Sechster Sieg in Folge bleibt den Young Pikes verwehrt

Veröffentlicht am 4. November 2019 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB unterlagen die Baunach Young Pikes nach zuletzt fünf Siegen in Folge beim bisher punktgleichen Tabellenführer TG Würzburg mit 99:73, bleiben aber aufgrund des besseren direkten Vergleichs vor Elchingen auf dem zweiten Tabellenplatz. Nachdem die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach am Samstag in der Liga eine völlig unnötige 73:89-Pleite in Bad-Aibling kassierten, gewannen sie einen Tag später im Bayernpokal mit 64:46 bei der BG Litzendorf.

 

Herbe Niederlage im Frankenderby

Nach ausgeglichenem Start war es bei den Gastgebern Cameron Hunt, der sein Team mit acht Punkten bis zur 5. Minute mit 12:7 in Führung bringen konnte. Nach einem weiteren Korbleger des Amerikaners nahm Baunachs Coach Mario Dugandzic beim Stand von 19:12 in der 7. Minute die erste Auszeit. Doch auch danach war der wie aufgedreht spielende Hunt nicht zu stoppen und erzielte allein im ersten Viertel 16 Punkte, sodass die Würzburger mit einer 27:16 Führung in die erste Viertelpause gehen konnten.

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Young Pikes Probleme, die Gastgeber unter Kontrolle zu bringen, so dass der Rückstand bis zur 16. Minute erstmals auf 20 Punkte (41:21) angewachsen war. Bis zur Pause gelang es zwar Mateo Seric (10 Punkte), Brandon Tischler (8), Leon Bulic (7) und Moritz Plescher (6) den Rückstand etwas zu verkürzen, da aber die Last in der Offensive nur auf diese vier Schultern verteilt war und die Verteidigung nicht funktionierte, lagen die Würzburg zur Halbzeit immer noch klar mit 47:32 vorne. Ausschlaggend für den Vorsprung des Spitzenreiters war auch die hervorragende Dreierquote von 56 Prozent (5 von 9) gewesen, während die Baunacher nur einen Treffer bei zehn Versuchen aus dieser Distanz erzielt hatten.

Nach dem Wechsel kamen die Young Pikes neu motiviert aus der Kabine und kamen gleich mit einem Dreier von Bulic und einem Korbleger von Seric auf 47:37 heran. In der Folgezeit  gelang es ihnen allerdings nicht, den Rückstand in den einstelligen Bereich zu drücken und die Mainfranken bauten ihren Vorsprung vor allem durch den Litauer Rytis Pipiras bis zur 26. Minute wieder auf 63:46 aus. Nach einem technischen Foul gegen Tim Eisenberger konnten die Gäste zwar noch einmal kurzfristig den Rückstand verringern, doch nach zwei weiteren Dreiern in der letzten Minute hatte das Würzburger Farmteam vor dem letzten Viertel wieder deutlich mit 75:55 die Nase vorne.

Dennoch wollten sich die jungen Hechte nicht so einfach geschlagen geben und versuchten noch einmal heranzu kommen (81:67, 35. Minute). Doch man fand an diesem gebrauchten Tag einfach keinen Zugriff über längere Zeit auf das Spiel, sodass die Begegnung drei Minuten vor Ende beim Stand von 92:67 engültig entschieden war. Vor allem in der Verteidigung, dem bisherigen Glanzstück, klappte gar nichts und man musste am Ende eine herbe Niederlage einstecken. Einzig erfreulich war, dass Jekabs Beck am Ende des Spiels zu seinem ersten Einsatz in der 2. Bundesliga kam und die Zeit gleich zu seinen ersten Punkten nutzen konnte. Mario Dugandzic war nach dem Spiel entsprechend enttäuscht: “Insgesamt geht heute die Niederlage völlig in Ordnung. Wir kommen auswärts verdient unter die Räder.Wir waren von Anfang an immer einen Schritt zu spät und besonders in der Transition Defense nicht aufmerksam genug, sodass die Würzburger früh ins Spiel kamen. Vor allem Hunt und Pipiras waren von uns nicht zu kontrollieren und erzielten mehr als die Hälfte der Punkte. Die Jungs fahren seit Wochen ein tolles Tempo. Schade, dass es letztendlich so hoch ausgefallen ist. Aber wir werden auf jeden Fall versuchen, aus diesen Fehler zu lernen.“

Ob das gelungen ist, wird sich am kommenden Sonntag um 17 Uhr in Strullendorf gegen das Team aus Ulm zeigen.

TG s.Oliver Würzburg: Hunt (31 Punkte/1 Dreier), Pipiras (20), Leonhardt (13/1), Stechmann (12/4), Hadenfeldt (10/1), Haßfurther (10/2), Eisenberger (3/1), Albus, Jaschewski, Worthy.

