Haushalt 2019: „Alles bleibt erstmal so, wie es ist.“

Keine Überraschungen in Breitengüßbach. Der Haushaltsplan für das laufende Jahr 2019, den Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder und Kämmerer Christoph J.G. Hetzel am 21. Mai im Gemeinderat vorstellten, ist ein „Spiegelbild des Haushalts 2018“, wie Hetzel verkündete. Das dürfte sich aber bald ändern, wenn es an die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) geht.

Somit sinkt das Haushaltsvolumen im Vergleich zum Vorjahr leicht auf rund 14 Millionen Euro. Daraus entfallen 10,6 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt (laufende Kosten der Gemeinde) und 3,4 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt (Investitionen). Die größten Investitionen im Jahr 2019 werden der Ausbau der Kindertageseinrichtung der Gemeinde (470.000 Euro), Maßnahmen rund um die städtebauliche Entwicklung (460.000 Euro), der Ausbau von Straßen (150.000 Euro), die Erneuerungen von Kanalnetz und Kläranlage (200.000 Euro) sowie der Wasserversorgung (600.000 Euro) und der Erwerb von Grundstücken (120.000 Euro) sein.

Einige der genannten Projekte sind aber auf mehrere Jahre verteilt – die Kindertageseinrichtung der Gemeinde ist im Finanzplan bis 2022 mit Kosten von insgesamt 1,5 Millionen Euro aufgeführt, die städtebauliche Entwicklung wird bis dahin rund sieben Millionen Euro kosten, die Erneuerung von Netz und Kläranlage 3,5 Millionen Euro. Somit wird Breitengüßbach in den kommenden Jahren hohe Kredite aufnehmen müssen, Kämmerer Hetzel plant bis Ende 2022 mit einem Schuldenstand von 5,1 Millionen Euro. Aktuell liegt die Verschuldung der Gemeinde bei 1,3 Millionen Euro, was 294 Euro pro Einwohner entspricht.

Einkommenssteuer bleibt wichtigste Einnahme

Die wichtigsten Einnahmen für die Gemeinde sind die Grundsteuer (430.000 Euro), die Gewerbesteuer (1,9 Millionen Euro), die Einkommenssteuerbeteiligung (2,8 Millionen Euro), die Schlüsselzuweisungen (eine Million Euro) und der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (204.000 Euro). Demgegenüber muss Breitengüßbach 1,8 Millionen Euro als Kreisumlage an den Landkreis Bamberg überweisen, die Gewerbesteuerumlage beträgt 380.000 Euro. Größter Kostenblock sind die Personalkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro, darin enthalten sind die Beschäftigten der Gemeinde (Verwaltung, Bauhof) und die der Kindertageseinrichtung der Gemeinde.

Haushaltssatzung und Finanzplan bis 2022 wurden nach kurzer Beratung vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

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