Höhepunkt: Besuch von Erzbischof Schick

Das im Januar begonnene Jubiläum der Pfarrei Ebing anlässlich ihrer 150-jährigen Gründung ging in die nächsten Runden und steuert aufs Finale zu. Am Sonntag kommt Erzbischof Ludwig Schick nach Ebing. Weitere Veranstaltungen haben in den vergangenen Wochen stattgefunden.

Ihr Gründungsfest nahmen viele Ebinger Katholiken zum Anlass, über das Plus des christlichen Glaubens für das persönliche und gemeinschaftliche Leben nachzudenken. Das aktuelle Hauptamtlichenteam, viele ehemalige Seelsorgerinnen und Seelsorger, aber auch einige Gläubige benannten in verschiedensten Gottesdiensten, warum sie ihren Glauben als wertvoll, bereichernd und sinnstiftend erfahren.

Bereits zu Beginn des Festjahres hatte der leitende Pfarrer Markus Schürrer aufgerufen, anlässlich des Jubiläums nicht sentimentale Rückschau zu halten, sondern mutig und engagiert auf dem Glaubens- und Lebensweg voranzuschreiten und staunend wahrzunehmen, wie Neues wächst. In seiner mit Akribie ausgearbeiteten Predigt betonte Diakon Dr. Ortner, dass gerade in herausfordernden Zeiten, der Glaube an Strahlkraft gewinnen kann. Christliche Tugenden wie Rücksichtnahme, Verständnis, Solidarität und Vergebungsbereitschaft könnten für uns zum großen Plus werden.

Glaube in den Alltag einbringen

Ebenso luden in vielfältigen Gottesdiensten Pastoralreferentin Frau Grimmer, Pater Tirkey, Pastoralreferent i. R. Herr Heuberger, Pastoralreferentin Frau Goltz, Pfarrer Braun und Pastoralreferent Herr Schaller und immer wieder auch Pfarrer Schürrer ein, den Glauben im Alltag zu leben und als gestaltende Kraft in Kirche und Gesellschaft einzubringen.

Vielen Teilnehmern ist noch immer der Liedbeitrag von Pfarrer i. R. Wolfgang Schmidt im Ohr, der mit seiner Gitarre davon sang: „…wer was glaubt, der weiß ganz viel. Weiß von Gott, schaut himmelwärts, Glaube öffnet dir das Herz. Du kannst lachen, lieben, hoffen, bist für gute Werke offen. Glaube macht den Alltag froh und den Sonntag sowieso!“

Einen frohen Gottesdienst konnten die Ebinger Anfang Juli auch mit Monsignore Hagel feiern, der 25 Jahre in Ebing tätig war. Die Blasmusik erfreute mit modernen geistigen Liedern und spielte für den Zelebranten ein Ständchen zu dessen 75´sten Geburtstag. Mit diesem Gottesdienst begann eine Predigtreihe zum Glaubensbekenntnis. „Gott, wie ein größerer Vater oder eine größere Mutter!“ Monsignore Hagel lud ein, sich der Wirklichkeit Gottes in Bildern anzunähern, ohne diese Vorstellungen absolut zu setzen.

Der Heilige Jakobus d. Ä.

Domkapitular Prof. Dr. Koziel griff in seinem Gottesdienst die Passagen des Glaubensbekenntnisses über Jesus Christus auf und beleuchtete das Geheimnis der Menschwerdung. „Der Mensch gern groß – Gott gern klein!“ Koziel stellte einen Gott vor Augen der sich – gerade durch Jesus Christus – nicht scheue, sich in den Alltag der Menschen und deren Verwicklungen hineinzugeben. Er sprach von einem Gott, der bedingungslos liebt und der immer aufs Neue, durch alle ihm zur Verfügung stehenden Wege unzählbar viele Anläufe unternimmt, um bei uns anzukommen. Mit einer treffenden Liedauswahl trug die Ebinger Jugendband dazu bei, sich neue Aspekte der Person Jesu zu erschließen.

Die Band „Die Abicher“ sangen am vergangenen Wochenende mit viel Esprit vom guten Geist Gottes. Daran knüpfte Stadtpfarrer Dr. Steger aus Bayreuth mit seinen Gedanken an. Er stellte die Kirche als geistgewirkten Ort vor, um auszuruhen und Kraft zu schöpfen. Kirchengebäude als Ankerplätze und Hoffnungszeichen für die Menschen öffnen Raum für die Wirklichkeit Gottes. Von hier gehen Friedfertigkeit, Versöhnung, Gemeinschaftsgeist und Einsatz für Andere aus.

Pfarrei feiert am 25. Juli ihr Patrozinium

Am kommenden Sonntag wird mit dem Besuch von Erzbischof Ludwig Schick der Höhepunkt des Jubiläums begangen. Der 25. Juli ist dem Gedächtnis des Heiligen Jakobus d. Ä. gewidmet. An diesem Tag feiert die Pfarrei ihr Patrozinium. Mir Böllerschüssen und Glockengeläut werden die Ebinger diesen Tag eröffnen. Um 9.00 Uhr feiert die Gemeinde mit ihrem Erzbischof und vielen Weggefährtinnen und Weggefährten den Festgottesdienst auf dem Kirchplatz. Es schließt sich, den aktuellen Erfordernissen geschuldet, nur eine kleine Sakramentsprozession um die Kirche und eine Agape an.

Der Schlusspunkt der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Pfarrjubiläum wird der Gottesdienst zur Kirchweih am Samstag, 31. Juli, um 19.00 Uhr, ebenfalls auf dem Ebinger Kirchplatz, sein.

In einer Zeit, in der die Kirche und ihre Amtsträger oft nur negativ gesehen werden, ist die Pfarrei Ebing froh über die vielfältigen positiven Erfahrungen dieses – coronabedingt – so ganz anderen Jubiläums.

Dankbar sind die Planer des Festjahres für das vielfältige Engagement in der Pfarrei, sei es bei der Organisation und Durchführung der vielen Außengottesdienste, der Ordnerdienste, musikalischer Beiträge, dem „Fastenessen zum Mitnehma“ oder der Bereitschaft, den eigenen Glauben ins Gespräch zu bringen. „Gerade weil vieles Äußerliche wegfiel, konnten wir zum Kern und zum Eigentlichen vorstoßen“, hieß es. Die Erfahrung, dass der christliche Glaube nur als Gemeinschaftswerk gelingen kann und so als großes Plus im Leben erfahren wird, wünschen die Ebinger Katholiken auch vielen Anderen.

Wolfgang Merzbacher

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