Baunach genießt Heimrecht in den Play-offs, Breitengüßbach feiert Zittersieg

Veröffentlicht am 9. März 2020 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Nach einer Serie von drei erfolgreichen Auswärtsspielen mussten die Baunach Young Pikes am letzten Spieltag der Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga eine 82:93-Niederlage gegen die TG s.Oliver Würzburg hinnehmen. Dennoch reichte es für die Gastgeber nach der Schützenhilfe von Hanau (Sieg gegen Gießen) zum vierten Tabellenplatz, sodass sie in den nun folgenden Play-offs Heimrecht in der ersten Runde genießen, in der sie am kommenden Samstag (20:30 Uhr) in Strullendorf auf die VfL SparkassenStars aus Bochum treffen.

Spiel verloren – Heimrecht gewonnen

Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der rappelvollen Hauptsmoorhalle begann die Partie recht ausgeglichen, wobei die Gäste aus Würzburg meistens die Nase vorne hatten. Schon im ersten Viertel erzielte ihr überragender Amerikaner Cameron Hunt 11 Punkte und bereitete den Gastgebern große Probleme. Erst mit einem Dreipunktespiel durch Kapitän Marvin Heckel gelang ihnen die 22:20 Führung, bevor es nach dem Ausgleich durch Hunt in die erste Viertelpause ging.

Im zweiten Abschnitt konnten den Unterfranken ihre bekannten Stärken noch besser zum Tragen zu bringen. Immer wieder brachten sie durch schnelles Umschalten ihren Center Jonas Weitzel ins Spiel. Mit relativ einfachen Abschlüssen gelang es ihm bis zur Pause bereits 17 Punkte zu verbuchen. Außerdem hatte er bereits acht Rebounds auf seinem Konto und damit zur deutlichen Reboundüberlegenheit (25:15) der Gäste beigetragen. So konnten sie mit einer relativ klaren 47:35 Führung in die Halbzeitpause gehen.

Nach dem Wechsel bekamen die 520 Zuschauer dann eine wesentlich konzentriertere Baunacher Leistung zu sehen. Nachdem man auch in der Abwehr zwei Gänge höher schalten konnte, gelang es nach und nach heranzukommen. Nicholas Tischler, Daniel Keppeler und Moritz Plescher waren in erster Linie dafür verantwortlich, dass ihr Team unter dem Jubel der begeisterten Fans in der 29. Minute zum 62:62 ausgleichen konnte und das Spiel schien zu kippen. Ein schwieriger Würzburger Dreier von Hadenfeldt aber sorgte wieder für Ruhe in der Halle und die TG konnte letztendlich mit einer 67:62 Führung in den letzten Abschnitt gehen.

Hier versuchten die Schützlinge von Coach Mario Dugandzic vor allem durch Mateo Seric noch einmal alles, um dem Spiel eine Wende zu geben, doch gelang es ihnen nie näher als auf drei Punkte heranzukommen. In den letzten Minuten ließen die Kräfte dann etwas nach, sodass in der 37. Minute beim Stand von 74:85 eigentlich schon klar war, wer diese Partie für sich entscheiden sollte.

Mario Dugandzic wollte nach dem Spiel die Niederlage auch nicht überbewerten: „Wenn mir jemand vor der Runde gesagt hätte, dass wir in den Play-offs Heimrecht haben werden, hätte ich das sofort unterschrieben. Ich bin für die Jungs glücklich, dass sie es so hinbekommen haben. Es war keine einfache Runde, aber wir haben jedes Wochenende immer wieder toll gekämpft und improvisiert und immer wieder neue Leute versucht zu installieren und in Position zu bringen, wo sie sich entwickeln. Unterm Strich muss man sagen, dass wir mit den Play-offs nicht nur unser Saisonziel erreicht, sondern auch tatsächlich das Heimrecht erspielt haben. Heute hat es mich ein bisschen geärgert, dass wir den Fluss aus den letzten drei Auswärtsspielen zu Hause nicht fortführen konnten. Cameron Hunt hat uns viele Probleme bereitet. Wir mussten immer wieder reagieren, doch es spricht wieder für die Mannschaft, wie wir da reagiert haben, wieder zurück ins Spiel kommen, wie wir sogar ausgleichen. Dann schaffen wir es leider nicht, in Führung zu gehen und ja, dann schwinden die Kräfte und wir verlieren. Das ist ärgerlich, aber wieder eine Sache, aus der wir lernen müssen und vielleicht auch in den Play-offs von diesem Lernprozess profitieren können.“

Baunach Young Pikes: Plescher (18/ 6 Dreier), Seric (17/3), N. Tischler (13), Heckel (12/1), B. Tischler (7/1), Keppeler (6), Baggette (5/1), Bulic (4), Köppel, Überall.

TG Würzburg: Weitzel (31), Hunt (27/2), Hadenfeldt (14/2), Albus (11/2), Stechmann (7/1), Eisenberger (2), Böhmer (1), Leonhardt, Jaschewski.

