Nicht zum Schieben wie ein Einkaufswagen …

Veröffentlicht am 1. Oktober 2019 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz


Besonders im Alter sind viele Menschen auf einen Rollator angewiesen, um zu einem gewissen Grad mobil zu bleiben. Die Auswahl an Modellen hat sich deutlich verbessert, selbst Zubehör wie ein Schirm ist zu haben. Wie Rollatoren richtig bedienet werden und was es zu beachten gibt, erfuhren Seniorinnen und Senioren aus Zapfendorf bei einer Schulung.

„Für mich als Seniorenbeauftragte war es sehr wichtig, dazu beizutragen, dass die Angst genommen wird, den Rollator bei Zeiten auch anzunehmen“, erklärt Liselotte Berbig aus Zapfendorf, Marktgemeinderätin und von diesem Gremium auch als Seniorenbeauftragte bestellt. Einmal im Monat lädt sie mit einem Team Seniorinnen und Senioren ins katholische Pfarrheim zu „Spiel & Spaß“ ein. Wobei: Nicht immer steht das Spiel im Vordergrund, ab und an dürfen es auch praktische Themen aus dem Alltag sein. Im vergangenen Jahr beispielsweise trafen sich die Teilnehmer am Bahnhof und bekamen aus erster Hand erklärt, wie eigentlich die Fahrkartenautomaten funktionieren und wo Fallstricke liegen.

Und nun der Rollator. Ein Hilfsmittel, das mittlerweile etabliert ist und im Alltag gar nicht mehr wirklich auffällt. Dennoch scheuen sich viele ältere Menschen davor, ihn sich zu besorgen – schließlich ist er ein weiteres Zeichen fürs Älterwerden. Diese Angst zu nehmen, die richtige Körperhaltung vorzuführen und auch eine Auswahl an Modellen zu zeigen war die Aufgabe von Achim Brönner vom Mediteam aus Bamberg, der zum jüngsten „Spiel & Spaß“-Nachmittag gekommen war. Er hatte einige Rollatoren mitgebracht, die von den Besuchern im Hof des Pfarrheims ausprobiert werden konnten – auf einem extra aufgebauten Parcours. Mit dabei war auch eine kleine Stufe, die etwa eine hohe Bordsteinkante darstellen könnte, Hindernisse, die mit ein wenig Übung ganz leicht zu überwinden sind. Brönner zeigte auch Zubehör. „Mein persönliches Highlight war der Regenschirm, der auch als Sonnenschirm dient und fest installiert werden kann, so dass die Hände für den Rollator frei bleiben“, freute sich Berbig.


Ahcim Brönner erklärte ganz genau, wie Rollatoren zu verwenden sind.

Außerdem gab es von Brönner praktische Tipps für den Umgang mit einem Rollator. Bei der Abholung sei lediglich eine kleine Einweisung möglich, sinnvoll aber wäre mehr. Denn viele wissen nicht, wie der Rollator zu einer echten Stütze wird – und nicht als Einkaufswagen, den man vor sich herschiebt, endet. Genauso wichtig wie die richtige Haltung ist die Einstellung der Höhe und die Verwendung der Bremsen, damit das Gefährt nicht davonrollen kann.

 

Weitere Fotos von der Schulung finden Sie in unserer Bildergalerie (zum Öffnen einfach ein beliebiges Foto anklicken, zum Beenden der Anzeige das X in der Ecke oben wählen).

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