nach dem Auswärtserfolg vor einer Woche in Bad Aibling wollte der TSV Tröster Breitengüßbach am vergangenen Samstag gegen Jena gleich den nächsten Sieg einfahren. Entsprechend motiviert gingen die Güßbacher in die Partie, bei der Sven Lorber noch nicht mitwirken konnte. Headcoach Johannes Laub schickte zu Beginn Engel, Jörg & Timo Dippold, Klaus und Land auf das Parkett der Hans-Jung-Halle. Der Start in die Partie gehörte den Hausherren, die konsequent den Weg zum Korb suchten und dort durch Land, Jörg Dippold und Engel erfolgreich abschließen konnten. So stand es nach dreieinhalb Minuten 12:5. Dieser Vorsprung wurde durch gute Verteidigung und Fastbreakspiel auf 18:9 ausgebaut. Becker und Rietschel starteten einen 6:0-Lauf der Thüringer, der von den Gastgebern postwendend mit einem 7:0-Run gekontert wurde. So stand es nach dem ersten Viertel 25:15.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes spielte sich die Tröster-Truppe in einen kleinen Rausch, klaute dem Gegner gleich drei Mal den Ball und vollendete die Schnellangriffe durch schönes Passspiel durch Land per krachenden Dunking und durch Jörg Dippold und Land per Korbleger. So hatte Breitengüßbach einen viertelübergreifenden 13:0-Lauf und führte in der 12. Spielminute mit 31:15, woraufhin Jena zu einer Auszeit gezwungen war. Nach dieser kamen sie besser ins Spiel, punkteten durch Becker und Jostmann und waren wieder auf 31:23 dran. Die Oberfranken zeigten sich davon allerdings wenig beeindruckt und hielten die Gäste durch schönes Passspiel in der Offensive weiter auf Distanz. Der überragende Land (20 Punkte in der 1. Halbzeit) sorgte mit sechs Punkten in Serie für eine beruhigende 45:32-Habzeitführung.

Im dritten Viertel spielten die die Gelbschwarzen sehr guten und überzeugenden Basketball und waren auf der Suche nach einer schnellen Vorentscheidung. Klaus per Dreier, Jörg Dippold per Korbleger und Land per krachenden Dunking sorgten schnell für eine 52:32-Führung. Diese wurde von Land und Jörg Dippold bis zur 25. Spielminute gar auf 57:36 ausgebaut. Die Centerspieler des TSV waren von Jena in keiner Phase des Spiels zu kontrollieren. Nachdem Land eine Pause bekam, war Wagner mit sechs Punkten in Folge zur Stelle und stellte auf 68:45. Den 71:51-Stand nach 30 Spielminuten stellte Land per Dreier her.

Im Schlussabschnitt verwalteten die Güßbacher souverän den Vorsprung. Engel, Wagner und Timo Dippold bauten fünf Minuten vor dem Ende die Führung des TSV Tröster auf 77:51 aus. Anschließend zeigte Wagner mit schönen Zug zum Korb und tollen Bewegungen am Brett seine Klasse und punktete nach Belieben. Zusammen mit Youngster Will sorgte er beim Stand von 83:55 für die höchste Führung der Oberfranken an diesem Abend. Wagner war es auch, der den Endstand von 88:61 herstellte.

Durch den Erfolg geht der TSV Tröster nun voller Selbstvertrauen in das Derby gegen den TTL Basketball Bamberg am kommenden Sonntag um 15 Uhr.

Breitengüßbach: Land (31/1 Dreier), Wagner (17), J. Dippold (15), Klaus (9/1), Engel (6), T. Dippold (4), Nieslon (3), Will (2), Hubatschek (1), Reichmann (0)

 

Rattelsdorf gewinnt spannendes Derby

Nach der äußerst knappen und schmerzhaften Niederlage gegen den Tabellenführer aus Kulmbach, ging es am vergangenen Samstag zum Nachbarn nach Breitengüßbach. Der Gegner hatte einen guten Saisonstart hingelegt und lag bis vor dem Spiel mit 4 Siegen und 3 Niederlagen solide im Mittelfeld der Bayernliga Nord. Rattelsdorf trat erneut mit dezimierten Kader an: Nico Schobert und Jonas Fuchs fielen unter anderem verletzungsbedingt aus.

Dennoch wollte man das Derby unbedingt gewinnen, wonach es in den ersten Spielminuten aber überhaupt nicht aussah – Breitengüßbach startete gleich zu Beginn mit einem 13:0 Lauf und überraschte den Aufsteiger. Eine wirklich ungewohnte Situation für das Team von Manuel Aas. Vor allem im Angriff suchte man vergebens das Innere des Rings. Es dauerte einige Zeit bis man sich aber dennoch zum Ende des 1. Viertels auf 18:14 herankämpfen konnte.

Der Rattelsdorfer Fokus lag leider erst einmal auf den jungen Schiedsrichtern. Letztendlich kam es soweit, dass Manuel Aas bereits in der 12. Minute 2 sehr schnelle technische Fouls kassierte und die Halle verlassen musste – eine äußerst ungewohnte Situation für die Mannschaft, die aber aus genug erfahrenen Spielern bestand und nun selbst das Heft in die Hand nahm. Des Weiteren stand Jonas Fuchs noch zur Verfügung, der die Trainerrolle übernahm. Insbesondere die Minuten danach verliefen sehr erfolgreich und durch einen 0:10 Lauf konnte man erstmals die Führung übernehmen. Doch bis zur Halbzeit kamen die Güßbacher wieder zurück und führten 26:31 zur Hälfte.

Ungewohnt war vor allem die geringe Trefferquote und die magere Punktausbeute, allerdings konnte man defensiv nun wirklich glänzen. Im 3. Viertel ließ man nur 11 Punkte des Gegners zu und auch im eigenen Angriff lief es endlich auch flüssiger, was 23 Punkte in den 3. 10 Minuten bedeutete.

Trotzdem war die Partie noch keineswegs in trockenen Tüchern. Breitengüßbach mobilisierte seine letzten Kräfte und fiel nie weit zurück – dennoch schafften sie es auch nicht mehr die Führung zu übernehmen und die Rattelsdorfer Jungs spielten nun ihre Erfahrung clever aus und fuhren einen wichtigen, in der Defensive gewonnenen Derby-Sieg ein. Endstand: 60:66. In einer der schwersten Stunden stellte die Mannschaft ihren tollen Zusammenhalt unter Beweis, was diesen Sieg so besonders macht und Jonas Fuchs feierte seinen erfolgreichen Einstieg als Bayernliga-Trainer.

Scoring: Fuchs Ja. (18 Punkte), Krauß (10/2 3er), Reinfelder (8/2), Seemüller (8), Ruckdäschel (7), Albus (7), Stumpf (4), Sasse (2), Reh (2), Block

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Lukas Sasse

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.
Indem Sie auf "Kommentar absenden" klicken, erlauben Sie uns, Ihre Daten (Name, E-Mail-Adresse, IP-Adresse und Kommentar) digital zu speichern und zu verarbeiten und Sie ggf. zu kontaktieren.
Zur Vermeidung von Spam-Kommentaren nutzt diese Webseite die Funktionen von Akismet. Mehr dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung unter dem Stichpunkt "Kommentare".