2. Basketball Bundesliga

Baunach Young Pikes – TG s.Oliver Würzburg 82:93

Zittersieg gegen Weimar

Vor knapp 150 Zuschauern in der heimischen Hans-Jung-Halle gewinnen die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach mit 57:53 gegen Culture City Weimar.

Mit Kapitän Alex Engel, Guard Jakob Fuchs, Youngster Timo Lurz und Center Lucas Wagner kehrten gleich vier Spieler, die vergangenes Wochenende noch verletzungsbedingt zuschauen mussten, zurück ins Aufgebot der Gelbschwarzen. Dafür war Center Erik Land nicht mit dabei. Breitengüßbach startete mit Engel, Fuchs, Jörg Dippold, Nieslon und Wagner in die Begegnung gegen den Tabellenfünften. Dabei erwischten die Hausherren einen sehr guten Start. Dank ihrer guten Verteidigung, die dem Gegner nur schwierige Würfe gestattete und etliche Ballverluste provozierte, kamen die Güßbacher durch einige Schnellangriffe, die von Jörg Dippold und Reichmann erfolgreich abgeschlossen wurden, zu einfachen Punkten. Auch in der Folgezeit gestattete man Jena nur schwierige Distanzwürfe, die allesamt ihr Ziel verfehlten. So schaffte es die Tröster-Truppe den Gegner im ersten Viertel bei nur vier Punkten zu halten. Die Vorteile am Brett nutzen Wagner, Klaus und Nieslon konsequent aus, wodurch eine 15:4-Führung nach zehn Minuten auf der Anzeigetafel stand.

Im zweiten Viertel stellten die Thüringer dann ihre Verteidigung um. Dadurch gab es einen Bruch im Offensivspiel der Hausherren, sodass die Gäste durch Radojicic und Hofmann näher herankamen. Reichmann gab mit zwei Dreiern allerdings die passende Antwort und stoppte damit vorerst die Aufholjagd der Weimarer. Mitte des zweiten Viertels wurde das Spiel hektisch. Unzählige Ballverluste und eine schlechte Wurfauswahl auf beiden Seiten des Feldes sorgten dafür, dass der Ball nahezu vier Spielminuten nicht in einen der beiden Körbe ging. Gegen Ende der ersten Halbzeit kam Culture City dann durch Garret und Bank ein Stück näher heran. Die schlechte Dreierquote (0/14) der Gäste in Halbzeit eins verhinderte, dass Breitengüßbach zur Pause zurücklag. Beim Stand von 23:18 ging es in die Kabinen.

Im dritten Viertel erholten sich dann beide Offensivreihen ein wenig. Während für Breitengüßbach Reichmann, Engel und Dirk Dippold punkteten, war es für Weimar vor allem Radojicic, der seine Mannschaft im Spiel hielt. Allerdings agierten die Gastgeber etwas cleverer als die jungen Thüringer, sodass nach 30 Spielminuten ein 41:30 auf der Anzeigetafel stand.

Im Schlussabschnitt schien es so, als würde Breitengüßbach schnell alles klar machen wollen. Drei Dreier von Klaus, Schröder und Engel sorgten für eine beruhigende 15 Punkte-Führung knapp sechs Minuten vor dem Spielende. Doch danach war die Sicherheit in der Offensive wieder weg und man leistete sich einige Ballverluste. Diese nutzte Weimar gnadenlos aus und kam durch Punkte von Hofmann, Bank und Radojicic Punkt für Punkt wieder heran. Gegen Ende des Spiels foulten die Gäste dann taktisch, um schneller wieder in Ballbesitz zu kommen. Beim Stand von 55:52 für den TSV Tröster 5,5 Sekunden vor dem Spielende foulte Güßbach, damit man keinen Dreier zum Ausgleich bekam. Den ersten Freiwurf traf Culture City und den Zweiten wollten sie absichtlich verwerfen, um die Chance auf den Offensivrebound zu haben. Das taten sie dann auch, doch der Ball klemmte zwischen Spielbrett und Ring ein, sodass der besitzanzeigende Pfeil über den nächsten Ballbesitz entschied. Dieser zeige in Richtung des TSV. Damit blieb den Gästen nichts anders übrig als nochmal zu foulen. Die fälligen zwei Freiwürfe versenkte Kapitän Alex Engel zum 57:53-Endstand. Mit diesem Sieg bleiben die Männer von Headcoach Johannes Laub weiter erster Verfolger von Tabellenführer Ansbach, die sich zuhause gegen Leitershofen durchsetzen konnten.

Breitengüßbach: Engel (14/3 Dreier), Reichmann (14/3), J. Dippold (8), Nieslon (6), Wagner (5), Klaus (5/1), Schröder (3/1), D. Dippold (2), Fuchs, Hubatschek, Lurz, Will

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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