Was haben Digitalisierung und autonomes Fahren mit dem regionalen Omnibusbahnhof zu tun?

Veröffentlicht am 6. November 2019 von Redaktion

„Mobilität ist Zukunft!“ Unter dieser Überschrift hatte Landrat Johann Kalb zu einem Mobilitätsgipfel des Landkreises nach Baunach eingeladen. Mit Oliver Bertram (WIDESHOT Wien) oder David Akinjise (The New Now GmbH) standen hochkarätigen Referenten zur Verfügung. Die spannten ein spannendes Feld auf von den Erkenntnissen, was das autonome Fahren für unsere Städte der Zukunft bedeuten wird.

Sie wird kommen – ganz sicher. Davon sind alle Referenten in dem gut gefüllten Bürgersaal in Baunach überzeugt. Die autonome und digitalisierte Mobilität. Sie wird den Städten wieder Luft zum Atmen geben und völlig neue Chancen eröffnen. Nahezu autofreie Städte sind keine Utopie! Warum? Weil künftig viel weniger Fahrzeuge benötigt werden als heute, da sie im Flottenbetrieb als stets verfügbare Dienstleistung zur Verfügung stehen und flexibel gebucht werden können werden. Da diese weniger Fahrzeuge dann nicht mehr wie heute 23 von 24 Stunden Parkplatzflächen blockieren. Beeindruckend große Zahlen sind es, die Oliver Bertram exemplarisch für Wien vorrechnet. Ein erheblicher Teil der Fläche Wiens wird in der künftigen Gegenwart neu gestaltbar sein. Für Freiflächen, Erholungsbereiche und städtebauliche Neustrukturierungen. Es wurde allen im Saal klar, welches gigantische Potenzial in geteilten Autos und neu aufgeteilten Städten liegt.

Insgesamt wird deutlich, dass der Ansatz der Mobilität als umfassende Dienstleistung („Mobility as a service“ – kurz MAAS) als einzig aussichtsreiche Strategie zur Bewältigung der Verkehrsproblematik immer stärker in den Fokus rücken muss.

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Spätestens mit dem Vortrag von David Akinjise, der jeden Einzelnen dazu ermuntert, der ethischen Verpflichtung zu Innovation und Fortschritt nachzukommen wird klar, dass es hier um mehr geht als um die reine Mobilität, die man natürlich weiterentwickeln und verändern muss. Es geht um mehr als die ohnehin schon herausfordernde Aufgabe, das eigene Mobilitätsverhalten in Richtung Nachhaltigkeit anzupassen. Es geht um eine echte Transformation und nicht nur Veränderungen.

Und was hat das nun konkret mit dem Landkreis Bamberg und der Mobilität zu tun? Mit unseren heutigen Problemen und Herausforderungen? Landrat Johann Kalb bringt es auf den Punkt: „Wir haben gelernt, dass es in Transformationsprozessen extrem wichtig ist, regelmäßig einen Schritt zurück zu treten, das große Ganze zu prüfen und sowohl bei Konzeptionen als auch konkreten Umsetzungen sich stets seiner inneren Ziele und Werte bewusst zu sein. Frisches und unvoreingenommenes Denken ist in so vielen Bereichen der Gesellschaft nötig.“

Dass er es damit ernst meint, und die Impulse und Anregungen des Mobilitätsgipfels gerne aufgreift, zeigt das in der Fragerunde zur Sprache gekommene Thema Regionaler Omnibusbahnhof (ROB). „Es wird gerade angesichts der heutigen Vorträge klar, dass wir angesichts der sich immer klarer abzeichnenden Veränderungen der künftigen Mobilität auch nochmals über das Thema ROB nachdenken und uns dabei keine Denkverbote auferlegen sollten. Das verbietet uns schon der Eindruck des heutigen Abends und unsere Verantwortung für nachfolgende Generationen“ so der Landkreischef.

Landratsamt Bamberg

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