So soll Breitengüßbachs Infopavillon aussehen

Veröffentlicht am 27. Oktober 2020 von Johannes Michel

In Breitengüßbachs Ortsmitte soll im Rahmen der Neugestaltung ein Infopavillon entstehen. Wie der aussehen könnte, was er kann und wie er sich in die Umgebung einfügen wird, erläuterte Architektin Diana Felber in einer Sitzung des Gemeinderats, wo erstmals der Entwurfsplan gezeigt wurde.

Wenn Breitengüßbachs Mitte einmal in neuem Glanz erstrahlt, soll ein Pavillon in der Mitte gleich mehrere Funktionen erfüllen. Sowohl Infotafeln als auch Unterstellmöglichkeiten und ein behindertengerechtes WC soll er bieten. Architektin Diana Felber aus Leipzig, die eng mit dem Büro Grieger Harzer Landschaftsarchitekten aus Berlin zusammenarbeitet, das sich für den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs für die Ortsmitte verantwortlich zeigt, präsentierte in der Gemeinderatssitzung am 22. Oktober den ersten Plan.

Da sich in der Umgebung zahlreiche Häuser mit Holzelementen an der Fassade befänden, könne der Pavillon dieses Designelement aufgreifen, so Felber. Wichtig sei, dass er als Bauwerk der Kleinarchitektur in mehrere Richtungen gleichwertig sei – auch die optische Gestaltung von oben spiele eine Rolle, da er vom Vorplatz der Kirche und vom Pfarrheim aus deutlich tiefer stehe. Felber schlug daher ein filigran gestaltetes Blechdach vor. Holz wiederum könne sich bei der Verkleidung wiederfinden. Denn in der Mitte des Pavillons solle ein WC untergebracht werden, drum herum wären Sitzgelegenheiten, eventuell auch mit kleinen Tischen dazwischen, denkbar. Für den Informationsgehalt wären Karten und Infotafeln zuständig, die rundherum angebracht werden könnten.

Der Infopavillon wird sich zwischen Kirche, Festplatz und Pfarrheim befinden. Plan: Transit, Architektin Diana Felber

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Karin Eminger

Bebauungspläne für den Brückenweg

Noch offen sei die Frage, ob sich das Dach auch für eine kleine Photovoltaikanlage anbiete, um beispielsweise Heizung und Warmwasserbereitung einbauen zu können. Bei den Kosten rechnete Felber mit etwas mehr als 100.000 Euro inklusive Außenanlagen und Baunebenkosten. Gemeinderat Alexander Porst (SPD) fragte nach der in der Auftragsbeschreibung angegebenen E-Ladesäule für Pedelecs und E-Bikes. Diese, so Felber, wäre im Bereich der benachbarten Fahrradbügel besser platziert, um im Pavillon keinen Platz zu verschwenden. Ein Ziegeldach, so Felber auf Nachfrage von Karin Schneiderbanger-Vogt (UBB), wirke möglicherweise zu wuchtig, da die Dachfläche sehr klein sei. Christine Raab (CSU) meinte, das WC sollte besser nicht in der Mitte, sondern an der Seite untergebracht werden, damit mehr Unterstellfläche, eventuell auch mit einem größeren Tisch, möglich werde. Trotz der Einwände wurde Felbers Entwurfsplan einstimmig angenommen. Die Planung kann damit weiterverfolgt werden und in die nächste Planungsphase eintreten.

Der Entwurfsplan zeigt die ersten Ideen. Links zu sehen: In der Mitte des Pavillons findet ein WC Platz. Plan: Transit, Architektin Diana Felber

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden die Bebauungspläne „Brückenweg Nord“ und „Brückenweg Süd“ auf den Weg gebracht. Die Gemeinde plant, hier eine seniorengerechte Wohnanlage und Einzelhausbebauungen zu etablieren. Bei zwei Gegenstimmen („Brückenweg Nord“) sowie einstimmig wurden die entsprechenden Beschlüsse gefasst.

Die Bereiche der Bebauungspläne „Brückenweg Nord“ und „Brückenweg Süd“. Zum Vergrößern antippen oder anklicken. Quelle: Gemeinde Breitengüßbach

Ebenfalls Thema war der Bebauungsplan „Am Schützenhaus II“ mit integriertem Grünordnungsplan. Hier fand im August und September die öffentliche Auslegung statt. Der Gemeinderat bearbeitete die eingegangenen Stellungnahmen der Behörden, private Einwände hatte es nicht gegeben. Den abschließenden Beschluss zum Bebauungsplan konnte der Gemeinderat aber nicht fällen, da noch eine artenschutzrechtliche Prüfung aussteht. Denn die Naturschutzbehörde am Landratsamt Bamberg bemängelte in ihrer Stellungnahme: „Die Abwälzung der artenschutzrechtlichen Problematik auf den Privatmann und die untere Naturschutzbehörde, wie in Nr. 11 des Textteiles ausgeführt, ist nicht praktikabel und damit nicht möglich. Der Privatmann wird kaum bspw. Lebensräume der Zauneidechse oder artenschutz-rechtlich relevante Strukturen erkennen.“ Nun korrigierte die Gemeinde die Unterlagen zum Bebauungsplan. Im Beschlussvorschlag hieß es dazu: „Die Gemeinde hat für die Gewährleistung des besonderen Artenschutzes eine entsprechende Fachkraft mit der Erstellung einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung beauftragt. Nach Vorliegen der Ergebnisse werden diese in der weiteren Planung entsprechend berücksichtigt. Im Textteil wird der entsprechende Hinweis unter Punkt 11 gestrichen.“

Unter „Sonstiges“ informierte Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder, dass aufgrund der wieder steigenden Coronazahlen sowohl die Bürgerversammlung als auch die Ortsvereineversammlung nicht stattfinden. Auch das für 26. Oktober angesetzte Muna-Bürgerforum entfalle.

Titelbild: Plan: Transit, Architektin Diana Felber

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