Baunach Young Pikes: Plescher (20/2), Bulic (19/2), Seric (14), B. Tischler (10), N. Tischler (4), Edwardsson (3/1), Beck (2), Heckel (1), Baggette, Brevet, Saffer.

Zuschauer: 290

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB

TG s.Oliver Würzburg – Baunach Young Pikes  99:73

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Josef Martin

 

Breitengüßbach zeigt zwei Gesichter am vergangenen Wochenende

Ohne Alex Engel und kurzfristig auch ohne Erik Land musste Headcoach Johannes Laub, der von Abteilungsleiter Florian Dörr als Co-Trainer unterstützt wurde, in Bad Aibling auskommen. Deswegen schickte er zu Beginn des Spiels Hubatschek, Schröder, Jörg Dippold, Nieslon und Klaus aufs Parkett. Die Oberfranken waren von Beginn an hellwach, führten nach zwei Ballgewinnen und einfachen Korblegern von Jörg Dippold, Klaus und Hubaschek nach 43 Sekunden mit 6:0 und zwangen Aiblings Coach Guggenhuber bereits früh zu einer Auszeit. Nach dieser konnten die Güßbacher den Vorsprung durch Zähler von Wagner, Nieslon und Dirk Dippold bis auf 20:9 ausbauen. Die Hausherren konnten den Vorsprung bis zum Viertelende durch Punkte von Mirceta, Bradaric und Mario Hack Vazquez etwas verkürzen, 26:17.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes verletzte sich auf Güßbacher Seite Dirk Dippold, der nach einem Zusammenprall mit Westphal nicht mehr weiterspielen konnte. Dies war für die eh schon verletzungsgeplagten TSV-ler natürlich keine gute Nachricht. Trotzdem bewahrten sie kühlen Kopf und agierten weiterhin souverän. Zwar kam Bad Aibling kurzzeitig bis auf zwei Zähler heran, doch Schröder und Reichmann von der Dreierlinie sowie Jörg Dippold und Wagner am Brett gaben die richtige Antwort, sodass die Tröster-Truppe zur Halbzeit mit 41:33 führte.

Der Wendepunkt im Spiel war der Start ins dritte Viertel, als Breitengüßbach nahezu fünf Minuten keinen Punkt erzielen konnte. Dafür trafen die Fireballs nahezu jeden Wurf. Egal ob unter dem Korb, schwierige Würfe aus der Nahdistanz oder Dreier aus 9 Metern mit Ablauf der Shotclock. Alles fand den Weg in den Korb des TSV Tröster, sodass es nach 27 Minuten 48:48 stand. Die Gastgeber drehten nun weiter auf und gingen durch Bradaric und Mario Hack-Vazquez zum Ende der dritten zehn Minuten mit 50:59 in Führung.

Diese Führung ließen sie sich im Schlussviertel nicht mehr nehmen. Jeder Versuch der Gelbschwarzen nochmals näher heranzukommen, wurde durch einen Dreier oder einem Nahdistanzwurf gekontert. Bad Aibling traf in der zweiten Halbzeit 13 von 21 Dreier, worauf die Gäste keine Antwort hatten. Schlussendlich unterlag der TSV Tröster Breitengüßbach mit 73:89 und muss sich nun vorerst mit einem Mittelfeldplatz begnügen.

Scouting zum Spiel in Bad Aibling: Breitengüßbach: J. Dippold (19/1 Dreier), Wagner (16), Schröder (9/2), Reichmann (8/1), Klaus (6), Nieslon (6), Hubatschek (4), Fuchs (3), D. Dippold (2), Pflaum

 

Einen Tag später ging es im Bayernpokal nach Strullendorf, wo man auf die BG Litzendorf aus der 2. Regionalliga traf. Hier standen Headcoach Johannes Laub mit Brütting und Will zwei Guard-Spieler zur Verfügung, die in Bad Aibling nicht mit dabei waren. Dafür musste er auf Engel, Land und Dirk Dippold verzichten.

Den besseren Start ins Pokalspiel erwischte Breitengüßbach, die nach dem ersten Viertel durch Punkte von Nieslon, Klaus, Will, Reichmann, Wagner und Jörg Dippold mit 22:12 in Führung lagen. Diesen Vorsprung baute die Tröster-Truppe im zweiten Spielabschnitt dank einer engagierten Leistung in der Verteidigung und durch Punkte von Fuchs, Will, Wagner und Klaus bis zur Halbzeit auf 35:19 aus.

In der zweiten Halbzeit wechselte Güßbach ordentlich durch, sodass diese ausgeglichener war. Nach einem 51:30 nach 30 Spielminuten siegten der TSV Tröster Breitengüßbach verdient mit 64:46 und zog in die nächste Runde des Bayernpokals ein. Der Gegner steht noch nicht fest.

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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